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SolarWorld-Aktie: Droht dem Unternehmen ein Untergang auf Raten? 04.07.2012
Wirtschaftswoche
Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Nach Ansicht der Experten der "Wirtschaftswoche" weist die SolarWorld-Aktie (ISIN DE0005108401 / WKN 510840) ein unattraktives Chance/Risiko-Verhältnis auf.
Für den Chef von SolarWorld, Frank Asbeck, werde es immer enger. Inzwischen habe er mit seinem Unternehmen den Anschluss an den Weltmarkt verloren und drohe SolarWorld nun ein Untergang auf Raten?
Habe die SolarWorld-Aktie vor einem Jahr noch bei 10 Euro notiert, koste das Papier aktuell 1,37 Euro. Analysten hätten zuletzt ihre Kursziele nach unten angepasst. Die WGZ-BANK sehe das Kursziel nun bei 1,20 Euro und die UBS bei 1 Euro.
Ein Grund für den massiven Kursverfall könnte die Verschuldungssituation bei SolarWorld sein. Die Eigenkapitalquote sei von 35% auf 28% gesunken und die Nettoverschuldung habe von 530 auf 718 Mio. Euro zugenommen.
Eins der größten Probleme des Konzerns scheine die Kapitalausstattung zu sein. Somit könnte die Einhaltung der Kreditklauseln (Covenants) immer schwieriger werden. Unternehmensangaben zufolge seien 585 Mio. Euro Fremdkapital mit solchen Klauseln belegt. Auf der Hauptversammlung habe der CFO von SolarWorld, Philipp Koecke, dazu gesagt, dass SolarWorld bisher keine Covenants gebrochen habe.
Die trüben Geschäftsaussichten für SolarWorld lägen in den Entwicklungen der jüngsten Vergangenheit begründet. Aufgrund der weltweiten Überkapazitäten sei es zu einem Preisverfall für Solarmodule gekommen. Die Einspeisevergütungen für Solarstrom seien gekürzt worden. Auch die Preise der Vorprodukte wie z.B. Wafer und Silizium seien massiv gesunken. Des Weiteren habe es den Anschein, als ob die Schutzzölle in den USA wirkungslos seien. Und zu guter Letzt habe SolarWorld eine Patentklage am Hals.
Das Geschäftsmodell des Bonner Konzerns sei ins Wanken geraten und die Geschäftsführung habe es versäumt, dieses erfolgreich anzupassen. Einst sei die Produktion von Wafern ein sehr erträgliches Geschäft für SolarWorld gewesen. Doch inzwischen seien die Waferpreise massiv eingebrochen, allein in Q1'2012 seien diese um 70% gefallen. Doch wie ein Unternehmenssprecher mitgeteilt habe, wolle man am integrierten Geschäftsmodell festhalten.
Die Schutzzölle in den USA scheinen wirkungslos zu sein. Die chinesischen Hersteller seien nicht untätig gewesen und würden inzwischen in Taiwan oder Malaysia einkaufen, womit die fertigen Module dann nicht mehr den US-Beschränkungen unterlägen.
Uns sei dies nicht schon genug, habe nun auch noch DuPont (ISIN US2635341090 / WKN 852046) Klage in den USA gegen die Tochterfirmen von Heraeus sowie SolarWorld eingereicht. Es werde den Unternehmen vorgeworfen, für die Fertigung von Solarzellen eine Silberpaste verwendet bzw. verkauft und hergestellt zu haben, für die DuPont ein Patent habe. Bei einem Verbot gebe es kaum Alternativen, denn eine vergleichbare Paste gebe es aktuell nur von Hangzhou Right Silver Electronic Materials, einer Firma aus China.
Die Experten der "Wirtschaftswoche" sehen bei der SolarWorld-Aktie mehr Risiken als Chancen. (Ausgabe 27) (04.07.2012/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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