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Gigaset-Aktie: Massiver Personalabbau angekündigt 15.08.2012
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Heiko Feber, stuft die Gigaset-Aktie (ISIN DE0005156004 / WKN 515600) unverändert mit "halten" ein.
Gigaset habe gestern einige Details zu dem angekündigten Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramm bekannt gegeben: Es sollten jährliche Einsparungen von mindestens 30 Mio. EUR p.a. ab 2014 erzielt werden. Mit ersten Effekten werde für 2013 gerechnet. 30% der Einsparungen sollten aus der Senkung von Sach- und Dienstleistungskosten kommen, die restlichen 70% aus dem Abbau von Personal (20% oder etwa 350 Mitarbeiter und -innen). Gigaset wolle drei Geschäftsbereiche schaffen: Consumer Products (Schnurlostelefone), Enterprise Customers (Geschäftskunden) und Home Networks (Heimvernetzung).
Es werde ein Produktzentrum in Düsseldorf mit 50 Mitarbeitern neu aufgebaut, das sich insbesondere um die Vermarktung der Produkte der drei Geschäftsbereiche kümmern solle. Im internationalen Geschäft wolle Gigaset die Komplexität verringern, indem die Zahl der Vertriebsregionen von sechs auf drei reduziert werde. Zudem wolle man sich vor allem auf profitable Regionen fokussieren.
Die Analysten würden die Veröffentlichung dieser Details als eine gute Nachricht ansehen. Allerdings würden ihnen noch immer Aussagen zur erwarteten Höhe der damit verbundenen Einmalbelastungen fehlen. Da diese nicht in der aktuellen Guidance für das EBITDA in 2012 (einstelliger Millionen Euro-Bereich) enthalten seien, sei das Risiko für den Gewinn und den Cash-flow nach unten gerichtet.
Die Analysten würden schätzen, dass die Einmalbelastungen einen Betrag zwischen 15 und 20 Mio. EUR erreichen könnten. Sollten 17,5 Mio. EUR bereits im laufenden Geschäftsjahr gebucht werden, würde sich der Nettoverlust auf 31,4 Mio. EUR (EPS: -0,63 EUR) erhöhen. Unter der Annahme, dass der komplette Betrag zahlungswirksam sei (Abfindungen für Mitarbeiter etc.) und in 2012 abfließt, gehe man von einem negativen Free Cash-flow in 2012 in Höhe von 42,4 Mio. EUR aus.
Ihre Umsatzschätzung für 2013 würden die Analysten senken, da sie davon ausgehen würden, dass SM Electronic dieses Jahr noch verkauft werde. Unter der Annahme, dass Gigaset in 2013 die Hälfte der angestrebten Einsparungen und 2014 den kompletten Betrag von 30 Mio. EUR erreiche und einen Teil davon über Preisnachlässe an die Kunden weitergebe, würden die Analysten ihre Schätzungen für den Gewinn je Aktie in 2013 und 2014 erhöhen. Sie seien jedoch noch nicht bereit, dies in ihrer Bewertung der Aktie zu berücksichtigen, da die Visibilität noch immer gering sei.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe bleiben daher bei ihrer "halten"-Empfehlung für die Gigaset-Aktie. Das Kursziel werde bei 1,50 EUR belassen. (Analyse vom 15.08.2012) (15.08.2012/ac/a/t)
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