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Intercell gibt nächste Schritte in Entwicklung von Impfstoffkandidat gegen Pseudomonas bekannt


01.04.2011
aktiencheck.de

Wien (aktiencheck.de AG) - Der österreichische Impfspezialist Intercell AG (ISIN AT0000612601 / WKN A0D8HW) gab am Freitag eine Vereinbarung mit der Novartis AG (ISIN CH0012005267/ 904278) bekannt, wonach die Entwicklung des Impfstoffkandidaten gegen Pseudomonas aeruginosa von Intercell in einer bestätigenden klinischen Wirksamkeitsstudie in beatmeten Intensivpatienten fortgeführt werden soll.

Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, ist die geplante Doppelblind-Studie, die etwa 800 Patienten umfassen soll, darauf ausgelegt, eine klinisch relevante und statistisch signifikante Reduktion der Sterblichkeit in der Impfstoffgruppe im Vergleich mit einer Kontrollgruppe zu zeigen. Die Studie unterliegt noch letzten behördlichen Entscheidungen und soll im ersten Halbjahr 2012 gestartet und von Intercell durchgeführt werden, wobei die Kosten mit Novartis geteilt werden.


Den Angaben zufolge ist der Impfstoffkandidat gegen Pseudomonas aeruginosa von Intercell eines der Entwicklungsprogramme, die von der strategischen Allianz zwischen Intercell und Novartis umfasst sind. Entscheidungen über die weiteren Schritte in diesem Programm hängen von den Daten der geplanten Wirksamkeitsstudie ab und werden die Optionsrechte von Novartis sowie das Recht der Intercell AG, zwischen einer Gewinnbeteiligung oder Meilenstein- und Lizenzzahlungen zu wählen, miteinbeziehen.

Wie das Unternehmen weiter ausführte, soll die Studie vorwiegend in EU Ländern und in bis zu 50 Studienzentren durchgeführt werden. Es werden zwei Studiengruppen verglichen, die neben dem Impfstoffkandidaten bzw. der Plazebo-Impfung den derzeitigen Behandlungsstandard erhalten werden. Die Probanden der Impfstoffgruppe, die etwa 400 künstlich beatmete Intensivpatienten umfasst, sollen innerhalb eines siebentägigen Intervalls zweimal mit der nicht adjuvantierten Produktformulierung geimpft werden, für welche der größte Einfluss auf die Überlebensrate beobachtet worden ist. Der primäre Endpunkt der Studie ist die Sterblichkeit an Tag 28 nach der ersten Impfung in beiden Studiengruppen; sekundäre Ziele sind die Ermittlung der Infektionsrate durch Pseudomonas aeruginosa, infektionsabhängige Sterblichkeit, die Immunantwort der Patienten auf den Impfstoffkandidat sowie dessen Sicherheit und Verträglichkeit.

Die Aktie von Intercell gewann gestern in Wien 0,30 Prozent auf 8,99 Euro. (01.04.2011/ac/n/a)



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