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SolarWorld-Aktie: überraschend starkes Q1 - nur eine Atempause 11.05.2012
Warburg Research
Hamburg (www.aktiencheck.de) - Stephan Wulf, Analyst von Warburg Research, vergibt für die SolarWorld-Aktie (ISIN DE0005108401 / WKN 510840) weiterhin das Votum "halten".
Die Q1-Zahlen des Unternehmens seien eine positive Überraschung für die Analysten und den Konsens gewesen. Das EBIT habe mit Euro 31,5 Mio. 20% über dem Niveau 2011 gelegen. Selbst vor dem Hintergrund, dass Sonderabschreibungen in Q4/2011 das Anlagevermögen und somit die vierteljährigen Abschreibungen um ca. Euro 10 Mio. reduziert hätten, habe das EBIT in Q1/2012 ein extrem solides Bild abgegeben. Die Nettoergebnisse in Höhe von Euro 7,2 Mio. hätten ca. 42% unter dem Vorjahresniveau gelegen, jedoch die Analysten- (-6 Mio.) und die Konsensschätzungen (-3,7 Mio.) deutlich übertroffen.
Ein Grund für den Rückgang des Nettoergebnisses sei das verschlechterte Finanzergebnis. Die relativ komfortable Bruttoliquidität sei von Euro 553 Mio. Ende 2011 um ca. Euro 85 Mio. auf Euro 468 Mio. gesunken. Ungefähr die Hälfte dieses Rückgangs (Euro 46 Mio.) lasse sich auf die Reduzierung der Finanzverbindlichkeiten von Solarworld zurückführen.
Die besser als erwarteten Q1-Zahlen würden die Sonderkonjunktur auf dem deutschen Solarmarkt in Q1/2012 reflektieren. Die deutlichen Tarifkürzungen in 2012 hätten erneut Vorzieheffekte verursacht, die in Q1 zu Neuinstallationen von ca. 2GW geführt haben sollten. Mit Blick auf die regionale Verteilung der Q1-Umsätze von SolarWorld, werde es offensichtlich, dass das Unternehmen von diesem temporären Boom maßgeblich profitiert habe. Während SolarWorld in Q1/2011 nur 23% seiner Umsätze in Deutschland generiert habe, habe sich diese Quote auf 55% in 2012 erhöht.
Eine weitere Tatsache, die zu den relative starken Q1-Zahlen geführt habe, sei die Verschiebung im Produktionsportfolio des Unternehmens gewesen. In Q1/2011 habe das Unternehmen insgesamt 185 MW verkauft, von denen 99 MW (53%) auf den Verkauf von Solarmodulen oder Sunkits zurückzuführen seien. In 2012 hätten sich fast 100% der verkauften Volumen (146MW) auf Module oder Sunkits bezogen. Das bedeute, dass SolarWorld fast keine Wafer in Q1 verkauft habe. Einer der Wettbewerbsvorteile von SolarWorld, das starke Downstream-Geschäft, halte das Unternehmen offensichtlich im Rennen, während andere Solarfirmen mit einem stärkeren Fokus auf das B2B-Geschäft von der momentanen Krise noch wesentlich stärker betroffen seien.
Die Analysten würden das starke Q1 als Ausnahme in 2012 betrachten. Während Q2 noch ein relativ solides Quartal werden könnte, sollten sich der Preis- und Margendruck in H2 erneut deutlich verstärken. Obwohl die Analysten Investoren ein Engagement in europäische Wafer-, Zelloder Modulunternehmen zum aktuellen Zeitpunkt nicht empfehlen würden, sei ihr langfristiger Ausblick für SolarWorld ein anderer. Angesichts der starken Position, d.h. der integrierte Ansatz, die starke Präsenz im Ausland und insbesondere die etablierten Vertriebskanäle, differenziere sich SolarWorld positiv von den meisten seiner europäischen Peers. Das Unternehmen sollte ausreichend finanzielle Feuerkraft besitzen, um die aktuelle Konsolidierungsphase zu überstehen und sollte als Gewinner aus diesem Prozess hervorgehen.
Die Analysten von Warburg Research haben ihr Ergebnismodell überarbeitet und gelangen zu einem neuen Kursziel von Euro 1,75 (zuvor: Euro 5,05), das ihre "halten"-Empfehlung für die SolarWorld-Aktie untermauert. Für ein Kaufen sei es weiterhin zu früh. (Analyse vom 11.05.2012) (11.05.2012/ac/a/t) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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