Suche
nach Kursen
 Aktien
 Fonds
 Zertifikate
 Optionsscheine
 Optionen & Futures
nach Artikeln
alle Artikel
nur Analysen
nur News
als Quelle
 
WKN/ISIN/Symbol/Name

Login Depot + Forum
 
Passwort vergessen?


hier klicken zur Chartansicht    
Aktuelle Kursinformationen (XETRA)
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
45,14 € 44,88 € +0,26 € +0,58 % 21.04/10:07
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000A0D6554 A0D655 -   € -   €
 
 
 

Nordex viel Wind um nichts?


12.10.2011
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten von "TradeCentre.de" sollte man ein Investment in die Aktie von Nordex (ISIN DE000A0D6554 / WKN A0D655) vergessen.

Die mehrfachen Warnungen der Experten für die windige Aktie hätten sich als Volltreffer erwiesen. Aktuell handle die Aktie des Windunternehmens bei vier Euro oder auf einem neuen Mehrjahrestief. Hoffnung auf Besserung hätten die Experten weiterhin nicht. Vorstandschef Thomas Richterich sei der Meister der Planzahlenverfehlungen. Mehrfach habe der CEO seine Ziele in der Vergangenheit revidieren müssen und zugleich immer wieder mit Besserung im Folgejahr gelobt. Pustekuchen! Daraus sei im Jahr 2010 nichts geworden und werde 2011 erst recht gar nichts.

Noch im Dezember 2010 habe Richterich für 2011 Wachstum und bessere Margen versprochen. Von der einstigen Aussage, Nordex werde 2011 einen Umsatz von 2,5 bis vier Mrd. Euro stemmen und mit einer EBIT-Marge von neun bis zwölf Prozent wirtschaften, liege die Windfirma meilenweit entfernt. Es werde nicht überraschen: Richterich habe für das laufende Geschäftsjahr seinen Anteilseignern erneut eine Gewinnwarnung präsentiert. Bei einem Umsatz von rund eine Milliarde Euro sei eine EBIT-Marge von vier Prozent angestrebt gewesen. Nunmehr erwarte der CEO zwar weiterhin die Umsatzmilliarde, aber aufgrund des intensiven Wettbewerbes nur noch ein niedrig positives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Sonderaufwendungen.

Im ersten Halbjahr sei ein EBIT von 1,6 Mio. Euro erwirtschaftet worden. Das entspreche einer rührigen EBIT-Marge von 0,26 Prozent! Netto seien mehr als vier Mio. Euro versenkt worden. 2011 werde Nordex sodann unterm Strich rote Zahlen schreiben. Und was mache der Vorstand: Er gelobe Besserung für das Jahr 2012. Sodann solle der Umsatz wachsen und das EBIT-Ziel von vier Prozent im kommenden Jahr erreicht werden. Die Experten würden an dieser Stelle erneut mit einer Verfehlung dieser Planzahlen rechnen. Richterich werde dann aber nicht mehr an Bord sein. Er mache sich aus dem Staub und werde seinen auslaufenden Vertrag am 30. Juni 2012 nicht verlängern. Summa summarum verlasse er das Unternehmen mit einer ständigen Verfehlung von Planzahlen.


Eines habe der CEO allerdings absolut richtig gemacht. Wie man wisse, verbrenne Nordex schlichtweg Geld und positive Free Cashflows seien für das Unternehmen eher ein Fremdwort gewesen. Frisches Kapital sei für das Unternehmen sodann stets herzlich willkommen. Richterich habe sodann die Gunst der Stunde genutzt. Im Zuge des Atomdesasters in Japan im März dieses Jahres sei die Windaktie kurzfristig explodiert und von sechs auf über neun Euro rasant angestiegen. Ganz flott habe Richterich dann knapp 6,7 Mio. neue Aktien ausgegeben. Die Stücke seien zu 8,40 Euro platziert worden. Aus der Transaktion habe Nordex gut 56 Mio. Euro kassiert. Ohne die Katastrophe in Japan wäre diese Transaktion zumindest auf diesem Kurslevel nicht möglich gewesen. Richterich habe sodann das Desaster eiskalt ausgenutzt und seine Kasse wieder aufgefüllt.

Um den Betrieb halbwegs auf Profit zu trimmen, müsse das Unternehmen wieder die Kosten senken. Angesichts hoher Strukturkosten und weiterhin fallender Absatzpreise wolle der CEO insgesamt 50 Mio. Euro beim Personalaufwand und bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen einsparen. Von den über 2.600 Mitarbeitern dürften einige vor die Tür gesetzt werden. Nordex sei wohl ein laufender Sanierungsfall. Aber selbst wenn das Unternehmen 2012 mehr als eine Milliarde Euro umsetze, dürfte sich die EBIT-Marge auf weniger als vier Prozent belaufen. Die Experten würden bestenfalls eine EBIT-Marge von drei Prozent erwarten. Das sei schon großzügig. Operativ würde dies einem Profit von 30 Mio. Euro entsprechen. Netto könnten allenfalls 15 bis 20 Mio. Euro verdient werden.

An Börse koste das Unternehmen aktuell 295 Mio. Euro. Das KGV liege für 2012 zwischen 14 und 19. Und das bei hoher Unsicherheit. Für ein kaum wachsendendes und zudem sehr margenschwaches Unternehmen sei dieses Gewinn-Multiple noch viel zu hoch. Die Aktie sei damit aktuell trotz des Kurssturzes alles andere als preiswert. Eher sogar noch viel teuer.

Man sollte ein Investment in die Nordex-Aktie vergessen, so Experten von "TradeCentre.de". Das im TecDAX (ISIN DE0007203275 / WKN 720327) notierte Unternehmen mache viel Wind um nichts! (Analyse vom 12.10.2011) (12.10.2011/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Erweiterte Funktionen
Artikel drucken Artikel drucken
Weitere Analysen & News mehr
16.04.2026, ZertifikateJournal
Discount Call auf Nordex: Die Aussichten bleiben vielversprechend - Optionsscheineanalyse
05.03.2026, ZertifikateJournal
Discount Call auf Nordex: Hier dürfte nichts mehr anbrennen - Optionsscheinenews
08.01.2026, ZertifikateJournal
Discount Call auf Nordex: Neue Kanada-Aufträge beflügeln Wachstumshoffnung - Optionsscheinenews
16.10.2025, ZertifikateJournal
Discount Call-Optionsschein auf Nordex: Starke Auftragslage - Optionsscheineanalyse
28.08.2025, HebelprodukteReport
Nordex-(Turbo)-Calls mit hohen Chancen bei Erreichen des Jahreshochs - Optionsscheineanalyse
 

Copyright 1998 - 2026 optionsscheinecheck.de, implementiert durch ARIVA.DE AG