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Nordex Q4 2025 Quartalszahlen: Rekordzahlen, Margensprung und neues Profit-Ziel - Beginnt jetzt die goldene Phase?


25.02.2026
aktiencheck.de

Bad Marienberg (www.aktiencheck.de)

⚡ 187,6% EBITDA-Explosion: Nordex überrascht mit Gewinnsprung und Mega-Auftragsbestand


Die Nordex SE (ISIN: DE000A0D6554, WKN: A0D655, Ticker-Symbol: NDX1, NASDAQ OTC-Symbol: NRDXF) hat im vierten Quartal 2025 Zahlen vorgelegt, die selbst optimistische Beobachter aufhorchen lassen. Der Umsatz stieg im Schlussquartal um 16% auf rund 2,5 Mrd. EUR. Noch beeindruckender fiel die Ergebnisentwicklung aus: Das EBITDA schoss um 187,6% auf 307,4 Mio. EUR nach oben. Die EBITDA-Marge kletterte von 4,9% auf 12,1%.

Auch unter dem Strich zeigt sich eine dramatische Verbesserung. Der Jahresüberschuss zum Ende des vierten Quartals erreichte 183,8 Mio. EUR nach lediglich 17,5 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Das ist kein gewöhnliches Wachstum. Das ist ein struktureller Sprung.

Strategischer Durchbruch: EBITDA-Ziel übertroffen und angehoben


CEO José Luis Blanco spricht von einem wichtigen Meilenstein. Das bisherige mittelfristige EBITDA-Margenziel von 8% wurde erreicht - und nun direkt erhöht. Künftig strebt Nordex eine Marge von 10% bis 12% an. Das ist ein starkes Signal an den Kapitalmarkt. Margen sind im Windturbinenbau traditionell hart erkämpft. Wer hier zweistellige Werte anpeilt, signalisiert Selbstvertrauen - und operative Kontrolle.

Die Jahreszahlen unterstreichen diesen Anspruch:

- Umsatz 2025: 7,6 Mrd. EUR
- EBITDA-Marge: 8,4%
- Jahresüberschuss: 274,3 Mio. EUR

Nordex ist vom Sanierungsfall zum Margenverbesserer geworden.

Rekord-Auftragseingang: 10,2 GW - ein historischer Wert


Mit 10,2 GW Auftragseingang im Gesamtjahr erreichte Nordex einen neuen Rekord. Allein im vierten Quartal summierten sich die Bestellungen im Segment Projekte auf 3.552 MW - ein Plus von 9,2%.

Der Auftragsbestand erreichte zum Jahresende 16,1 Mrd. EUR - ein massiver Sprung gegenüber 12,8 Mrd. EUR im Vorjahr.

Aufgeteilt ergibt sich:

• 10,1 Mrd. EUR im Projektgeschäft
• 6,0 Mrd. EUR im Servicegeschäft

Dieser Auftragsbestand verschafft Nordex außergewöhnliche Visibilität.

Servicegeschäft als Stabilitätsanker


Das Servicegeschäft wächst kontinuierlich. Im vierten Quartal stieg der Umsatz hier um 3,1% auf 240,4 Mio. EUR. Mit 6,0 Mrd. EUR Auftragsbestand wird dieser Bereich zunehmend zum Margenanker. Serviceverträge sorgen für wiederkehrende Erlöse, höhere Planbarkeit und stabilere Cashflows. In einem zyklischen Markt ist das Gold wert.

Produktions- und Installationsdynamik


Die Produktionszahlen unterstreichen die operative Stärke:

- 3.202 MW Turbinenproduktion im vierten Quartal (+27,1%)
- 376 installierte Anlagen in 20 Ländern
- 2.083 MW installierte Leistung

Europa dominiert mit 86% der Installationen, Nordamerika spielt mit 5% eine kleinere Rolle. Die temporären Verzögerungen bei einem Rotorblatt-Zulieferer in der Türkei wirken angesichts der Gesamtperformance marginal.

Finanzielle Stärke: Rekord-Cash und Netto-Cash-Position


Die Finanzlage ist vielleicht der beeindruckendste Aspekt dieser Zahlen.

- Liquide Mittel: 1.928,9 Mio. EUR
- Netto-Cash-Position: 1.624,7 Mio. EUR
- Freier Cashflow im vierten Quartal: 565,2 Mio. EUR
- Working-Capital-Quote: minus 12,4%

Eine Netto-Cash-Position dieser Größenordnung verschafft Nordex strategische Flexibilität. Investitionen, Innovationen oder selektive Expansionen können aus eigener Kraft finanziert werden.


Prognose 2026: Wachstum mit Disziplin


Für 2026 plant Nordex:

- Umsatz zwischen 8,2 und 9,0 Mrd. EUR
- EBITDA-Marge zwischen 8,0% und 11,0%
- Investitionen von rund 200 Mio. EUR
- Working-Capital-Quote unter minus 9%

Diese Prognose signalisiert weiteres Wachstum bei gleichzeitig diszipliniertem Kapitaleinsatz.

Chancen für die Nordex Aktie


Die aktuellen Zahlen eröffnen mehrere strukturelle Chancen:

• Rekord-Auftragsbestand mit hoher Visibilität
• Steigende Margen durch bessere Projektpreise
• Stabiles Servicegeschäft
• Starke Netto-Cash-Position
• Erhöhtes mittelfristiges Margenziel

Die Kombination aus Wachstum, Margenverbesserung und Cashflow-Generierung ist selten im Windsektor.

Strukturelle Rückenwinde im Windmarkt


Die Energiewende bleibt politisch gewollt. Europa investiert massiv in erneuerbare Energien. Gleichzeitig steigt der globale Strombedarf durch Elektromobilität, Digitalisierung und KI-Rechenzentren. Windenergie ist dabei ein zentraler Baustein.

Nordex profitiert von:

- Politischer Unterstützung
- Dekarbonisierungszielen
- Technologischer Weiterentwicklung
- Größeren Turbinen mit höherer Effizienz

Risiken bleiben bestehen


Trotz der starken Zahlen existieren Risiken:

- Abhängigkeit von Förderprogrammen
- Rohstoffpreisvolatilität
- Projektverzögerungen
- Lieferkettenprobleme
- Wettbewerb im Preissegment

Zudem bleibt das Projektgeschäft kapitalintensiv und operativ komplex.

Bewertungsperspektive


Die Nordex Aktie war über Jahre ein Sanierungswert. Mit der aktuellen Profitabilitätswende verändert sich die Wahrnehmung.

Wichtige Treiber für die Bewertung:

• Margenstabilität
• Cashflow-Nachhaltigkeit
• Auftragseingangsqualität
• Serviceanteil

Sollte Nordex die neue EBITDA-Marge von 10% bis 12% tatsächlich nachhaltig erreichen, würde das Unternehmen in eine neue Bewertungsdimension vorstoßen.

Langfristige Vision: Vom Turnaround zur Qualitätsstory


Nordex zeigt 2025, dass operative Exzellenz und finanzielle Disziplin kein Widerspruch sind. Die Mischung aus Rekord-Aufträgen, Margenexpansion, starker Bilanz, positivem Free Cashflow macht die Aktie für langfristige Investoren wieder interessant.

Fazit: Rückenwind mit Substanz


Nordex hat geliefert. Und zwar nicht nur solide, sondern spektakulär. Der Margensprung von 4,9% auf 12,1% im Quartal, der Rekord-Auftragsbestand von 16,1 Mrd. EUR und die starke Netto-Cash-Position zeigen: Dieses Unternehmen steht nicht mehr im Krisenmodus. Ob 2026 die endgültige Transformation zur dauerhaften Profitabilitätsmaschine bringt, wird sich zeigen. Doch die Voraussetzungen waren selten so gut.


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😉Wenn Du diesen Nordex-Artikel jetzt nicht mit Deinen Börsenfreunden teilst, könnten Sie Dir später vorwerfen, Du hättest den Wind gedreht, ohne sie mitzunehmen - und das wäre wirklich ein Sturm, den Du Dir ersparen solltest


Autor: Redaktion, aktiencheck.de
Veröffentlicht am: 25. Februar 2026

Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Aktien unterliegen Risiken, einschließlich des möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals. Die Redaktion übernimmt keine Haftung für etwaige Entscheidungen auf Basis dieses Artikels.
(25.02.2026/ac/a/t)





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