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XING-Aktie: CEO verlässt die Firma 08.05.2012
Warburg Research
Hamburg (www.aktiencheck.de) - Jochen Reichert, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie von XING (ISIN DE000XNG8888 / WKN XNG888) unverändert mit "halten" ein.
Stefan Groß-Selbeck, der 2009 zum Vorstandsvorsitzenden ernannt worden sei, verlasse XING auf eigenen Wunsch mit Ablauf seines Vertrages in 2013. Thomas Vollmoeller werde als neuer Vorstandsvorsitzender benannt.
Nach Ansicht der Analysten verlasse der CEO die Firma in einer relativ wichtigen und aufregenden Phase:
- Mit dem facebook-Börsengang würden börsennotierte Social-Media-Unternehmen mehr Aufmerksamkeit bekommen.
- M&A-Gerüchte (Burda, LinkedIn (ISIN US53578A1088 / WKN A1H82D) als potenzielle Investoren) würden lebhaft diskutiert.
- Konkurrenz von LinkedIn und potenziell von alternativen Plattformen (facebook, Google+) werde über die Zeit wahrscheinlich zunehmen. Besonders sei anzunehmen, dass der direkte Konkurrent LinkedIn die Marketingaktivitäten intensivieren werde.
- Die letzte Übernahme (Amiando) sei immer noch nicht ideal in die XING Plattform integriert. Außerdem sei im Event-Business kein strukturelles Wachstum vorauszusehen (WRe).
- Abonnements oder so genannte Premium-Mitgliedschaften (ausschließlich Accounts von Personalvermittlern oder Firmenmitgliedern) hätten möglicherweise einen Sättigungspunkt erreicht. XING könnte sogar in eine Situation geraten, in der zunehmende Kündigungen bewältigt werden müssten.
- Das Unternehmen habe seine Kostenbasis deutlich erhöht, indem es neue Vertriebsmitarbeiter eingestellt habe. Daher werde die operative Performance auf EBIT-Level in H1/2012 negativ beeinflusst werden.
- Neue wichtige Produkte, besonders im E-Recruiting, würden eingeführt.
Ein potenzielles Kaufangebot für XING könnte entweder von Burda oder LinkedIn kommen. Burda würden schon 28,9% der ausstehenden Aktien gehören. Darüber hinaus habe Burda Put-Optionen gezeichnet. Dies könnte als Anzeichen interpretiert werden, dass Burda ein strategisches Interesse habe, seinen derzeitigen Anteil zu erhöhen. LinkedIn sei der weltweite Marktführer im Social-Networking für Geschäftskunden und Nummer eins in den meisten Märkten mit Ausnahme des deutschen Sprachraumes. Daher und aufgrund der Tatsache, dass LinkedIn mehr als USD 500 Mio. zur Verfügung habe, könne hier nicht ausgeschlossen werden, dass es einen beachtlichen Anteil an XING erwerbe oder XING sogar übernehme.
Abgesehen von der M&A-Diskussion sollte der Newsflow in den kommenden Quartalen eher gemischt sein. Eindeutig positiv könne der facebook-Börsengang gesehen werden. Im Gegensatz dazu sollten die vierteljährlichen Zahlen wegen der gesteigerten Kaufkraft und niedrigeren Wachstumsraten, verglichen mit FY 2011, keine Katalysatoren sein.
Mit einem EV/EBIT 12e von 14 und einem PER von 24x scheine die Aktie fair bewertet zu sein.
Das Rating "halten" für die XING-Aktie und das Kursziel von EUR 53 (DCF-basiert) bleiben unverändert, so die Analysten von Warburg Research. (Analyse vom 08.05.2012) (08.05.2012/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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