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Nordex-Aktie: vorläufige Zahlen 2011 im Rahmen der Erwartungen 29.02.2012
Warburg Research
Hamburg (www.aktiencheck.de) - Christopher Rodler, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie von Nordex (ISIN DE000A0D6554 / WKN A0D655) weiterhin mit "halten" ein.
Nordex habe gestern vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2011 veröffentlicht, die im Rahmen der Schätzungen der Analysten und dem Unternehmensausblick gelegen hätten. Es seien ein Umsatz von EUR 921 Mio. (WRe EUR 919,6 Mio., 2010 EUR 972,0 Mio.) und ein EBIT (vor Sondereffekten) von EUR-10,3 Mio. (WRe EUR-10,0 Mio., 2010 EUR40,1 Mio.) erzielt worden.
Gründe für den Umsatzrückgang seien ein niedriges Auftragsbuch zu Beginn des Jahres 2011, Projektverschiebungen in Südeuropa in der zweiten Jahreshälfte sowie ein niedrigerer Umsatz in China (-57%yoy). In den USA habe sich der Umsatz verdoppelt, der Rückgang in Asien habe damit jedoch nicht kompensiert werden können.
Ein anhaltend starker Preisdruck durch den starken Wettbewerb und die Überkapazitäten habe die Margen unter Druck gesetzt. Diesen Druck habe Nordex zwar durch das Kostensenkungsprogramm N-ergize kompensieren können (Reduzierung der Produktkosten um 15% bis Ende 2012), eine Erhöhung der Strukturkosten habe jedoch ein zusätzliches kurzfristiges Kostensenkungsprogramm erforderlich gemacht (Reduzierung der Strukturkosten um EUR 50 Mio.), dessen Effekte sich in 2012 zeigen würden.
Für 2012 erwarte Nordex einen Umsatz im Bereich von EUR 1,0 Mrd. bis 1,1 Mrd. und eine EBIT-Marge von 1 bis 3%. Außerdem solle der operative Cashflow wieder positiv werden. In Bezug auf die Verhandlungen über ein JV mit einem chinesischen Partner sei laut dem Unternehmen ein Ergebnis in der ersten Hälfte des Jahres 2012 zu erwarten. Es seien jedoch keine weiteren Informationen gegeben worden. Nordex befinde sich zudem in Gesprächen über ein JV im Offshore-Geschäft, wo "im Laufe des Jahres 2012 eine Lösung erwartet wird".
Die Probleme in der Industrie dürften kurzfristig anhalten. Insbesondere auf den südeuropäischen Märkten würden Finanzierung und Preisdruck ein Problem bleiben. Darüber hinaus werde auch der US-Markt in den kommenden Jahren sehr volatil bleiben, da ungewiss sei, ob und wann der PTC verlängert werde.
Während die neuen Niedrigwindturbinen (N117) Nordex einen Vorteil gegenüber den Wettbewerbern in den bereits ausgeschöpften Windmärkten verschaffen könnten, würden die Unsicherheiten auf dem Markt anhalten. Nichtsdestotrotz würden die Analysten erwarten, dass Nordex durch den soliden Auftragsbestand von EUR700 Mio., die schlankere Kostenstruktur dank der Kostensenkungsmaßnahmen und durch den steigenden Anteil und die höhere Profitabilität des Servicegeschäfts die Guidance für 2012 erreichen werde.
Die Analysten hätten ihr Modell daher aufgrund der vorläufigen Zahlen von Nordex, der Guidance und der Marktentwicklungen leicht angepasst, was zu einem etwas höheren Kursziel von EUR 4,50 (alt: 4,40) geführt habe.
Da die Analysten von Warburg Research noch immer keine deutliche Verbesserung der Marktentwicklung und keinen Katalysator sehen können, bestätigen sie ihre "halten"-Empfehlung für die Nordex-Aktie. (Analyse vom 29.02.2012) (29.02.2012/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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