Suche
nach Kursen
 Aktien
 Fonds
 Zertifikate
 Optionsscheine
 Optionen & Futures
nach Artikeln
alle Artikel
nur Analysen
nur News
als Quelle
 
WKN/ISIN/Symbol/Name

Login Depot + Forum
 
Passwort vergessen?


   
Aktuelle Kursinformationen ()
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
-   -   0 0 % /
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
-   -  
 
 
 

Verbund veröffentlicht Halbjahresergebnis 2009


28.07.2009
Ad hoc

Wien (aktiencheck.de AG) - Der Verbund (ISIN AT0000746409 / WKN 877738), Österreichs führendes Elektrizitätsunternehmen, präsentiert in den Quartalen 1-2/2009 eine gute operative Ergebnisentwicklung, die jedoch durch negative Einmaleffekte gekennzeichnet ist.

Gegenüber dem Rekordjahr 2008 stiegen die Umsatzerlöse um 1,1% auf 1.667,8 Mio. EUR, sank das Operative Ergebnis um 5,4% auf 533,7 Mio. EUR und reduzierte sich das Konzernergebnis um 16,1% auf 359,9 Mio. EUR. Die steuerungsrelevanten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen entwickelten sich wie folgt: Die EBIT-Marge sank von 34,2% auf 32,0%, das Gearing erhöhte sich von 71,5% auf 98,9% und der operative Cashflow fiel von 950,3 Mio. EUR auf 540,1 Mio. EUR. Der Economic Value Added (EVA), die für den Verbund-Konzern steuerungsrelevante Kennzahl für die Wertschaffung, sank um 92,2 Mio. EUR auf 242,9 Mio. EUR.

Kennzahlen Einheit Q1-2/2008 Q1-2/2009 Veränderung

Umsatzerlöse
Mio. EUR 1.649,2 1.667,8 1,1%
Operatives Ergebnis
Mio. EUR 564,2 533,7 -5,4%
Konzernergebnis
Mio. EUR 429,0 359,9 -16,1%
Economic Value Added
Mio. EUR 335,1 242,9 -27,5%
Gearing % 71,5 98,9 -38,3%
Operativer Cashflow
Mio. EUR 950,3 540,1 -43,2%

Niedrige Spotmarktpreise und Einmaleffekte belasten Ergebnis

Die Ergebnisentwicklung war im Wesentlichen von niedrigen europäischen Spotmarkt-Preisen für Strom, einer überdurchschnittlichen Wasserführung und negativen Einmaleffekten geprägt.

Das Spotmarkt-Preisniveau für Strom ging in den Quartalen 1-2/2009, verglichen mit dem Vorjahr, stark zurück, und zwar um 35% für Bandstrom und um 36% für Spitzenstrom. Dieser Rückgang spiegelt das gesunkene Niveau der CO2-Spotmarktpreise, die wesentlich niedrigeren Preise für Primärenergieträger und die geringere Nachfrage für Strom wider. Auch die Preise für Quartals- und Monatsforwards für Strom sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Der Verbund verkauft etwa 40% seiner Eigenerzeugung auf Basis von Spotmarktpreisen sowie Quartals- und Monatsforwards. Die restlichen 60% wurden im Rahmen der bewährten Hedging-Strategie bereits ein Jahr im Voraus, zu noch deutlich höheren Strompreisen verkauft.


Positiv auf das Quartalsergebnis wirkte die überdurchschnittliche Wasserführung in Österreichs Fließgewässern. Der Erzeugungskoeffizient lag in den Quartalen 1-2/2009 mit 1,07 um 7% über dem vieljährigen Durchschnitt und um 3% über dem Vorjahreswert. Somit konnte in den Laufkraftwerken mehr Storm erzeugt werden. Aber auch die Erzeugung der Speicherkraftwerke konnte infolge der gegenüber 2008 höheren Speicherstände zu Jahresbeginn und hervorragender Zuflussbedingungen aus der Schneeschmelze gesteigert werden. Die Wasserkrafterzeugung des Verbund-Konzerns stieg insgesamt um 4,0% oder 519 GWh. Diese zusätzlichen Mengen konnten überwiegend allerdings nur auf Basis des oben beschriebenen geringen Spotmarktpreisniveaus verkauft werden, wodurch der positive Effekt der zusätzlichen Mengen gedämpft wurde. Die thermische Erzeugung zeigte im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des geringen Spotmarktpreisniveaus einen Rückgang um 16,4% oder 230 GWh. Die Erzeugung aus Wind und Sonne betrug in den Quartalen 1-2/2009 59 GWh. Insgesamt stieg die Eigenerzeugung um 347 GWh auf 14.765 GWh.

Die Ergebnisentwicklung des Verbund war, wie schon im Quartal 1/2009, von bilanziellen Sondereffekten geprägt, die in Summe negative Auswirkungen auf das Operative Ergebnis im Ausmaß von rund 65 Mio. EUR und auf das Finanzergebnis im Ausmaß von rund 10 Mio. EUR hatten.

Starke Position gefestigt

Trotz des schwierigen Marktumfeldes konnte der Verbund seine starke Position im europäischen Strommarkt weiter festigen. Im Juni 2009 hat der Verbund mit der deutschen E.ON einen Kaufvertrag über 13 Laufwasserkraftwerke am bayerischen Inn mit einer installierten Leistung von 312 MW und einer jährlichen Erzeugung von 1.847 GWh unterzeichnet. Gestärkt hat der Verbund auch seine Position als führendes Elektrizitätsunternehmen in Österreich: Der Konzern wird den Landesenergieversorgern EVN und Wien Energie zwischen 2010 und 2013 insgesamt 10 TWh Wasserkraftstrom liefern. Auch die Auslandsengagements des Verbund entwickeln sich positiv. In Frankreich erwirbt der Verbund vom Aktionär Charles Beigbeder und seiner Holding Gravitation 13,4% am Joint Venture Poweo. Damit erhöht der Verbund seine Beteiligung auf insgesamt rund 43,3% und wird damit größter Einzelaktionär.

Ausblick

Trotz weiterhin schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und trotz rückläufiger Halbjahresergebnisse strebt der Verbund auf Basis eines stabilen operativen Geschäftes für das Gesamtjahr 2009 weiterhin annähernd gleichbleibende Ergebnisse wie im Vorjahr an.

Detailinformationen zum Zwischenergebnis Quartale 1-2/2009 finden Sie unter http://www.verbund.at/. Dort steht Ihnen ab sofort der Zwischenbericht auch als benutzerfreundliche Online-Version zur Verfügung.

Kontakt:

Mag. Andreas Wollein
Leiter Finanzmanagement und Investor Relations
T.: +43 (0)5 03 13 - 52604
F.: +43 (0)5 03 13 - 52694
mailto:investor@verbund.at (Ad hoc vom 28.07.2009) (28.07.2009/ac/n/a)



Erweiterte Funktionen
Artikel drucken Artikel drucken
Weitere Analysen & News mehr
29.05.2015, HSBC Trinkaus & Burkhardt
Neue Call-Optionsscheine auf VERBUND - Optionsscheinenews
09.05.2012, HSBC Trinkaus & Burkhardt
Neue Optionsscheine auf Verbund
21.02.2011, HSBC Trinkaus & Burkhardt
Neue Optionsscheine auf Verbund
 

Copyright 1998 - 2026 optionsscheinecheck.de, implementiert durch ARIVA.DE AG