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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 31,74 € |
30,68 € |
+1,06 € |
+3,46 % |
17.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0005158703 |
515870 |
- € |
- € |
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Bechtle hat noch Kurspotential 03.11.2004
BörseGo
Die Experten von "BoerseGo" sind in ihrem aktuellen "Tec-Report" der Meinung, dass die Aktie von Bechtle (ISIN DE0005158703 / WKN 515870) noch Kurspotential hat.
Mit der Aufnahme in den TecDAX Anfang September sei die Aktie des IT-Dienstleisters Bechtle weiter in den Fokus der Investoren gerückt. Nach der Konsolidierung der letzten Monate könnte der Aktienkurs vor dem Sprung auf neue Hochs stehen.
Am 1. März des laufenden Jahres habe Karl-Heinz Gosmann die Führung bei Bechtle übernommen und damit die Nachfolge des Firmengründers Gerhard Schick angetreten, der in den Aufsichtsrat gewechselt habe. Sein Auftritt als Vorstandschef sei allerdings schneller wieder beendet gewesen als ihm habe lieb sein können. Bei der im vergangenen Jahr übernommenen Tochter PSB sei es in den Jahren 2001 bis 2003 zu Bilanzfehlern gekommen. Gosmann, seinerzeit Chef von PSB, sei deshalb vom Aufsichtsrat wieder abberufen und durch Ralf Klenk ersetzt worden, der nun an der Spitze von Bechtle stehe.
Ein Ziel habe der neue Mann an der Spitze des Systemhauses bereits erreicht: Die Bechtle-Aktie sei seit Anfang September im TecDAX vertreten. Das baden-württembergische Unternehmen stütze sich auf zwei Standbeine. Zum einen der direkte Vertrieb via E-Commerce vom Standort Neckarsulm aus, zum anderen ein Netz von rund 50 Systemhäusern vor Ort, in denen die Kunden eine regelrechte Rundum-Betreuung genießen würden - von der Installation der Anlagen und der Lieferung der Software über die Schulung der Mitarbeiter bis hin zur neuen Druckerpatrone. Die einzelnen Häuser seien dabei weitgehend selbstständig. Produktmanagement, Einkauf und Lager würden zentral gesteuert. Der Rest liege in der jeweiligen Verantwortung der Zweigstellen.
In den vergangenen Jahren sei der 1983 gegründete IT-Dienstleister vor allem durch Akquisitionen gewachsen. Seit 1997, als man gerade einmal 112 Millionen Euro umgesetzt habe, sei es so bis zum vergangenen Jahr gelungen, die Umsätze auf 792 Millionen Euro zu versiebenfachen. Neben dem Konkurrenten PSB habe man im letzten Jahr auch den Schweizer E-Commerce-Anbieter ARP übernommen. Zuletzt habe man Ende September die vollständige Übernahme der Servicegesellschaft für Geld- und Banksysteme gemeldet. Damit könne man nun auch Dienstleistungen für Geldautomaten und Auszugsdrucker anbieten und somit als Komplettanbieter im Banken- und Sparkassensektor auftreten.
Nach den zahlreichen Akquisitionen der Vergangenheit seien derzeit allenfalls kleinere Übernahmen geplant. Vorstandschef Ralf Klenk setze vor allem auf organisches Wachstum. Im laufenden Jahr solle beim Umsatz erstmals die Schallmauer von einer Milliarde Euro überschritten werden. Gleichzeitig solle das Vorsteuerergebnis mindestens 30 Millionen Euro erreichen. Bis 2010 peile Deutschlands zweitgrößtes Systemhaus eine Umsatzverdoppelung an.
Der positiven Geschäftsentwicklung trage auch der Aktienkurs Rechnung. Innerhalb der letzten zwölf Monate habe die Notierung um rund 60 Prozent zugelegt. Doch ausgereizt dürfte die Kursentwicklung damit noch lange nicht sein. Verglichen mit dem Umsatz, der in diesem Jahr rund eine Milliarde Euro betragen solle, sei die Börsenbewertung mit aktuell knapp 300 Millionen Euro noch vergleichsweise niedrig. Das KGV für das kommende Jahr liege aktuell bei 13.
Spätestens wenn die Aktie von Bechtle den Sprung über das im Januar markierte Jahreshoch bei rund 15,50 Euro schafft, sollten weitere Kurssteigerungen ins Haus stehen, so die Experten von "BoerseGo".
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