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Strabag Österreich Aktionärsbrief 29.09.1998
Ad hoc
Bei der 12. Ordentlichen Hauptversammlung konnten Vertreter von 73,6% des Grundkapitals begrüßt werden. Der Vorstand berichtete über ein erfolgreiches Baujahr 1997. Auf Basis der guten Ergebnissituation beschloß die Hauptversammlung erneut eine Dividende von 25% und somit eine Gesamtausschüttung von 52,2 Mio. ÖS. Umstrukturierung Rückwirkend mit 1.1.1998 erfolgte die Umfirmierung der STRABAG Österreich AG (WKN 728300) in die STRABAG Österreich Beteiligungs AG und die Ausgliederung des Baubetriebs in die STRABAG Österreich Aktiengesellschaft "NEU". Die börsennotierte STRABAG Österreich Beteiligungs AG fungiert als Holding für die darunter operativ tätigen Teilkonzerne STRABAG Österreich, STUAG, STRABAG Hungaria, STRABAG CR. Mit dieser Maßnahme wird der Gewichtung insbesonders am österreichischen Markt, Rechnung getragen.
Übernahmeangebot Bau Holding
Die Bau Holding AG hat am 4. August 1998 den Streubesitzaktionären der STRABAG Österreich Beteiligungs AG ein Übernahmeangebot in Höhe von ÖS 800.- je Aktie von der Nominale ÖS 100.- unterbreitet. Erklärtes Ziel dieser Maßnahme ist es, die Voraussetzung für weitere Strukturveränderungen im Hinblick auf eine Reduktion der börsenotierten Gesellschaften im Konzern zu schaffen. Parallel dazu wurde eine Kapitalerhöhung im Ausmaß von 70 Mio. ÖS. im Rahmen des genehmigten Kapitals von 105 Mio. ÖS durchgeführt. Der Ausgabekurs betrug ebenfalls ÖS 800.- je Nominale ÖS 100.-. Mit dieser Kapitalerhöhung wird der Erwerb der zweiten 50% der Anteile an der STUAG Bau-Aktiengesellschaft, Wien, finanziert.
Konjunkturelle Entwicklung der Bauwirtschaft (Österreich)
Die Baukonjunktur entwickelte sich im ersten Quartal des laufenden Jahres witterungsbedingt sehr gut. Die meisten Indikatoren weisen auf eine weitere, wenn auch verhaltene, Steigerung der Nachfrage nach Bauinvestitionen hin. In der Sparte Hochbau ist die Nachfrage nach Adaptierungsarbeiten rege; auch der Sonstige Hochbau entwickelte sich sehr gut. Der Wohnhausbau schwächte sich wie prognostiziert von einem hohen Niveau ausgehend ab. Der Tiefbau zeigte - durch die milde Witterung zu Jahresbeginn bevorzugt - ein bemerkenswertes Wachstum.
Ungarn
Die Erholung der Bauwirtschaft 1997, nach den Rezessionsjahren 1995 und 1996, hält auch im laufenden Baujahr an. Die Indikatoren zeigen, daß die Dynamik weiter steigen könnte. Die größte Entwicklung ist vor allem im Hochbau und in den dazugehörigen Montageindustriearbeiten zu sehen, wobei im Wohnungsbau die Stagnation anhält. Grundsätzlich kann auf Basis der Auftragsbestände und der abzusehenden verstärkten Investitionstätigkeit der öffentlichen Hand von einem guten Baujahr 1998 ausgegangen werden.
Tschechien
Die schwierige Wirschaftssitutation in Tschechien zeigt aufgrund der daraus resultierenden Zurückhaltung der Privatinvestoren ihre Auswirkung auf die Bauwirtschaft. Darüber hinaus wurden die Direktinvestitionen der öffentlichen Hand stark gekürzt. Eine Verbesserung der Situation könnten die Projektfinanzierungen durch europäische Institutionen im Bereich von Infrastrukturinvestitionen ergeben. Es ist davon auszugehen, daß die tschechische Bauwirtschaft einem weitergehenden Umstrukturierungsprozeß und Strukturveränderungen unterworfen wird.
Geschäftsverlauf der STRABAG ÖSTERREICH BETEILIGUNGS AG
Entwicklung der Gesamtleistung
Die STRABAG Österreich konnte auch im ersten Halbjahr 1998 ihr Wachstum fortsetzen. Neben den inländischen Aktivitäten ist vor allem der ungarische Markt hervorzuhe ben, in welchem sich die Gruppe ausgezeichnet bewährt. Insgesamt stieg die Gruppenbauleistung zum 30.6.1998 auf 6,05 Mrd. ÖS gegenüber 5,23 Mrd. ÖS im Vorjahr. Wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung hatte die Sparte Hochbau im In- und Ausland sowie der Tiefbau im Ausland.
Bauleistung Gruppe in Mrd. ÖS per 30.6. 1997 1998
Veränderung
Inland 3,40 3,67 +7,9% Ungarn 0,61 0,96 +57,4% Tschechien 0,32 0,37 +15,6% Sonstiges Ausland 0,90 1,05 +16,7% Summe 5,23 6,05 +15,7%
STRABAG ÖSTERR.KONZERN
Hochbau Inland 1,69 1,94 +14,8% Tiefbau Inland 1,71 1,73 +1,2% Summe Inland 3,40 3,67 +7,9%
Hochbau Ausland 0,44 0,56 +27,3% Tiefbau Ausland 1,39 1,82 +30,9% Summe Ausland 1,83 2,38 +30,1%
Auftragsentwicklung
Der Auftragsstand veränderte sich zum Stichtag 30.6 von 7,66 Mrd. ÖS ( 1997 ) auf 7,36 Mrd. ÖS ( 1998 ). Der Rückgang begründet sich im wesentlichen aus der Abarbeitung der laufenden Großprojekte in Ungarn und der Türkei. Der Auftragseingang erhöhte sich im Vergleichszeitraum zum Vorjahr von 5,67 Mrd. ÖS auf 6,30 Mrd. ÖS, wobei insbesondere im Hochbau einige bedeutsame Projekte hereingenommen wurden.
Auftragsstand in Mrd. ÖS per 30.6. 1997 1998
Veränderung
Inland 4,17 4,75 +13,9% Ausland 3,49 2,61 -25,2% Insgesamt 7,66 7,36 -3,9%
Auftragseingang 5,67 6,30 +11,1%
Investitionen
Im STRABAG Konzern betrugen die Investitionen per 30.6.1998 118,9 Mio. ÖS gegenüber 139,7 Mio. ÖS. im Vorjahr. Die Investitionen erfolgten im wesentlichen im Bereich der Sachanlagen, wobei der Modernisierung des Maschinenparks größte Priorität zuerkannt wird.
Investitionen KONZERN in Mio.öS per 30.6.1998
1997 1998 STRABAG Konzern 139,7 118,9 STUAG Konzern ( 50% ) 34,8 52,3
Mitarbeiter
Der Stand der Mitarbeiter der STRABAG Gruppe betrug zum Stichtag 10.954 (1997 11.265). Der Rückgang ist im wesentlichen auf Reorganisationsmaßnahmen in Tschechien und im Konzern der STUAG zurückzuführen.
Personalentwicklung per 30.6. 1997 1998
Veränderung
STRABAG Österreich 3.725 3.805 +2,1% STRABAG Hungaria 2.429 2.447 +0,7 STRABAG CR 2.214 2.032 -8,2% STUAG 50% 2.897 2.670 -7,8% Gesamt 11.265 10.954 -2,8%
Ergebnis
Zur Hebung der Aussagefähigkeit und der Kontinuität wurde das Halbjahresergebnis nach der "Percentage of Completion Method" dargestellt, indem die zum 30.6. unfertigen,- jedoch zum Jahresende abgeschlossenen, Projekte mit ali quoten Schlußrechnungserlösen, unter Berücksichtigung eines Abschlages bewertet wurden.
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Mio.öS 1996 1997 1998
per 30.6 62,0 75,8 83,2 per 31.12 152,7 272,9
Die gute wirtschaftliche Situation der STRABAG Österreich zeigt ihren Niederschlag im Halbjahresergebnis, welches sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um rund 10% erhöhte. Ausblick Für das zweite Halbjahr 1998 ist von einem weiteren, wenn auch abgeschwächten,Wachstum auszugehen. In Summe wird ein reales Wachstum von 1,5% des Bauproduktionswertes prognostiziert. Mit diesem Trend dürfte sich die Situation der Bauwirtschaft stabilisieren, eine weitere Erholung kann erwartet werden. Die STRABAG Österreich Gruppe erwartet für das laufende Baujahr eine Gesamtleistung von rund 14,8 Mrd. ÖS. Dies bedeutet eine Leistungssteigerung gegenüber dem Vorjahr von 4,2%. Hervorzuheben sind die Aktivitäten in Ungarn, die einen wesentlichen Beitrag zum Konzernergebnis liefern werden. Die in Angriff genommenen organisatorischen Maßnahmen im Zuge der Umstrukturierung zeigen bereits die erwarteten positiven Effekte. Nach dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zum 31.12.1997 in Höhe von 272,9 Mio. ÖS erwartet der Vorstand für 1998 eine weitere Verbesserung. Die STRABAG Österreich kann sich damit auf einem nach wie vor schwierigen Markt erfolgreich behaupten und ein zufriedenstellendes Ergebnis erwirtschaften.
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