Suche
nach Kursen
 Aktien
 Fonds
 Zertifikate
 Optionsscheine
 Optionen & Futures
nach Artikeln
alle Artikel
nur Analysen
nur News
als Quelle
 
WKN/ISIN/Symbol/Name

Login Depot + Forum
 
Passwort vergessen?


   
Aktuelle Kursinformationen ()
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
-   -   0 0 % /
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
-   -  
 
 
 

Presse: Hermès sieht derzeit keine Gefahr einer Übernahme durch LVMH


23.11.2010
aktiencheck.de

Paris (aktiencheck.de AG) - Der französische Luxusgüterkonzern Hermès International S.A. (ISIN FR0000052292 / WKN 886670) sieht derzeit keine Gefahr einer Übernahme durch den Branchenprimus LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton S.A. (ISIN FR0000121014 / WKN 853292).

"Ich bleibe, solange die Familie mir vertraut", erklärte Hermès-Chef Patrick Thomas in einem Interview mit der "Financial Times Deutschland" (Dienstag). Thomas' Vertrag endet nicht im kommenden Jahr, wie verschiedene Medien berichtet hatten, sondern läuft bis auf Widerruf. In der jetzigen Situation werde er das Unternehmen nicht verlassen, betonte Thomas. Er dementierte eine unmittelbare Übernahmegefahr: "Mindestens für die kommenden 30 Jahre gibt es keinerlei Gefahr, dass Arnault unser Unternehmen kontrollieren kann", glaubt Thomas.

Der überraschende Einstieg von LVMH mit 17,1 Prozent bei Hermès hatte Ende Oktober sowohl in Frankreich als auch in der Branche für Aufruhr gesorgt. Zum einen, weil der hoch profitable Taschen- und Accessoirehersteller Hermès als letztes unabhängiges Kleinod der französischen Luxusbranche gilt. Zum anderen, weil der unangekündigte Einstieg des aggressiven Firmenkäufers Arnault über so genannte Equity-Swaps Zweifel an der Rechtmäßigkeit schürte. Die französische Finanzaufsicht AMF lässt den Einstieg, der ohne Ankündigung erfolgte, obwohl LVMH Meldeschwellen überschritt, derzeit prüfen. Hermès-Chef Thomas hat sich schon entschieden: "Wenn das konform mit den Regeln des Aktienmarkts ist, dann gibt es keine Regeln."


Thomas' Optimismus bezüglich der Uneinnehmbarkeit von Hermès gründet auf der Rechtsform als Kommanditgesellschaft auf Aktien. Der entsprechende Gesellschaftsvertrag sei bereits vor dem Börsengang 1993 entwickelt worden, um eine Übernahme so gut wie unmöglich zu machen. So können allein Nachfahren des Firmengründers aktive Partner werden, die das Unternehmen entweder selbst lenken oder einen externen Unternehmenschef bestimmen, so wie derzeit Patrick Thomas. Auch bestimmen die aktiven Partner die Mitglieder im Board. Momentan halten die drei Erbenfamilien Dumas, Puech und Guerrand 73,4 Prozent der Hermès-Anteile. 51 Prozent hiervon sind laut dem Bericht fest in der Kommanditgesellschaft deponiert, können also nicht verkauft werden.

Thomas stellte den Hermès-Aktionären eine höhere Dividende in Aussicht. "Wir verfügen derzeit über hohe Cashreserven, sind also in der Lage, die Dividende zu erhöhen. Wenn der Kurs so hoch bleibt, dann werden wir das tun müssen", sagte er. Die Entscheidung hierzu treffe jedoch das Board. Eine Gefahr, dass Familienmitglieder ihre Aktien verkaufen, sieht Thomas nicht: "Gibt es eine bessere Geldanlage als Hermès? Ich glaube nicht!"

Um die Exklusivität der Marke, die stark auf handwerkliche Qualität setzt, nicht mit einem zu schnellen Wachstum zu gefährden, setzt der Hermès-Chef zukünftig auf einen zweiten Namen. Shang Xia, eine eigenständige Marke, für die im September ein erster Laden in Schanghai eröffnet wurde, werde zukünftig nicht auf den chinesischen Markt beschränkt bleiben. "Shang Xia wird zu einer globalen Marke werden", kündigte Thomas an, ohne sich auf ein konkretes Umsatzziel festzulegen. Im kommenden Jahr werde ein zweites Shang-Xia-Geschäft in Paris eröffnen und so die Internationalisierung der neuen Marke vorangetrieben.

Die Aktie von Hermès notiert aktuell in Paris mit einem Minus von 0,49 Prozent bei 141,30 Euro. (23.11.2010/ac/n/a)



Erweiterte Funktionen
Artikel drucken Artikel drucken
Weitere Analysen & News mehr
23.05.2023, Börse Stuttgart
Knock-out-Call auf Hermès International ist gefragt - Optionsscheinenews
 

Copyright 1998 - 2026 optionsscheinecheck.de, implementiert durch ARIVA.DE AG