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Presse: General Motors - Opel-Spitzentreffen ohne Ergebnis


28.05.2009
aktiencheck.de

Detroit, MI (aktiencheck.de AG) - Die Entscheidung über die Zukunft von Opel, der Tochter des angeschlagenen US-Autoherstellers General Motors Corp. (GM) (ISIN US3704421052 / WKN 850000), ist vertagt worden. Demnach blieb der erhoffte Durchbruch beim Gipfel im Kanzleramt aus, wobei sich eine Nachforderung der Opel-Mutter GM von 300 Mio. Euro als Knackpunkt herausstellte.

Wie die "Financial Times Deutschland" am Donnerstag berichtet, konnte sich eine Spitzenrunde im Kanzleramt nicht auf abschließende Ergebnisse verständigen. Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) hätten dabei vor allem GM und der US-Regierung die Schuld daran gegeben, dass auch nach mehr als elfstündigen Gesprächen nicht der erhoffte Durchbruch geschafft wurde.

"Wir haben noch nicht die Sicherheiten, die wir brauchen, um eine Überbrückungsfinanzierung bereits heute zusichern zu können", so Guttenberg. "Wir dürfen einmal mehr feststellen, dass das Verhalten der Verantwortlichen bei General Motors, sei es in Detroit, aber leider auch in Europa, durchaus auch zu wünschen übrig lässt."


Ursprünglich wollte die Bundesregierung die Opel-Zukunft mit einem Überbrückungskredit in Höhe von 1,5 Mrd. Euro und einem Treuhandmodell sichern. Laut der Zeitung hat GM jedoch unerwartet weiteren Finanzbedarf angemeldet. "Es sind ungefähr 300 Mio. Euro, die kurzfristig abgedeckt werden müssen", sagte Steinbrück. Die US-Regierung würde sich zudem gegen das Treuhandmodell sperren.

Wie die Zeitung weiter berichtet, sollen die Probleme bei einem Treffen am Freitag ausgeräumt und doch noch ein Durchbruch für Opel erzielt werden. Alle Beteiligten hätten sich zuversichtlich über die Erfolgsaussichten geäußert.

Von den bisher vier Interessenten an einer Opel-Übernahme seien laut Steinbrück noch drei im Rennen - der italienische Automobil- und Industriekonzern Fiat S.p.A. (ISIN IT0001976403 / WKN 860007), der kanadische Automobilzulieferer Magna International Inc. (ISIN CA5592224011 / WKN 868610) und der chinesische Autobauer BAIC. Der US-Finanzinvestor RHJ sei ausgeschieden.

Erst am gestrigen Mittwoch meldete der GM-Konzern, dass das Umtauschangebot an seine Gläubiger erfolglos abgelaufen ist. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der ehemals weltgrößte Automobilhersteller in den kommenden Tagen einen Insolvenzantrag stellen muss. Presseberichten zufolge will sich die US-Regierung im Zuge des Insolvenzverfahrens 70 Prozent der GM-Anteile sichern.

Die Aktie von General Motors schloss gestern an der NYSE bei 1,15 Dollar. (28.05.2009/ac/n/a)



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