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QIAGEN und Abbott schließen Vereinbarung über molekulare Tests für HIV, HCV und HPV


13.10.2010
aktiencheck.de

KJ Venlo (aktiencheck.de AG) - Der niederländische Biotechnologiekonzern QIAGEN N.V. (ISIN NL0000240000 / WKN 901626) gab am Dienstagabend bekannt, dass er und der US-Pharmakonzern Abbott Laboratories (ISIN US0028241000 / WKN 850103) eine Vereinbarung geschlossen haben, mit der die Testmenüs beider Unternehmen für automatisierte Anwendungen in der klinischen Diagnostik in den USA und Kanada deutlich gestärkt werden. Finanzielle Details wurden nicht genannt.

Den Angaben zufolge sieht die Vereinbarung vor, dass QIAGEN molekulare Testkits zur HIV-1-Viruslastbestimmung in den USA und Kanada erhalten wird, die unter dem Namen QIAGEN vermarktet werden. Dieser Test auf Basis der PCR-Technologie werde es Ärzten erlauben, die individuelle Viruslast bei Patienten mit HIV-Infektionen zu messen. Es werde erwartet, dass das Produkt nach Zulassung durch die US-amerikanische Aufsichtsbehörde FDA im Jahr 2012 erhältlich sein wird. Damit werde QIAGENs Pipeline an Zulassungsverfahren in den USA, die u.a. einen quantitativen Test für den Nachweis von Hepatitis B (HBV) enthalten soll, weiter verstärkt. Zusätzlich werde Abbott in den USA und Kanada unter eigenem Namen einen quantitativen Test für Hepatitis C (HCV) vermarkten, der eigens für die Nutzung auf QIAGENs Automationsplattform QIAsymphony RGQ optimiert sein wird. Vorbehaltlich der Zulassung durch die FDA soll dieser Test ab Ende 2012 erhältlich sein, hieß es.

Wie weiter mitgeteilt wurde, wird QIAGEN bestimmte Schlüsselprodukte für einen PCR-basierten HPV-Test (Humanes Papillomavirus) für die USA und Kanada an Abbott liefern. Dieses Testverfahren wird auf Abbotts Laborautomatisierungssystem m2000 für Durchsätze bis zu 96 Proben pro Durchgang laufen. QIAGEN selbst wird den HPV-Screeningmarkt weiterhin mit seiner Automationsplattform QIAensemble adressieren, die bis zu 2.000 Patientenproben pro Schicht verarbeiten kann und speziell für Präventionstests entwickelt worden ist. Die Rechte an Technologien, auf denen QIAGENs derzeitige und kommende Generation an HPV-Screeningtests basieren, bleiben von der Vereinbarung unberührt.

Die Aktie von QIAGEN notierte gestern zuletzt bei 12,73 Euro (+2,58 Prozent), die von Abbott Laboratories bei 53,51 Dollar (+1,33 Prozent). (13.10.2010/ac/n/a)


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