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Philip Morris will Biersparte verkaufen


08.04.2002
Investor-Village

Philip Morris (WKN 851777) will seine Biersparte Miller Brewing abstoßen, so die Wertpapierexperten von "Investor-Village".

Am Freitag habe der Konzern bekannt gebeben, in entsprechenden Verhandlungen mit der südafrikanischen Brauerei South African Breweries (SAB) zu stehen. Komme der Deal in der bisher bekannten Größenordnung zu Stande, erhielte Philip Morris 5 Milliarden USD. Der Miller-Jahresumsatz betrage 4,244 Mrd. USD$. Der Verkauf mache für beide Parteien Sinn.

In den USA würden vier Konzerne den Biermarkt dominieren. Dies seien Anheuser-Busch, Miller, Coors und Pabst. Anheuser-Busch besitze einen Marktanteil von rund 50%, die Biersparte von Philip Morris komme auf etwa 20%. Coors und Pabst würden mit zusammen etwa 16% eine untergeordnete Rolle spielen. Der Rest des Marktes sei zersplittert. In der Welt belege Miller Brewing Platz 6.


Anheuser-Busch (bekannteste Marke: Budweiser) habe im vergangenen Jahr mit einem Umsatzanstieg von gut 22% geglänzt. Bei Miller Brewing sei der Umsatz um 3% zurückgegangen. Im Jahr 2000 habe Miller ein sehr geringes Umsatzplus von 2,3% gemacht. 1999 sei letztmals mit +7,3% ein akzeptabler Umsatzanstieg erzielt worden.

Damit habe Philip Morris vor der Wahl gestanden, das Geschäft auszubauen, um den Abstand zum Marktführer zu verringern oder sich vom Biergeschäft ganz trennen. "Big Mo" habe sich ganz offensichtlich für die zweite Variante entschieden. Dafür dürften neben der erwähnten Umsatzentwicklung vor allem zwei Gründe eine Rolle gespielt haben. Um zum Marktführer Anheuser-Busch aufzuschließen, wäre ein enormer finanzieller Kraftakt notwendig. Philip Morris schlage sich in der Tabaksparte schon seit Jahren mit Schadenersatzklagen herum. Auch alkoholhaltige Getränke seien berechtigterweise Gegenstand von Diskussionen zur Suchtgefahr. Die Trennung vom Biergeschäft dürfte Philip Morris helfen, das eigene Image aufzupolieren.

Auch für die SAB mache das Geschäft Sinn. Die südafrikanische Brauerei liege im globalen Vergleich auf Rang vier nach Anheuser-Busch, der belgischen Interbrew und der niederländischen Heineken. Gerüchten zufolge solle in den Überlegungen von SAB auch eine Fusion mit Miller und dem britischen Großbrauer Scottish & Newcastle Plc eine Rolle spielen. Käme es zu einem solchen Zusammenschluss, würde sich SAB im internationalen Konzert sogar in die Führungsposition katapultieren.

Ein Abschluss mit Philip Morris besitze aber auch aus anderen Gründen eine hohe Erfolgswahrscheinlichkeit. SAB expandiere nicht nur in Afrika, sondern auch in China und Osteuropa. Diese Märkte böten neben hohen Wachstumsraten auch erhebliche Risiken, beispielsweise auf der Währungsseite. Der Kauf von Miller würde auch in dieser Hinsicht für SAB eine Stabilisierung bedeuten.




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