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510300 |
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ADVA Margen-Knoten ist geplatzt 06.11.2011
TradeCentre.de
Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" raten bei der Aktie von ADVA (ISIN DE0005103006 / WKN 510300) schwache Tage zum weiteren Einstieg und den Ausbau von Positionen zu nutzen.
Endlich. Was Firmenchef Brian Protiva seit einigen Quartalen in Aussicht stelle, sei im dritten Quartal des laufenden Jahres Realität geworden. Bei Umsätzen von 79,3 Mio. Euro hätten die Münchener eine bereinigte EBIT-Marge von 6,9 Prozent erzielt. Einerseits habe das Unternehmen von einer höheren Bruttomarge und einem straffen Kostenmanagement profitiert. Andererseits habe sich in der Marge auch eine erhöhte Nettoaktivierung von Eigenleistungen durchgeschlagen, die die Marge um circa 1,5 Prozent erhöht habe.
Summa summarum sei der Margen-Knoten dennoch geplatzt. Eine solch hohe Marge habe ADVA schon seit Jahren nicht mehr berichtet. Das Beste: Die erhöhte EBIT-Marge sei sodann keine Eintagsfliege, habe der CEO im Hintergrundgespräch betont. Für das Schlussquartal erwarte der Firmenchef bei Einnahmen zwischen 79 und 84 Mio. Euro eine bereinigte EBIT-Marge von sechs bis neun Prozent. Das sei ein starker Ausblick für Q4.
Im Gesamtjahr 2011 werde ADVA einen Umsatz von rund 310 Mio. Euro stemmen. Die bereinigte EBIT-Marge werde sich auf über fünf Prozent belaufen. Operativ würden sodann über 17 Mio. Euro in der Kasse klingeln. Abzüglich für den Aufwand für immaterielle Vermögenswerte aus Übernahmen und für die aktienbasierte Vergütung von jeweils zwei Mio. Euro dürfte sich das berichtete EBIT bei bis zu 13 Mio. Euro einpendeln. Allein in Q3 sei ein Nettogewinn von knapp zehn Mio. Euro eingefahren worden. ADVA habe an dieser Stelle von einem Steuerertrag in Höhe von 2,7 Mio. Euro und Wechselkursgewinne in Höhe von drei Mio. Euro profitiert. Damit würden sich die Wechselkursverluste in Q1 mehr als aufheben.
Unterm Strich würden die Experten für 2012 einen Nettogewinn von circa zwölf bis 13 Mio. Euro schätzen. Das entspreche einem Gewinn je Aktie von ungefähr 25 Cent plus X. Den operativen Cashflow schätze Protiva im Gesamtjahr auf mehr als 30 Mio. Euro. Aufgrund hoher Investitionen in diesem Jahr werde der Free Cashflow allerdings nur leicht positiv ausfallen. In der Summe werde der Nettobarbestand dennoch weiter ansteigen. Er habe per Ende September bereits auf einem Rekordniveau von 28 Mio. Euro gelegen. An Dividendenauszahlungen sei indes vorerst nicht zu denken. Protiva wolle lieber eigene Aktien zurückkaufen. Ab 2012 könnten die bilanziellen Voraussetzungen für ein Aktienrückkaufprogramm geschaffen sein.
Mit einer konkreten Prognose für das kommende Jahr wolle sich der CEO noch zurückhalten. Das wirtschaftliche Umfeld werde sicher nicht einfach. "Ich bin für ADVA dennoch recht optimistisch. Zumindest erwarte ich 2012 keine Rückgänge", habe Protiva gesagt. Die Netzbetreiber müssten jedenfalls weiter investieren. An den grundsätzlichen Wachstumstrends habe sich nichts verändert. Der Spezialist für glasfaserbasierte Übertragungstechnik profitiere von einem immensen Datenaufkommen im Internet. Die Bandbreiten müssten aufgrund vielfältiger Funktionen weiter ausgebaut werden.
"Wir profitieren inzwischen stark vom Thema Cloud Computing". Das sei auch ein großes Thema für Firmenkunden, deren Nachfrage in Q3 etwas schwächer gewesen sei und in Q4 aber wieder deutlich anziehe. "Unternehmen können durch Cloud Computing Kosten sparen. Das setzt sich immer mehr durch und ist ein Treiber für das Geschäft mit Firmenkunden. Allerdings sind diese Kunden in einer Rezession vorsichtiger und ziehen in schwierigen Zeiten ihren Auftrag auch sehr schnell wieder zurück", erkläre der Firmenchef. Das mache eine belastbare Aussage für das kommende Jahr nur schwer möglich.
In einem normalen Wirtschaftsumfeld sei es das Ziel des Unternehmens, im kommenden Jahr zweistellig zu wachsen. "Vor dem Hintergrund einer Rezession will ich nichts versprechen. Rechnen Sie mit einer Bandbreite zwischen null und 20 Prozent. In diesem Bereich ist alles möglich". Viel wohler fühle sich der CEO mit der Margenentwicklung. "Wir werden im nächsten Jahr einen guten Sprung machen. Wir arbeiten daran, dass wir mittelfristig mit einer Proforma-EBIT-Marge von 15 Prozent wirtschaften." 2012 dürfte ADVA mindestens eine bereinigte EBIT-Marge von sieben Prozent erzielen. Wenn nicht sogar ein Niveau von acht Prozent. Zudem sollte das Unternehmen zumindest in einem Quartal eine Proforma-EBIT-Marge von zehn Prozent ausweisen. Durch den Margensprung würden die Ergebnisse von ADVA signifikant ansteigen.
Unterstelle man für 2012 einen Umsatz von 340 Mio. Euro, würden operativ mehr als 25 Mio. Euro in der Kasse klingeln. Das berichtete EBIT würden die Experten dann bei mindestens 21 Mio. Euro erwarten. Netto sollten zwischen 14 und 16 Mio. Euro hängen bleiben. Das würde einem Gewinn je Aktie von 33 Cent entsprechen.
Mit einem Börsenwert von 195 Mio. Euro sei ADVA weiterhin nicht zu teuer. In ihrem Bericht zu ADVA im August hätten die Experten ausdrücklich betont, dass Protiva bei den Margen überzeugen müsse. Das passiere inzwischen und sollte Investoren überzeugen. Zumal das Vertrauen in das Management dadurch weiter ansteige und ein deutlicher Margensprung 2012 sehr realistisch sei. Die Empfehlung der Experten, bei Kursen von 3,30 bis 3,50 Euro wieder erste Positionen aufzubauen, sei richtig gewesen.
Die Experten von "TradeCentre.de" raten nunmehr bei der ADVA-Aktie schwache Tage zum weiteren Einstieg und den Ausbau von Positionen zu nutzen. (Analyse vom 06.11.2011) (06.11.2011/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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