|
 |
|
| |
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| - |
- |
0 |
0 % |
/ |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
|
|
- |
- |
| |
|
|
| |
|
|
| |
Philip Morris zweite Klage 07.08.2001
Investor-Village
Die Europäische Kommission hat gestern im Namen der Gemeinschaft und mehrerer Mitgliedsstaaten eine zweite Klage gegen die amerikanischen Zigarettenhersteller Philip Morris (WKN 851777) und RJ Reynolds eingereicht.
Vorgeworfen werde den beiden Tabakgiganten die Beteiligung am Zigarettenschmuggel in die Europäische Union. Durch Zigarettenschmuggel würden der EU pro Jahr etwa zwei Milliarden Euro entgehen. Die Zivilklage stütze sich auf ein US-Gesetz ("US Racketeer influenced and Corrupt Organisations Act"), das Bürgern und Unternehmen vor Machenschaften der organisierten Kriminalität schützen solle.
Am 3. November vergangenen Jahres habe die Kommission schon einmal eine Klage eingereicht, der sich in diesem Jahr zehn Mitgliedsstaaten, darunter auch Deutschland, angeschlossen hätten.
In der Klageschrift sei zum Beispiel dargelegt worden, dass RJ Reynolds in die Karibik nur noch Klimmstengel mit dicker Verpackung liefere. Zigarettenschmuggler hätten sich vorher beim US-Konzern beschwert, dass Schmuggelware, die von den Vereinigten Staaten über die Karibik nach Europa verschifft werde, schließlich anderen Belastungen als normale Ware ausgesetzt sei. Lästige Transportschäden sollten doch bitte schön minimiert werden. Philip Morris hingegen verkaufe massenweise Zigaretten an ein Tochterunternehmen nach Belgien. Von dort aus seien die Klimmstengel weiter nach Mittelamerika geschippert, um von da wieder zurück in die Europäische Union zu gelangen. Das sei schon ein sehr merkwürdiges Verhalten der US-Tabakgiganten.
Mit dieser ersten Klage sei die Europäische Kommission jedoch am 17. Juli diesen Jahres vor einem US-Bezirksgericht in New York abgeblitzt. Die direkte Auswirkung von Zollausfällen auf den EU-Haushalt habe nicht nachgewiesen werden können. Ausgeschlossen worden sei allerdings nicht, dass Mitgliedsstaaten geschädigt worden seien. Das habe die EU ermutigt, erneut eine Klage einzureichen.
Philip Morris und RJ Reynolds hätten die Vorwürfe zurückgewiesen. Die Unterstellung, sich am Zigarettenschmuggel zu beteiligen, wäre unhaltbar.
Die Klage der EU ist eine zusätzliche Belastung der Tabakkonzerne, die bereits mit gigantischen Schadensersatzforderungen der amerikanischen Gesundheitskassen und an Krebs erkrankten Rauchern zu kämpfen haben, so die Experten von "Investor-Village".
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|