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bwin wehrt sich gegen Untersagungsverfügungen 10.08.2006
aktiencheck.de
Wien (aktiencheck.de AG) - Der österreichische Sportwettenanbieter bwin Interactive Entertainment AG (ISIN AT0000767553 / WKN 936172), der einst unter BETandWIN.com Interactive Entertainment AG firmierte, äußerte sich am heutigen Donnerstag zu den gegen ihn erwirkten Untersagungsverfügungen.
Die bwin e.K., an der die bwin Interactive Entertainment AG (bwin) zu 50 Prozent atypisch still beteiligt ist, verfügt seit dem Jahr 1990 über eine gültige Gewerbeerlaubnis, die zum Anbieten und zur Vermittlung von Sportwetten berechtigt. Diese Gewerbeerlaubnis wurde in der Vergangenheit im Zuge zahlreicher Verfahren, die alle im Sinn des Inhabers der bwin e.K., Dr. Steffen Pfennigwerth, entschieden wurden, angegriffen. So hatte der Bundesgerichtshof als höchstes deutsches Zivilgericht im Zuge eines Wettbewerbsverfahrens im Oktober 2001 rechtskräftig entschieden, dass die Gewerbegenehmigung "nicht nichtig" wäre.
Die oben angeführte Gewerbeerlaubnis wurde nicht zurückgenommen, jedoch wurde Dr. Pfennigwerth mittels Untersagungsverfügung die Geschäftstätigkeit auf dem Weg des Sofortvollzugs verboten. Bei Nichtbeachtung binnen 14 Tagen drohen Zwangsgelder. Gleichzeitig hat das Regierungspräsidium Chemnitz der bwin - ebenfalls mit einer Frist von 14 Tagen - untersagt, im Freistaat Sachsen über die Domains bwin.com zu werben. Offensichtlich soll unter massiver Einflussnahme seitens der Politik versucht werden, die Aufrechterhaltung des europarechtswidrigen und verfassungswidrigen deutschen Monopols so lange als möglich zu gewährleisten.
Dr. Pfennigwerth und bwin werden sämtliche Rechtsmittel erheben und alles daran setzen, dass die Untersagungsverfügungen innerhalb der vom Regierungspräsidiums gesetzten Frist von zwei Wochen vom Verwaltungsgericht Dresden aufgehoben werden. Dr. Pfennigwerth hat darüber hinaus angekündigt, als Folge der Untersagung seiner Geschäftstätigkeit - im Fall des Vollzugs - Schadenersatzansprüche gegen das Land Sachsen im Umfang von rund 500 Mio. Euro geltend zu machen.
Die Aktie von bwin notiert in Wien derzeit bei 22,81 Euro (-0,78 Prozent). (10.08.2006/ac/n/a)
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