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Julius Bär: Interim Management Statement für die ersten zehn Monate 2011


14.11.2011
aktiencheck.de

Zürich (aktiencheck.de AG) - Die schweizerische Julius Bär Gruppe AG (ISIN CH0102484968 / WKN A0YBDU) veröffentlichte am Montag ihr Interim Management Statement für die ersten zehn Monate 2011.

Wie die führende Private Banking-Gruppe der Schweiz mitteilte, beliefen sich die von ihr verwalteten Vermögen Ende Oktober 2011 auf 166 Mrd. Schweizer Franken (CHF), unverändert verglichen mit Ende Juni 2011. Die gesamthaft betreuten Kundenvermögen betrugen 259 Mrd. CHF. Die Entwicklung der verwalteten Vermögen seit Ende Juni 2011 war geprägt von anhaltend soliden Netto-Neugeldzuflüssen sowie einem geringfügig positiven Währungseffekt. Beide Faktoren zusammen wogen die negative Marktentwicklung primär auf Grund insgesamt schwacher Aktienmärkte, hauptsächlich in Europa und Asien, auf. Der Netto-Neugeldzufluss (ohne Macquarie Private Wealth Asia) in den ersten zehn Monaten bewegte sich annualisiert am oberen Ende des mittelfristigen Zielbereichs von 4 bis 6 Prozent. Dazu trugen alle Regionen positiv bei, besonders stark die Wachstumsmärkte und das lokale Privatkundengeschäft in der Schweiz und in Deutschland.


Den Angaben zufolge tendierte die Bruttomarge in den ersten zehn Monaten des Jahres geringfügig höher als die im ersten Halbjahr 2011 erzielten 105 Basispunkte. Die Verbesserung seit Juni 2011 war hauptsächlich das Resultat gestiegener kundenseitiger Handelsvolumina in Fremdwährungen, die den Einfluss des erneut tieferen Transaktionsvolumens in Wertschriften mehr als kompensierten. Insgesamt blieb das Geschäft volatil. Die Cost/Income Ratio für die ersten zehn Monate des Jahres war leicht besser als die im ersten Halbjahr 2011 erzielten 67,6 Prozent, bedingt durch die seit Jahresmitte gestiegene Bruttomarge, die Wechselkursstabilisierung des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro und dem US-Dollar sowie die anhaltende Kosteneindämmung in der gesamten Gruppe.

Angesichts der strukturellen Diskrepanz zwischen dem mehrheitlich in Schweizer Franken anfallenden Aufwand und dem stark fremdwährungsbasierten Ertrag sowie des unverändert anspruchsvollen Geschäftsumfelds werden weitere Kostensenkungsmaßnahmen eingeführt. Julius Bär lanciert deshalb ein Restrukturierungsprogramm, das wie bereits berichtet einen Abbau von rund 150 Stellen in allen Geschäftsbereichen weltweit umfasst sowie eine Reduktion des Sachaufwands u.a. über die Anzahl gemieteter Räumlichkeiten und IT-bezogene Abschreibungen. Das Programm wird zu Einsparungen von rund 40 Mio. CHF pro Jahr führen, wovon ca. 30 Mio. CHF beim Personalaufwand und der Rest beim Sachaufwand anfallen. Der überwiegende Teil der angestrebten Kostensenkung wird spätestens per Mitte 2012, die volle Umsetzung per 2013 wirksam. Der damit verbundene einmalige Aufwand von rund 50 Mio. CHF wird dem Finanzergebnis 2011 belastet, hieß es.

Die Aktie von Julius Bär notiert derzeit an der Heimatbörse bei 32,44 CHF (+0,31 Prozent). (14.11.2011/ac/n/a)



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