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DE000A0D6554 A0D655 -   € -   €
 
 
 

Nordex-Aktie: Q1-Zahlen reflektieren saisonale Schwäche, Gesamtjahresguidance bestätigt


15.05.2012
Warburg Research

Hamburg (www.aktiencheck.de) - Christopher Rodler, Analyst von Warburg Research, bewertet die Aktie von Nordex (ISIN DE000A0D6554 / WKN A0D655) weiterhin mit dem Rating "halten".

Die von Nordex vorgelegten Q1-Zahlen seien aufgrund der für die Windkraftindustrie typischen zyklischen Effekte recht schwach gewesen. Der Umsatz (EUR 185 Mio.) habe leicht über den Schätzungen der Analysten gelegen. Im Gegensatz dazu sei das EBIT (EUR-9 Mio.) eindeutig schwächer als erwartet gewesen. Während das 1. Quartal aufgrund der niedrigen Auslastung im Allgemeinen saisonal schwach sei, seien die diesjährigen Zahlen noch zusätzlich durch Projekte mit vergleichsweise niedrigeren Margen aufgrund des stetigen Preisdrucks belastet worden.

Der Auftragseingang sei stark gewesen und habe deutlich über dem Vorjahresniveau gelegen (EUR 312 Mio., Q1 2011: EUR 154 Mio.). Der gesicherte Auftragsbestand habe sich auf EUR 837 Mio. erhöht. Entsprechend habe Nordex die Gesamtjahresguidance für 2012 (Umsatz EUR 1,0 Mrd. bis 1,1 Mrd., EBIT-Marge 1% bis 3%), trotz der schwachen Q1-Ergebnisse bestätigt. Das Unternehmen erwarte für die zweite Jahreshälfte den Turnaround, sobald der starke Auftragseingang in Umsatz umgewandelt werde und die Effekte des Kosteneinsparungsprogramms voll zum Tragen kommen würden (Personalkosteneinsparungen würden ab Q3 sichtbar).

Am 18. April habe Nordex die Offshore-Aktivitäten beendet, da kein JV-Partner für eine Fortführung habe gefunden werden können. Die Beendigung der Offshore-Aktivitäten sei eine logische und konsequente strategische Entscheidung, da Nordex nicht ohne einen finanziell starken Partner in diesen jungen und risikoträchtigen Bereich habe einsteigen wollen. Angesichts der derzeitigen Schwierigkeiten im Offshore-Bereich (nicht kalkulierbare Verzögerungen, hohe Entwicklungskosten, etc.) würden die meisten Unternehmen in diesem Segment derzeit Geld verlieren. Da die Probleme und ein langsameres als erwartetes Wachstum wahrscheinlich mindestens für die nächsten 3 bis 5 Jahre anhalten würden, habe sich das Risikoprofil der Aktie mit dieser Entscheidung deutlich verbessert.


Die Schließung des Offshore-Bereichs führe zu keinen weiteren Kosten und habe auch keine Auswirkung auf die Schätzungen der Analysten. Ein positiver Effekt könnte sich durch den Verkauf der Offshore-Assets ergeben (WRe EUR 7 bis 10 Mio.). Selbst in einem Best-Case-Szenario werde der Offshore-Markt nicht einmal 20% (2011 2,5%) vom gesamten Windmarkt bis 2020 ausmachen. Der zukünftige Fokus von Nordex liege auf den vielfältigen Möglichkeiten im Onshore-Bereich, wo das Unternehmen über ein marktführendes Produkt verfüge (N117).

Vor dem Hintergrund des starken Auftragsbestands von Nordex würden die Analysten erwarten, dass der größte Teil des höher als erwarteten Verlusts in Q1 in den Folgequartalen kompensiert werde. Die Analysten hätten ihre EBIT-Schätzungen für 2012 daher nur leicht gesenkt. Diese würden sich nun am unteren Ende der Unternehmensguidance befinden. Außerdem würden positive Nachrichten zu JV-Gesprächen zu einem deutlichen Aufwärtspotenzial führen.

Allerdings würden sich die Verhandlungen mit dem chinesischen Versorger in die Länge ziehen und ein frühzeitiger Abschluss des Deals werde immer fraglicher. Der Kursrückgang dürfte jedoch auch ohne einen Erfolg beim JV überzogen sein. Durch einen fehlenden Katalysator und das aktuelle Sentiment in der Windindustrie würden die Analysten derzeit jedoch von einer Heraufstufung von Nordex absehen.

Die "halten"-Empfehlung für die Nordex-Aktie wird von den Analysten von Warburg Research bestätigt. Das Kursziel werde von EUR 4,50 auf EUR 4,40 gesenkt. (Analyse vom 15.05.2012) (15.05.2012/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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