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Stora Enso will Werke Reisholz und Berghuizer schließen 04.10.2006
aktiencheck.de
Stockholm (aktiencheck.de AG) - Der finnische Forstindustriekonzern Stora Enso Oyj (ISIN FI0009005961 / WKN 871004) meldete am Mittwoch, dass er das deutsche Werk Reisholz und das niederländische Werk Berghuizer schließen will. Die geplanten Stilllegungen sind Gegenstand lokaler Verhandlungen. Das finnische Werk Summa und das deutsche Werk Uetersen setzen ihren Betrieb fort und verbessern weiterhin ihre finanzielle Ertragskraft.
Die genannten vier Werke wurden seit der Ankündigung des Asset Performance Review (APR) im Oktober 2005 einer genauen Prüfung unterzogen. In dem seither vergangenen Jahr haben alle vier Werke eine Anzahl von Maßnahmen zur Steigerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit ergriffen. Nach Durchführung dieser Maßnahmen wurde die Leistung jedes Werks anhand einer Reihe von finanziellen und operativen Maßstäben bewertet, wobei langfristige Rentabilität und strategische Eignung die Hauptkriterien waren.
Das Werk Reisholz, das zur Division Publication Paper gehört, soll stufenweise bis Ende 2007 stillgelegt werden. Grund dafür ist seine mangelhafte Rentabilität. Auf die Entscheidung wirkten sich auch die weiterhin steigenden Energie- und Holzpreise in Deutschland aus. Reisholz hat 378 Mitarbeiter und produziert mit einer jährlichen Produktionskapazität von 215.000 Tonnen aufgebessertes SC-Papier.
Das Werk Berghuizer, das zur Division Fine Paper gehört, soll im Laufe des Jahres 2007 stillgelegt werden. Grund für die Schließung ist die mangelnde Rentabilität. Berghuizer hat 297 Mitarbeiter und produziert mit einer Jahreskapazität von 235.000 Tonnen holzfreies ungestrichenes Feinpapier (z.B. Kopier- und Druckpapier).
Stora Enso beabsichtigt, nach erfolgter Schließung die Kunden von Reisholz und Berghuizer mit Papier aus ihren anderen Werken zu versorgen.
Stora Enso wird im dritten Quartal 2006 im Zusammenhang mit den geplanten Schließungen Rückstellungen und Abschreibungen in Höhe von 271 Mio. Euro ausweisen. Von den Rückstellungen werden etwa 180 Mio. Euro mit der Durchführung der jeweiligen Maßnahmen zahlungswirksam. Ein beträchtlicher Teil der Barkosten wird voraussichtlich durch Einnahmen aus möglichen Anlagenverkäufen ausgeglichen.
Reisholz und Berghuizer erwirtschafteten in den ersten sechs Monaten des Jahres 2006 einen Außenumsatz von insgesamt 142 Mio. Euro. Im selben Zeitraum war das Betriebsergebnis der beiden Werke insgesamt leicht negativ. Das Umlaufvermögen belief sich Ende Juni 2006 auf 30 Mio. Euro.
Das Betriebsergebnis des Konzerns im dritten Quartal wird voraussichtlich negativ beeinflusst durch relativ hohe Kosten von Wartungsstillständen und durch unvermeidbare marktbedingte Produktionseinschränkungen im Bereich der gestrichenen Zeitschriftenpapiere sowie ferner durch Kosten im Zusammenhang mit einem Tarifkonflikt infolge von Maschinenstilllegungen im Werk Corbehem. Im vierten Quartal werden sich die marktbezogenen Produktionseinschränkungen sowie die Kosten durch einen Tarifkonflikt im Werk Corbehem weiterhin auswirken, zusätzlich zu den negativen Auswirkungen der stufenweisen Wiederinbetriebnahme des Werks Port Hawkesbury.
Die Aktie von Stora Enso notiert in Helsinki aktuell bei 11,74 Euro (-2,09 Prozent). (04.10.2006/ac/n/a)
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