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Gigaset-Aktie: Q2 2012 erneut mit negativem Free Cash-flow 31.07.2012
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Heiko Feber, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Gigaset-Aktie (ISIN DE0005156004 / WKN 515600) von "kaufen" auf "halten" zurück.
Gigaset habe vorläufige Geschäftszahlen für das zweite Quartal veröffentlicht, wonach der Umsatz im fortgeführten Geschäft gegenüber dem Vorjahr um 2% auf 93,4 Mio. EUR gesunken sei. Das EBITDA habe 0,01 Mio. EUR nach 11,2 Mio. EUR im Vorjahr erreicht. Der Free Cash-flow sei mit 11,7 Mio. EUR negativ gewesen, sodass sich für das erste Halbjahr ein negativer Free Cash-flow von ca. 28 Mio. EUR ergebe. Die Analysten hätten auf Basis vorläufiger Schätzungen mit einem höheren Umsatz von ca. 100 Mio. EUR und einem EBITDA-Verlust gerechnet, der ihres Erachtens im Verlauf des Jahres durch ein gutes Weihnachtsgeschäft ausgeglichen werden sollte.
Für das Gesamtjahr 2012 habe Gigaset den Ausblick gesenkt bzw. präzisiert: Der Umsatz im fortgeführten Geschäft solle sich um einen einstelligen Prozentsatz reduzieren, nachdem bislang von einem stabilen Umsatz im fortgeführten Geschäft ausgegangen worden sei. Der in Aussicht gestellte deutliche Rückgang des EBITDA sei dahingehend präzisiert worden, dass das EBITDA im einstelligen Millionen Euro-Bereich liegen werde. Die Analysten hätten bislang mit 34,1 Mio. EUR gerechnet. Der Free Cash-flow solle dieses Jahr negativ ausfallen. Bislang sei ein mindestens ausgeglichener Free Cash-flow erwartet worden.
Verantwortlich für diese Entwicklungen seien laut Gigaset: Die Euroschuldenkrise und die daraus resultierende Kaufzurückhaltung würden insbesondere das Geschäft in Italien und Spanien belasten. Zusätzlich beginne sich auch das Konsumklima in Deutschland einzutrüben. Die Investitionen in die neuen Wachstumsfelder (Home Networking, Gigaset Pro) und in Marktanteilsgewinne würden in 2012 und 2013 das Ergebnis belasten. Da Gigaset überwiegend im USD-Raum einkaufe, reduziere die aktuelle Euroschwäche das Ergebnis.
Der Ausblick von Gigaset impliziere, dass nach einem positiven EBITDA von 10,4 Mio. EUR im ersten Halbjahr die zweite Jahreshälfte einen Verlust bringen werde. Dies sei angesichts der hohen Bedeutung des Weihnachtsgeschäfts enttäuschend. Die Analysten hätten nach einem schwächeren ersten Halbjahr mit einer Belebung im Schlussquartal gerechnet. Die ohnehin geringe Ergebnis-Visibilität bleibe somit weiterhin bestehen. Angesichts des geänderten Ausblicks hätten die Analysten ihre Schätzungen für 2012ff deutlich reduziert. Sie würden nun für 2012 und 2013 einen Netto-Verlust erwarten.
Ihr Kursziel nehmen die Analysten vom Bankhaus Lampe von 3,20 EUR auf 1,50 EUR zurück, sodass sie die Gigaset-Aktie von "kaufen" auf "halten" herabstufen. (Analyse vom 31.07.2012) (31.07.2012/ac/a/t)
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