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OMV verbucht kräftiges Ergebnisplus, Verzicht auf MOL-Übernahme


06.08.2008
aktiencheck.de

Wien (aktiencheck.de AG) - Der österreichische Mineralölkonzern OMV AG (ISIN AT0000743059 / WKN 874341) konnte im ersten Halbjahr dank der rekordhohen Ölpreisnotierungen einen kräftigen Ergebnisanstieg vorweisen.

Wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, verbesserte sich der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Vorjahresvergleich von 1,07 Mrd. Euro auf 1,75 Mrd. Euro. Um Einmaleffekte bereinigt wurde ein EBIT-Anstieg von 76 Prozent auf 1,88 Mrd. Euro ausgewiesen. Beim Periodenüberschuss nach Minderheiten verzeichnete OMV einen Anstieg von 743 Mio. Euro auf 1,13 Mrd. Euro. Der Gesamtumsatz verbesserte sich dank gestiegener Absatzpreise von 9,18 Mrd. Euro auf 12,92 Mrd. Euro.


"Wir freuen uns über den kontinuierlichen Fortschritt, den OMV erzielt hat, sichtbar in allen Bereichen durch stärkere Ergebnisse in den ersten sechs Monaten verglichen zum Vorjahr. Speziell in Exploration und Produktion ist das Umfeld weiterhin sehr vorteilhaft und auch Petrom trug erneut erheblich zum Konzernergebnis bei. Unser breit aufgestelltes E&P-Portfolio unterstreicht unsere Stärke, vor allem auch die neuen Entwicklungen in Neuseeland, Kasachstan, Jemen und Österreich, die im zweiten Halbjahr die Produktion aufnehmen werden. Für die Zukunft erwarten wir weiterhin hohe Ölpreise, wenngleich unter dem Rekordniveau des ersten Halbjahrs. Unsere Raffineriemargen hingegen werden auch zukünftig durch die hohen Rohölkosten negativ beeinflusst. Neue Produktionsmengen in E&P, zusammen mit den fortschreitenden Optimierungsmaßnahmen bei Petrom, sollten dieser Entwicklung jedoch entgegenwirken. Auch in Zukunft werden wir die erheblichen Cashflows, die der Konzern erzielt, in die weitere Entwicklung und das Wachstum unseres hochwertigen Portfolios investieren", erklärte der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Ruttenstorfer.

Wie der Konzern weiter erklärte, wird man von einem geplanten Zusammenschluss mit der ungarischen MOL Abstand nehmen und das am 25. September 2007 angekündigtes Übernahmeangebot in Höhe von 32.000 Ungarischen Forint (HUF) je Anteilschein von MOL zurückziehen. Die Unterbreitung des Übernahmeangebots für MOL sollte unter der Voraussetzung erfolgen, das bestimmte Hindernisse beseitigt werden, aufgrund derer es derzeit nicht möglich ist, die Mehrheit der Stimmrechte an MOL zu erwerben. Zudem hatte die europäische Wettbewerbsbehörde Bedenken gegen einen Zusammenschluss der beiden Ölkonzerne angemeldet. Die in diesem Zusammenhang von OMV vorgeschlagenen Abhilfemaßnahmen seien bei der Europäischen Kommission jedoch nicht auf Zustimmung gestoßen. Angesichts dieser Umstände werde man einen Zusammenschluss mit MOL nicht mehr weiterverfolgen, teilte OMV weiter mit.

Die Aktie von OMV notiert aktuell in Wien mit einem Plus von 6,46 Prozent bei 45,06 Euro. (06.08.2008/ac/n/a)



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