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Presse: Northwest Airlines wird von FAA untersucht 06.09.2005
aktiencheck.de
Wie das "Wall Street Journal" am Dienstag bekannt gab, hat die US-Luftfahrtaufsicht Federal Aviation Administration (FAA) bei der Northwest Airlines Corp. (ISIN US6672801015 / WKN 890347), der aufgrund der stark steigenden Treibstoffkosten ein Bankrott droht, eine Untersuchung eingeleitet.
Der Zeitung zufolge untersucht die FAA bei der viertgrößten US-Fluggesellschaft mögliche Schwierigkeiten bei der Wartung ihrer Maschinen, seitdem die Mechaniker am 20. August im Rahmen eines Streiks ihre Arbeit niedergelegt haben. Demnach habe sich ein Inspekteur der FAA bei seiner Behörde sowie dem demokratischen Senator Mark Dayton aus Minnesota beschwert, woraufhin sich Dayton schriftlich an FAA Administrator Marion Blakey gewandt hatte.
In dem Schreiben an Blakey heißt es, so die Zeitung, dass rund 470 Berichte der Inspekteure in den elf Tagen nach Streikbeginn nicht in die entsprechende elektronische Datenbank eingeflossen sind. Zudem würden sich in 58 bis 90 Prozent dieser Berichte festgestellte Mängel finden, im Gegensatz zu 3 bis 5 Prozent bei Northwest vor dem Streik. Eine Defektquote von 9 Prozent sei bei der FAA indes Grund zur erhöhten Aufmerksamkeit.
Die Fluglinie setzt seit dem Streik ihrer Mechaniker nicht gewerkschaftlich organisierte Ersatzkräfte zur Wartung ihrer Flotte ein. Wie das "Wall Street Journal" weiter berichtet, hat man in den letzten Tagen 98 Prozent aller Flüge durchführen können, während 80 Prozent der Flüge innerhalb einer Verspätung von maximal 15 Minuten erfolgten. Derzeit seien rund 20 Maschinen außer Betrieb, im Vergleich zu über 50 kurz nach Streikbeginn.
Northwest meldete letzten Donnerstag, dass sie aufgrund der stark steigenden Treibstoffkosten immer mehr Zeit verliert, um den drohenden Bankrott noch abzuwenden. Für das laufende dritte Quartal wird ein Verlust von bis zu 400 Mio. Dollar erwartet. Der Konzern, dessen Piloten sich zu neuen Verhandlungen bezüglich Gehaltskürzungen bereiterklärt haben, gab im Rahmen einer SEC-Mitteilung bekannt, dass seine Liquidität von 2,1 Mrd. Dollar Ende Juni auf zuletzt 1,7 Mrd. Dollar gesunken ist. Im dritten Quartal rechnet man zurzeit mit einem Verlust von 350 bis 400 Mio. Dollar, wobei er wegen den Auswirkungen des Hurrikans "Katrina" sogar noch höher ausfallen könnte. Der Umsatz wird hingegen voraussichtlich zulegen können, was mit einer höheren Nachfrage zusammenhängt.
Die Fluglinie strebt jährliche Einsparungen bei den Arbeitskosten von 1,1 Mrd. Dollar an. Da jedoch u.a. die Kerosinpreise immer weiter steigen, könnte diese Zielmarke noch angehoben werden. Man geht für das laufende Quartal von 1,90 bis 1,95 Dollar pro Gallone Kerosin aus, was insgesamt 900 Mio. Dollar an Kosten entspräche. Im vierten Quartal wird mit einem ähnlich hohen Betrag gerechnet. Im Gesamtjahr 2005 sollen die Kerosinausgaben 3,3 Mrd. Dollar betragen, was einem Plus von 50 Prozent gegenüber 2004 bedeuten würde.
Die Aktie von Northwest Airlines beendete den Handel am Freitag an der NASDAQ bei 3,63 Dollar (-8,56 Prozent). Vergangenen Donnerstag hatte der Anteilsschein über 20 Prozent eingebüßt.
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