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Warner Music: EuG-Urteil gegen Sony Music/BMG sorgt für Kurssturz


13.07.2006
aktiencheck.de

New York (aktiencheck.de AG) - Die Aktie der Warner Music Group Corp. (WMG) (ISIN US9345501046 / WKN A0EAC8) gehört am heutigen Donnerstag zu den größten Verlierern an der New Yorker Börse.

Hintergrund für die Abschläge von fast 15 Prozent ist ein Urteil des Europäischen Gerichts erster Instanz (EuG). Dabei hatte das Gericht die Genehmigung der Europäischen Kommission zur Fusion von Sony Music und BMG, der beiden Musiksparten der Sony Corp. (ISIN JP3435000009 / WKN 853687) und der Bertelsmann AG (ISIN DE0005229900 / WKN 522990) für nichtig erklärt.


Dabei hatte die Wettbewerbsbehörde der EU im Jahr 2004 grünes Licht für den Zusammenschluss der Musiksparten des japanischen Unterhaltungselektronik-Konzerns Sony und des deutschen Medienkonzerns Bertelsmann gegeben. Laut dem EuG sind der Kommission hier jedoch Fehler bei der Prüfung der Transaktion unterlaufen. Demnach habe sie nicht ausreichend nachgewiesen, dass durch die Schaffung eines Gemeinschaftsunternehmens keine dominante Marktposition entstehen würde.

Das EuG, das dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) angegliedert ist, hat mit der jüngsten Entscheidung den Gegnern der Fusion Recht gegeben. Im November 2004 hatte die Impala-Gruppe, die unabhängige Plattenfirmen repräsentiert, die Entscheidung der Europäischen Kommission im Fall Sony Music/BMG vor Gericht gebracht. Aufgrund des EuG-Urteils muss die Europäische Kommission die Fusion von Sony Music und BMG nun erneut überprüfen. Jedoch hat sie auch die Möglichkeit, Berufung gegen das Urteil einzulegen.

Impala spricht sich zudem gegen einen Zusammenschluss der EMI Group plc (ISIN GB0000444736 / WKN 853505) und der Warner Music Group aus, was die weltweit drittgrößte mit der weltweit viertgrößten Plattenfirma vereinen würde. WMG prüft nach eigenen Angaben derzeit das Urteil nach Auswirkungen auf das Unternehmen und die mögliche Fusion mit EMI.

Im Mittagshandel verliert die WMG-Aktie an der NYSE 14,82 Prozent auf 25,36 Dollar, während es für EMI in London 9,23 Prozent auf 277,75 Britische Pence abwärts geht. Die Anteilsscheine von Sony verlieren derzeit in New York 1,93 Prozent auf 42,07 Dollar. (13.07.2006/ac/n/a)



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