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VA Technologie Jahresabschschluß 1998 18.03.1999
Ad hoc
Die VA Technologie AG (WKN 890774) zeigte 1998 Wachstum in Umsatz und Betriebsleistung. Der Auftragseingang konnte trotz Asienkrise gesteigert werden. Das Ergebnis war beeinflußt von einem niedrigeren Finanzergebnis und Restrukturierungen in der Konventionellen Thermischen Kraftwerkstechnik und im Rohrleitungsbau. Diese Restrukturierungen sind abgeschlossen. Für 1999 erwartet der Konzern eine Steigerung von über 20% beim IAS-Ergebnis je Aktie. Der Konzernabschluß der VA TECH wird heuer erstmals sowohl gemäß österreichischem HGB als auch nach IAS (International Accounting Standards) präsentiert.
VA TECH-Konzernabschluß 1998 gemäß österreichischem HGB Ergebnis:
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des VA TECH-Konzerns lag 1998 mit ATS 1.556 Mio um 15% niedriger als im Vorjahr, vornehmlich bedingt durch ein niedrigeres Finanzergebnis. Dieses kam durch eine niedrigere Bruttoliquidität , insbesondere bedingt durch Akquisitionen, zustande. Wegen der gravierenden Markteinbrüche in der Konventionellen Thermischen Kraftwerkstechnik und im Rohrleitungsbau hat der Konzern 1998 Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung, zur strategischen Neuausrichtung und für Kooperationen in diesen Bereichen eingeleitet. Vornehmlich für diese Restrukturierungen entstand 1998 ein außerordentlicher Aufwand von ATS 1.262 Mio. Insbesondere aus dem erstmaligen Ansatz aktiver latenter Steuern ergab sich ein positiver Steuerbetrag von ATS 731 Mio. Der Jahresüberschuß betrug ATS 1.025 Mio (nach ATS 1.508 Mio in 1997).
Der Return on Sales des Konzerns lag 1998 bei 3,9%, der operative ROCE (bereinigt um a.o. Aufwand und latente Steuern) betrug 11,7%. Die Kapitalkosten (WACC/Weighted Average Cost of Capital) wurden vor allem auf Grund niedrigerer Fremdkapitalzinsen mit 8,8% (nach 10,2% in den Vorjahren)angesetzt. Der ÖVFA-Gewinn beträgt ATS 1.550 Mio. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von ATS 103 (1997: ATS 96) oder einer Steigerung von 7% im Vergleich zum Vorjahr. Die Erhöhung trotz niedrigerem Jahresüberschuß ergibt sich vor allem aus der Hinzurechnung des a. o. Aufwandes sowie der Bereinigung von latenten Steuern bei der Ermittlung des ÖVFA-Ergebnisses. Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung in Höhe von ATS 495 Mio vorschlagen, das sind 33% oder EUR 2,4 je Aktie (nach 32% im Jahr 1997).
Umsatz und Betriebsleistung:
Die Betriebsleistung (Umsatz plus Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen) stieg 1998 um 11% auf ATS 48,7 Mrd (1997: ATS 43,9 Mrd). Die Umsatzerlöse stiegen im selben Zeitraum um 4% auf ATS 40,1 Mrd (1997: ATS 38,4 Mrd).
Mitarbeiter:
Im Jahresdurchschnitt 1998 waren 19.661 Mitarbeiter in den Unternehmen der VA TECH beschäftigt (1997: 17.986).
Auftragseingang:
Trotz weltweit stagnierender und zum Teil rückläufiger Märkte lag der Auftragseingang mit ATS 45 Mrd um 2% höher als im Vorjahr (1997: ATS 44,1 Mrd). Die Anteile der Konzernbereiche am Auftragseingang waren 1998: 27% Metallurgietechnik, 35% Energie-und Umwelttechnik sowie 38% Anlagentechnik und Dienstleistungen.
In der Regionalstruktur konnte der Marktrückgang in Asien (7% des Auftragseinganges 1998) wie geplant durch neue Aufträge aus Westeuropa, Nord- und Südamerika sowie aus den europäischen Reformländern ausgeglichen werden. Die Rußlandkrise hatte wegen des geringen Geschäftsvolumens in dieser Region (rund 1% des Auftragseinganges) keine Auswirkungen für den Konzern. Die regionale Verteilung der Auftragseingänge 1998: Westeuropa 57%, Reformländer/GUS 14%, Naher/Mittlerer Osten Afrika 6%, Asien/Pazifik 7%, Nord- und Südamerika 16%.
Auftragsstand:
Der Auftragsstand des VA TECH-Konzerns lag Ende 1998 mit ATS 85,9 Mrd etwa auf der Höhe des Vorjahres (1997: ATS 85,7 Mrd). Der Konzernbereich Metallurgietechnik - mit einer durchschnittlichen Auftragslaufzeit von 2 Jahren - hält dabei 42%, Energie-und Umwelttechnik 43% (Auftragsdurchlaufzeit 3 - 4 Jahre), Anlagentechnik und Dienstleistungen 15% mit Aufträgen, die meist innerhalb eines Jahres durchgeführt werden.
Cash Flow und Investitionen:
Der Cash Flow aus dem Ergebnis betrug ATS 1.128 Mio in 1998 nach ATS 2.232 Mio im Vorjahr. Der Rückgang resultiert vornehmlich aus dem niedrigeren Jahresüberschuß. Weiters wurden die im Jahresüberschuß enthaltenen aktivierten latenten Steuern in Abzug gebracht.
Zur Stärkung der Kerngeschäfte wurden Akquisitionen in Höhe von ATS 3.101 Mio getätigt. Die größten Akquisitionen waren der Erwerb der Energieübertragung und -verteilung der Rolls-Royce Gruppe, der Erwerb des tschechischen Elektro-Anlagenbauers EZ Praha sowie des US-Unternehmens Digital Interface Systems.
Vermögens- und Kapitalstruktur:
Die Anlagenintensität (Sachanlagen durch Bilanzsumme) ist weiterhin niedrig mit 9% und sichert damit die hohe Flexibilität des Konzerns in der Leistungserbringung. Die Brutto-Anzahlungen sind um 16% auf ATS 46,3 Mrd gestiegen. Das Nettoumlaufvermögen ist mit minus 8,3% der Betriebsleistung weiterhin günstig.Die Eigenmittelquote stieg auf 18,5% (1997: 17,8%).
Innovation, Forschung und Entwicklung:
Der VA TECH-Konzern wendete im abgelaufenen Jahr ATS 1.026 Mio für Produkt- und Verfahrensinnovationen auf. Dies entspricht einer Quote von 2,6% vom Umsatz.
Ziele und Ausblick:
Für 1999 wird ein Halten des Auftragseinganges sowie ein Wachstum von über 20% im IAS-Ergebnis je Aktie auf Grund der durchgeführten Restrukturierungen und strategischen Akquisitionen prognostiziert.
In den Folgejahren strebt die VA TECH ein Wachstum von durchschnittlich 5 - 10% p.a. (organisch und akquiriert) in Geschäftsvolumen und Ergebnis an. Das Wachstum im Geschäftsvolumen ist wesentlich durch Realisierung von Akquisitionen in den Kerngeschäften bestimmt.
VA TECH-Konzernabschluß nach International Accounting Standards (IAS) Restatement:
Das Restatement von HGB auf IAS erfolgte am 1.1. 1998. Aus diesem Grund ist kein Vergleich mit IAS-Zahlen des Jahres 1997 möglich.
Die Eigenmittel des Konzerns erhöhten sich um ATS 1.868 Mio von ATS 8.088 Mio (HGB 31.12.1997) auf ATS 9.955 Mio (IAS 1.1.1998). Die größte Veränderung kommt aus der Erhöhung der Forderungen auf Grund der Anwendung der POC-Percentage of Completion (Teilabrechnung von Aufträgen) -Methode (Steigerung um ATS 1.895 Mio).
Umsatz:
Die Umsatzerlöse erhöhten sich im HGB/IAS-Vergleich von ATS 40.100 Mio auf ATS 44.258 Mio in IAS wegen der Hinzurechnung von POC-Erlösen und Zinsen aus An- und Fortschrittszahlungen.
Ergebnis:
Der Jahresüberschuß gemäß IAS für 1998 beträgt ATS 338 Mio. Der Unterschied zum Jahresüberschuß gemäß HGB (ATS 1.025 Mio) erklärt sich vornehmlich aus der Tatsache, daß anläßlich des einmaligen IAS-Restatements Erträge aus langfristigen Aufträgen vorweggenommen wurden und bereits in den Eigenmitteln enthalten sind.
Das Ergebnis je Aktie beträgt ATS 75 inklusive dem Aufwand für Discontinued Operations. Der Unterschied zum HGB Ergebnis/Aktie (ATS 103) liegt vornehmlich im niedrigeren Betrag für Discontinued Operations (ATS 782 Mio) in IAS im Vergleich zu den a.o. Aufwendungen (ATS 1.262 Mio) in HGB, welche jeweils im Ergebnis/Aktie enthalten sind.
Der Return on Sales (EBIT vor Goodwill-Abschreibung/Umsatz) gemäß IAS beträgt 2,7 % in 1998. Der Return on Capital Employed beträgt 5,6% nach IAS.
Auftragseingang und Auftragsstand:
Der Auftragseingang nach IAS liegt bei ATS 41.782 Mio (ohne Konventionelle Thermische Energieerzeugung als Discontinued Operation) in 1998 (HGB: ATS 45.033 Mio). Der Auftragsstand zu Ende 1998 nach IAS beträgt ATS 39.696 Mio (HGB: ATS 85.900 Mio). Im Vergleich zum HGB werden gemäß IAS Aufträge mit ihrem Fertigstellungsgrad abgerechnet und vermindern daher den Auftragsstand.
Weitere Informationen:
Der Jahresabschluß nach HGB und IAS sowie die Präsentationsunterlagen zum Jahresabschluß 1998 des VA TECH-Konzerns sind via Internet abrufbar: http://www.vatech.co.at
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