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SolarWorld-Aktie: EBIT erneut durch Sondereffekte verzerrt


11.05.2012
Montega AG

Hamburg (www.aktiencheck.de) - Alexander Drews, Analyst der Montega AG, rät die Aktie von SolarWorld (ISIN DE0005108401 / WKN 510840) weiterhin zu verkaufen.

SolarWorld habe gestern die Geschäftszahlen für Q1/2012 veröffentlicht. Während der Umsatz deutlich zurückgegangen sei, habe der Konzern mit einem positiven, zweistelligen Millionenbetrag beim operativen Ergebnis überrascht. Demnach sei der Umsatz von 233 Mio. Euro auf 170,5 Mio. Euro (yoy) gefallen, das EBIT sei hingegen aufgrund von positiven Sondereffekten von 27,9 Mio. Euro auf 31,5 Mio. Euro (yoy) gestiegen. Ursächlich für den Umsatzrückgang seien neben dem drastischen Preisverfall ausgebliebene Waferverkäufe gewesen. Im Gegensatz zum Vorjahresquartal seien keine signifikanten Umsätze mehr mit Wafern ausgewiesen worden (171,5 Mio. Euro in GJ 2011). Die produzierten Wafer seien stattdessen auf Lager genommen bzw. für die eigene Modulproduktion verwendet worden.

Das positive EBIT resultiere erneut aus der ergebniswirksamen Auflösung von Anzahlungen auf Wafer (Langfristige Lieferverträge würden von Kunden sukzessive storniert, die zuvor geflossenen Anzahlungen als ergebniswirksamer Ertrag erfasst). Dieser Sondereffekt habe zu sonstigen Erträgen von ca. 50 Mio. Euro (nicht Cash wirksam) geführt, ohne die das EBIT bei ca. -18 Mio. Euro gelegen hätte. Der Restbuchwert der Anzahlungen dürfte noch bei ca. 50 Mio. Euro liegen, die nach Erachten der Analysten auch im nächsten Quartal erfolgswirksam aufgelöst würden. Zudem seien auch Cash wirksame Kompensationszahlungen möglich (34,2 Mio. Euro in 2011). In Q3 dürften die Anzahlungen jedoch aufgebraucht sein. Unter gleichen Rahmenbedingungen wäre die Folge eine deutliche Profitabilitätsverschlechterung.

Da auch der operative Cash Flow negativ gewesen sei, hätten sich die Nettofinanzverbindlichkeiten auf 757,6 Mio. Euro erhöht. Der Vorstand habe jedoch versichert, dass bisher nicht gegen Covenants verstoßen worden sei und er auch in Zukunft nicht davon ausgehe. Um das Net Debt zu reduzieren, solle in den nächsten Quartalen das Working Capital weiter abgebaut werden (aktuell bei 379 Mio. Euro).


Für SolarWorld stünden zwei wichtige politische Entscheidungen im Mai an. Heute trete der Bundesrat zur Verabschiedung der neuen Vergütungssätze für Photovoltaikanlagen zusammen. Aufgrund von Unstimmigkeiten zwischen den Ländern sei hier eine weitere Verzögerung möglich, die zu einer zusätzlichen Verunsicherung bei den Investoren führen könnte. Zudem sei am 16. Mai in den USA eine weitere Entscheidung im Verfahren gegen chinesische billig Importe zu erwarten. Die erste vorläufige Entscheidung habe zu deutlich niedrigeren Strafzöllen als von SolarWorld gefordert (2,9 bis 4,75%) geführt.

Trotz der sehr hohen Installationszahlen in den Kernmärkten Deutschland und den USA habe SolarWorld den weggebrochenen Umsatz aus dem Verkauf von Wafern und Zellen nicht kompensieren können. Der Umsatz liege sowohl deutlich unter dem Vorjahresniveau als auch unter dem des Vorquartales (Q4/2011 Umsatz: 292,9 Mio. Euro). Das Ergebnis sei hingegen noch stärker durch die Auflösung von Vorauszahlungen beeinträchtigt gewesen als von den Analysten zunächst angenommen. Dieser Effekt sollte sich jedoch spätestens in Q3 aufheben. Der Vorstand habe erneut darauf hingewiesen, dass die Nachfrage weiterhin gut sei. Bei dem aktuellen Preisniveau könnte man jedoch kaum Geld verdienen. Die Analysten hätten daher ihre Prognosen angepasst und insbesondere die langfristigen Ertragsentwicklungen gesenkt.

Man sehe weiterhin keinen Grund für ein Investment in die SolarWorld-Aktie. Die vorgelegten Quartalszahlen seien zwar im Vergleich zu anderen Modulherstellern gut, eine schnelle Marktkonsolidierung sei jedoch nicht zu erwarten. Zudem werde die Einhaltung der Covenants immer schwieriger.

Die Analysten der Montega AG belassen daher die SolarWorld-Aktie auf "verkaufen" bei einem reduzierten Kursziel von 1,30 Euro (zuvor: 2 Euro). (Analyse vom 11.05.2012) (11.05.2012/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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