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Jenoptik "buy"


08.12.2003
SEB

Die Analysten der SEB stufen die Aktie von Jenoptik (ISIN DE0006229107 / WKN 622910) mit "buy" ein.

Die Jenoptik sei eine Holding mit Sitz in Jena. Sie konzentriere sich seit Mitte 2002 auf zwei unabhängige wachstumsstarke Unternehmensbereiche: Clean Systems und Photonics. Im Bereich Clean Systems (CS) biete Jenoptik den Kunden die komplette Wertschöpfungskette von der Planung über die Installation des Reinraums bis zum Betrieb von Hochtechnologie-Gebäuden (Facility Engineering) an. Jenoptik unterhalte zu europäischen Unternehmen, wie z.B. Infineon, Philips und STM sehr gute Kundenbeziehungen.

US-Kunden für Einzelobjekte seien u.a. Intel, AMD, IBM, Motorola und Texas Instruments. Um die Abhängigkeit vom zyklischen Chip-Bereich zu verringern, sei das Facility Management (FM) zuletzt ausgebaut worden. Im margenträchtigen Bereich Photonics habe Jenoptik spezielles Know-How, nehme dominierende Positionen ein und könne individuelle Lösungen anbieten. Am 21.10.03 habe der Konzern eine Bar-Kapitalerhöhung durchgeführt. Die Anzahl der ausgegebene Aktien sei um 8.140 auf 48.800 Mitarbeiter (30.09.03) gestiegen: 10.110 (10.004 per Q2) .


Die Vorteile seien, dass der Auftragseingang mit 1.477 Mio. Euro weiter auf dem hohen Niveau des Vorjahres gelegen habe. Der Auftragsbestand habe per 30.09. mit 2.919 Mio. Euro (+16,5%) ein neues Rekordhoch erreicht. Der Auftragseingang liege bei Photonics bei +30%. M+W Zander habe MAHLE als Kunden gewinnen können. AMD habe den Auftrag zum Bau des neuen Werks in Dresden gegeben. Die 200 Mio. Euro neuen Mittel würden der Wachstumsfinanzierung und der Verbesserung der Kapitalstruktur dienen.

Die Nachteile seien, dass Jenoptik den jüngsten Gewinneinbruch mit Sonderaufwendungen im US-Geschäft und der Abrechnung von margenschwächeren Halbleiterprojekten begründe, die noch aus der Rezessionszeit stammen würden. Momentan sei aber nicht zu erkennen, dass sich die Margen alsbald deutlich verbessern würden. Die Chipindustrie (wichtigste Kunden) selbst verspüre zwar früher den Aufschwung als die Zulieferer, doch bedürfe es eines noch stärkeren Turnaround (in den Chippreisen), bis die Abnehmer in neue Anlagen und Werke investieren würden.

Das Unternehmen sei immer noch Beweise schuldig, dass die Neustruktur (seit 2 Jahren verfolgt) auch zu steigenden und margenträchtigen Ergebniszahlen führe. Die Aktie sei auf Basis der reduzierten Gewinnschätzungen nicht günstig.

Die Analysten der SEB reduzieren ihr Kursziel auf 10 Euro (bisher 13 Euro) und bewerten die Aktie von Jenoptik mit "buy".




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