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Nordex Aktienanalyse: Besseres Q2 erwartet - Solides Fundament laut Deutsche Bank


07.07.2025
aktiencheck.de

Bad Marienberg (www.aktiencheck.de)

🚀 Nordex im Aufwind: Warum die Turbinen-Schmiede jetzt zurück auf das Radar professioneller Anleger gehört






Hamburg -Nordex SE (ISIN: DE000A0D6554, WKN: A0D655, Ticker-Symbol: NDX1, NASDAQ OTC-Symbol: NRDXF) schlägt ein neues Kapitel auf. Nach einem verhaltenen Jahresauftakt zündet der Windanlagenbauer im zweiten Quartal voraussichtlich den nächsten Performance-Schub. Frische Impulse liefert Deutsche Bank Research: Analyst John Kim hob am 07.07.2025 sein Kursziel von 19 EUR auf 20 EUR an und bestätigte das Votum Buy. Kim rechnet nach schwachem Umsatz im ersten Viertel mit einer deutlichen Verbesserung bereits im zweiten Quartal. Dank stabiler Preise und Kosten sieht er das Fundament gelegt, um Projekte zuverlässig abwickeln zu können. Das traditionell starke zweite Halbjahr dürfte darüber hinaus zusätzlichen Rückenwind bei den Auslieferungen bringen.




Aktueller Kurs und Marktsentiment

Die Nordex-Aktie notiert aktuell auf Xetra bei 18,01 EUR und liegt damit 0,881% im Minus (Stand: 07.07.2025, 11:53). Die jüngste Konsolidierungsphase hat die Kursgewinne seit Jahresbeginn nur kurz unterbrochen. Doch die Stimmung hellt sich wieder auf: Insgesamt dominieren bei institutionellen Investoren Zuversicht hinsichtlich der Auftragsdynamik und klar definierter Kostensenkungsprogramme.




Frische Analystenstimmen

  • Deutsche Bank Research (John Kim)
    Kursziel neu bei 20 EUR, Einstufung Buy (07.07.2025). Kim betont das robuste Pricing-Umfeld, stabile Komponentenpreise und ein für das zweite Halbjahr typisches Volumenhoch bei Auslieferungen. Das ermögliche Skaleneffekte und bessere Margen.

  • Jefferies (Constantin Hesse)
    Kursziel 21 EUR, Einstufung Buy bekräftigt (03.07.2025). Hesse hebt den rekordhohen Auftragseingang, den strategischen Fokus auf margenstärkere 6- und 7-MW-Plattformen sowie erfolgreiche Verhandlungen über Serviceverträge hervor. Zudem verweist er auf Fortschritte beim Working-Capital-Management, die den Free-Cash-Flow bis Jahresende positiv beeinflussen könnten.

  • Kepler Capital (William Mackie)
    Kursziel 18 EUR, Einstufung Hold, Herabstufung am 30.06.2025. Mackie würdigt zwar den technologischen Vorsprung im Onshore-Segment, warnt aber vor kurzfristigen Lieferkettenrisiken und einer möglichen Normalisierung der Turbinenpreise, falls der Wettbewerb aus China in Europa aggressiver wird.





Chancen in der Nordex-Investmentstory

1. Mächtiger Rückenwind durch globale Klimapolitik
Der Green Deal der EU, strengere Emissionsziele in den USA sowie Beschleunigungsprogramme in Lateinamerika sorgen für strukturell wachsende Nachfrage nach Onshore-Turbinen. Nordex ist mit seiner Delta4000- und Delta5000-Plattform bestens positioniert, um effiziente Turbinen schnell in Serie zu liefern.

2. Technologischer Vorsprung bei Leistungsdichte
Die jüngste 7.X-MW-Klasse erzielt laut Unternehmensangaben bis zu 25% höheren Jahresertrag je Mast im Vergleich zum Vorgängermodell. Dies reduziert Levelized Cost of Energy (LCoE) für Projektentwickler erheblich und schafft Preissetzungsmacht.

3. Hohe Visibilität durch rekordhohen Auftragsbestand
Ende Q1 2025 belief sich der Order Backlog auf über 15 GW. Damit ist ein Großteil der geplanten Produktion für 2025 und 2026 bereits ausgelastet. Dies erhöht Planungssicherheit und verbessert die Kapazitätsauslastung der Werke.

4. Services als Margentreiber
Wartungs- und Betriebs-Dienstleistungen erwirtschaften EBIT-Margen im niedrigen zweistelligen Bereich - deutlich höher als das Projektgeschäft. Die installierte Basis von mehr als 47 GW bietet Potenzial für wiederkehrende Umsätze.

5. Kostentransparenz und Effizienzprogramm "CORE25"
Nordex zieht konsequent den Gürtel enger: von Rohmaterial-Bündelung über digitalisierte Supply-Chain-Prozesse bis hin zu Lean-Manufacturing-Initiativen. Ziel ist eine Senkung der Produktionskosten pro MW um 8% bis Ende 2025.




Risiken, die Anleger im Blick behalten sollten

1. Lieferketten- und Logistikstörungen
Geopolitische Spannungen, Engpässe bei Spezialschiffen oder Hafenstreiks können Zeitpläne sprengen und Strafzahlungen auslösen. Vor allem Rotorblätter aus Indien und Gusskomponenten aus Brasilien bleiben anfällig.

2. Rohstoffpreisvolatilität
Preissprünge bei Stahl, Kupfer oder Seltenen Erden könnten die Marge verwässern, wenn Absicherungsstrategien nicht vollständig greifen. Zwar sind laut John Kim die Preise aktuell "stabil", doch ein unerwarteter Superzyklus bleibt ein ständiges Damoklesschwert.

3. Währungsschwankungen
Der Umsatzanteil außerhalb der Eurozone liegt bei rund 67%. Ein starker EUR könnte die Wettbewerbsfähigkeit in Lateinamerika und Südafrika schmälern.

4. Regulatorische Verzögerungen
Langwierige Genehmigungsverfahren und Klagen könnten Projekte verschieben. In Deutschland dauert die Durchlaufzeit aktuell durchschnittlich 24 Monate. Jede Verzögerung schlägt direkt auf den Cash-Flow.

5. Intensiver Preiskampf mit asiatischen Herstellern
Chinesische Wettbewerber drängen mit aggressiven Preisen auf den europäischen Markt. Sollte Nordex die Kosten nicht gleichermaßen senken oder Qualitätsvorteile kommunizieren, drohen Marktanteilsverluste.




Bewertung, Kennzahlen und Ausblick

Auf Basis der von Deutsche Bank Research erwarteten Umsätze von 7,4 Mrd EUR für 2025 ergibt sich beim aktuellen Kurs ein Price-to-Sales-Verhältnis von 0,36. Das historische Mittel liegt bei 0,45, was eine moderate Unterbewertung signalisiert. Die erwartete EBIT-Marge könnte laut Unternehmensguidance im Gesamtjahr bei rund 3,5% landen. Gelingt es, die Marge 2026 auf 5% zu steigern, läge das Forward-EV/EBIT-Multiple bei attraktiven 9,8.

Zentral bleibt, inwieweit Nordex die steigende Nachfrage in Aufträge mit hohem Deckungsbeitrag ummünzt. Gelingt die Skalierung der Delta5000-Series ohne Anlaufverluste, könnte der Free-Cash-Flow bereits 2026 in klar positives Terrain drehen - ein Szenario, das weder Kepler Capital noch der breitere Markt voll eingepreist haben.




Fazit

Nordex steht vor einem potenziellen Ertrags-Turnaround. Die Kombination aus steigender Nachfrage, technologischer Weiterentwicklung und schärferem Kostenmanagement liefert ein spannendes Chancen-Risiko-Profil. Wer an den weltweiten Ausbau von Onshore-Wind glaubt und kurzfristige Schwankungen aushält, findet in Nordex ein aussichtsreiches Momentum-Play. Der breite Analystenkonsens - angeführt von Deutsche Bank Research und Jefferies - rückt das Papier klar in die Buy-Zone. Dennoch sollten Investoren Risiken wie Lieferketten-Hürden und regulatorische Verzögerungen nicht unterschätzen.




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Autor: Redaktion, aktiencheck.de
Veröffentlicht am: 07. Juli 2025




Disclaimer:

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Aktien unterliegen Risiken, einschließlich des möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals. Die Redaktion übernimmt keine Haftung für etwaige Entscheidungen auf Basis dieses Artikels.

(07.07.2025/ac/a/t)




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