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AIXTRON-Aktie: wenig erfreulich - Q4 negativ, geringe Aufträge 01.03.2012
Warburg Research
Hamburg (www.aktiencheck.de) - Malte Schaumann, Analyst von Warburg Research, bewertet die AIXTRON-Aktie (ISIN DE000A0WMPJ6 / WKN A0WMPJ) weiterhin mit dem Votum "verkaufen".
AIXTRON habe wie befürchtet wenig Erfreuliches berichtet. Aufgrund umfangreicher Einmalaufwendungen sei das Q4-EBIT erstmals seit H1 2006 negativ ausgefallen. Eine Telefonkonferenz finde um 15 Uhr statt.
Aufgrund der schwachen Auftragslage und der im Jahresverlauf bevorstehenden Einführung einer neuen Generation von Produktionsanlagen habe AIXTRON die Vorräte um EUR 41,6 Mio. in Q4 abgewertet, infolgedessen das Q4-EBIT deutlich negativ ausgefallen sei. Das um diesen Effekt bereinigte EBIT liege bei EUR 24,7 Mio. (aufgrund höherer Erlöse etwas über der Warburg Research-Prognose, aber unter Konsens). Die bereinigte Bruttomarge habe in Q4 2011 bei rund 38% gelegen, das niedrigste Niveau seit Q1 2007 und Ausdruck eines zunehmenden Preisdrucks sowie eines geringen Anteils von Endabnahmen. Mit einer vorgeschlagenen Dividende von EUR 0,25 werde die Dividendenstrategie fortgesetzt (ca. 30% Ausschüttung).
Wie erwartet habe AIXTRON im Vergleich zum bereits schon schwachen Q3 nochmals einen Rückgang der Aufträge verzeichnen müssen. Dieser habe sich qoq um 64% auf EUR 29 Mio. verringert, was unter der Warburg Research-Prognose liege. Die jüngste Konsenserwartung habe bei EUR 46 Mio. gelegen, womit einige Marktteilnehmer von diesem Niveau überrascht sein könnten. Gründe für diese Entwicklung seien nach wie vor massive bestehende Überkapazitäten (ca. 40%) und ein vor der Konsolidierung stehender chinesischer Markt, auf den zuletzt gut 70% des weltweiten Gesamtmarktes entfallen seien.
AIXTRON 's Management stelle für 2012 nur das Erreichen positiver Ergebnisgrößen in Aussicht, ohne die Erwartung genauer einzugrenzen (Break Even Umsatz ca. EUR 275 Mio.). Dieses Ziel dürfte auf heutiger Basis gut zu erreichen sein.
Die Warburg Research-Prognosen würden für 2012 nochmals reduziert. Da in der ersten Jahreshälfte nicht mit einer wesentlichen Belebung der Nachfrager zu rechnen sei (AIXTRON: H1 2012 Aufträge nicht über EUR 80 Mio. aus H2 2011), dürfte das Unternehmen nicht mehr als EUR 300 Mio. an Umsätzen generieren. Dies impliziere eine EBIT-Marge von nur 5%. Da die 2012er Konsenserwartungen zuletzt noch deutlicher über diesem Niveau gelegen hätten, dürften diese in den kommenden Wochen signifikant nach unten korrigiert werden.
Auf dem aktuellen Kursniveau dränge sich ein Investment derzeit noch nicht auf. Während die Hoffnungen auf einer deutlichen Verbesserung der Auftragslage ab Sommer 2012 ruhen würden, sei die Visibilität hierfür letztlich gering. Gleichwohl unterstelle auch das Warburg-Research-Modell eine bessere Entwicklung ab Q3, mit sukzessiver Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von LEDs in Beleuchtungsapplikationen in einigen Anwendungen.
Es sollte jedoch berücksichtigt werden, dass ab dem laufenden Jahr 6-Zoll-Konfigurationen an Relevanz gewinnen würden. Diese würden erhebliche Produktivitätsvorteile gegenüber dem heutigen Standard der 2- und 4-Zoll-Systeme bieten und somit einen Teil der zukünftigen Nachfrage absorbieren. Das Gleiche gelte für die zu erwartende Einführung der neuen Crius-Plattform (letzte Generation bspw. +100% höhere Produktivität).
Das Kursziel von EUR 10 und das "verkaufen"-Rating für die AIXTRON-Aktie bleiben zum gegenwärtigen Zeitpunkt unverändert, so die Analysten von Warburg Research. (Analyse vom 01.03.2012) (01.03.2012/ac/a/t) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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