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DE000A0WMPJ6 A0WMPJ -   € -   €
 
 
 

AIXTRON übertriebene Kursentwicklung nach chinesischem Glühlampenverbot?


07.11.2011
Warburg Research

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Malte Schaumann, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie von AIXTRON (ISIN DE000A0WMPJ6 / WKN A0WMPJ) weiterhin mit "halten" ein.

Nachrichten über das Verbot von Glühlampen und Gerüchte über die Einführung eines Subventionsplans für LED-Beleuchtung in China hätten einen Kursanstieg im LED-Sektor ausgelöst. AIXTRON habe von Donnerstagmorgen bis Freitagnachmittag ca. 20% zugelegt. Die Analysten seien Mitte letzter Woche in Frankfurt mit dem Unternehmen (CFO) auf Roadshow gewesen.

Dies sei ein wichtiger Schritt für China's Bemühungen, eine wettbewerbsfähige LED-Industrie zu erschaffen und den auf Beleuchtung entfallenden Energieverbrauch mittel- bis langfristig auf einem relativ niedrigen Niveau zu halten. Laut Plan werde der Ausstieg am 1. Oktober 2012 mit 100W Glühlampen beginnen, die jedoch nur einen kleinen Teil des Marktes ausmachen würden. Die wichtigen 60W Lampen würden erst ab Oktober 2014 verboten. Folglich helfe der Plan nicht, die aktuell schwache Stimmung im LED-Sektor kurzfristig zu verbessern.

Der chinesische MOCVD-Markt mache weiterhin ca. 70% des globalen Marktes aus. Enorme Investitionen in 2010/11, eine begrenzte Kreditvergabe, ein Mangel an Ingenieuren für den Anlauf der Systeme und Kunden die ihre ursprünglichen Expansionspläne streichen oder zumindest verschieben würden, hätten zu einem deutlichen Rückgang der Aufträge für neue Systeme geführt.

Die ausstehende Konsolidierung der inländischen LED-Industrie werde kurzfristig den Ausblick nicht verbessern. Bei der derzeitigen chinesischen Marktschwäche gebe es nur einen einzigen Lichtblick: Es werde damit gerechnet, dass AIXTRON ein erneuertes CRIUS-System einführe, um die verlorenen Marktanteile zurück zu gewinnen. US-Konkurrent Veeco (ISIN US9224171002 / WKN 896007) sei mit seiner weniger komplizierteren jedoch automatisierteren k465i Plattform in China wesentlich erfolgreicher gewesen.


Die Situation in Taiwan und Korea bleibe ebenfalls weiterhin schwierig. Die Auslastungsraten von 50 bis 60% würden genügend Kapazitäten bieten, um zusätzliche Nachfrage zu decken, besonders für TV-Backlight-Anwendungen. Diese würden sich jedoch ebenfalls einer eher schleppenden Nachfrage nach LCD-Fernsehern gegenübersehen.

Folglich bedürfe es einen Anstieg der Penetration in der allgemeinen Beleuchtung, um einen neuen MOCVD-Investitionszyklus auszulösen. Dies werde frühestens in H2 2012 erwartet. Sollte die schwache Auftragslage länger als erwartet anhalten, dann wären die Prognosen für 2013 immer noch zu hoch. Im Wohnumfeld erscheine, außer in subventionsgetriebenen Beleuchtungsmärkten, aufgrund der hohen Preise eine schnell wachsende Durchdringung unwahrscheinlich. CFL-Lampen würden immer noch die besseren Gesamtbetriebskosten bieten.

Es bedürfe einer massiven Reduzierung der Produktionskosten über alle Schritte der LED-Produktion von der MOCVD-basierten Epitaxie, der Verpackung bis zur Montage etc., um mit geringeren Preisen einen Nachfrageanstieg im Wohnumfeld auszulösen. Es sei daher zu erwarten, dass kommerzielle Anwendungen mit deutlich längeren Beleuchtungszeiten und einem stärkeren Fokus auf Gesamtbetriebskostenberechnungen zunächst wichtiger seien.

Subventionen für LED-Leuchtmittel selbst könnten eher positivere Auswirkungen auf Downstream-Unternehmen wie technologisch führende LED-Hersteller wie z.B. Cree (ISIN US2254471012 / WKN 891466), als für Equipment-Lieferanten haben. Basierend auf ca. 1,5 Mrd. verbrauchten Glühlampen in China, wären ca. 10 Mrd. LEDs (basierend auf 60W) erforderlich, um diese zu ersetzen. Aufgrund einer erwarteten Produktion von 35 bis 40 Mio. "Good Dies" je MOCVD-Reaktor in 2014, wäre eine Anzahl von ca. 300 bis 350 Systemen ausreichend, um die benötigte Menge an LEDs zu produzieren. Im Vergleich zu 500+ Geräten, die alleine in 2011 an China ausgeliefert worden seien, begeistere die Analysten allein dieser Schritt in China nicht allzu besonders.

Die Analysten würden glauben, dass die chinesischen Ankündigungen die jüngste Entwicklung des Aktienkurses nicht rechtfertigen würden und es vorziehen, aufgrund des schwachen Auftragsniveaus und geringerer Visibilität bis Mitte 2012 an der Seitenlinie zu warten.

Die Analysten von Warburg Research bewerten die Aktie von AIXTRON nach wie vor mit dem Rating "halten". Das Kursziel werde bei EUR 12,50 belassen. (Analyse vom 07.11.2011) (07.11.2011/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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