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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
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0,017 € |
-0,0022 € |
-12,64 % |
17.04/19:45 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0007472060 |
747206 |
- € |
- € |
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Wirecard Trend zum Online-Handel und weitere Produktinnovationen 30.09.2011
Warburg Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Jochen Reichert, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie von Wirecard (ISIN DE0007472060 / WKN 747206) unverändert mit "halten" ein.
Auf dem Analystentag habe Wirecard insgesamt drei fachbezogene Vorträge zu folgenden Themen gehalten: Consumer Goods/E-Commerce: Hier sei aufgezeigt worden, welche Vorteile ein Online-Händler habe, wenn er den Payment-Prozess an Wirecard auslagere:
Zum einen könne er seinen Kunden eine größere Vielfalt an weltweit einsetzbaren Bezahlverfahren anbieten und erfülle mit Wirecard die PCI-Compliance (PCI - Payment Card Industry Data Security Standard; Regelwerk im Zahlungsverkehr, das sich auf die Abwicklung von Kreditkartentransaktionen beziehe). Durch den Einsatz der Wirecard Echtzeit-Risikomanagement-Systeme reduziere der Händler zum anderen Rückbelastungen und Betrug signifikant.
Außerdem gehe eine größere Vielzahl an Bezahlverfahren in der Regel mit einer deutlichen Umsatzsteigerung für den Händler einher. Viele Bestellprozesse würden beim Bezahlvorgang abgebrochen, da oftmals die Auswahl der Bezahlmethoden zu gering sei. Mit dem Risikomanagement von Wirecard könne der Händler die Ware auch per Rechnung versenden, da viele Betrugsversuche durch die Wirecard-Systeme im Vorfeld entdeckt würden.
Wirecard habe dargestellt, wie das Produkt Fraud Prevention Suite (d.h. FPS, Betrugserkennung/Betrugsvermeidung) eingesetzt werde. Es handle sich um eine Software, die an Hand von bestimmten Algorithmen und durch Vernetzung an verschiedene Datenanbieter das Risiko eines Kunden abschätze. Darüber hinaus würden an Hand von verschiedenen Kennzahlen Händlern Statistiken zur Verfügung gestellt, mit denen sich Betrug und Rückbelastungen auswerten lassen würden.
Zudem analysiere die Software, aus welchen Gründen eine Transaktion verweigert worden sei. Mit diesen Tools könne der Händler die Schwachstellen im Bezahl- und Bestellprozess beseitigen und somit die Zahl der Transaktionen erhöhen und die Zahl der betrügerischen Transaktionen sowie Rückbelastungen weiter minimieren. Damit habe die FPS einen echten Mehrwert für Online-Händler.
Hier sei diskutiert worden, welche Mobile Payment Formen bereits (z.B. NFC, NEar Field Communication) im Einsatz seien. Darüber hinaus dürfte sich mobile Payment nur dann durchsetzen, wenn Verbraucher und Unternehmen einen echten, zusätzlichen Vorteil vom Einsatz der mobilen Transaktion hätten. Dagegen dürfte ein Ansatz, der einfach nur herkömmliche Bezahlmethoden durch mobile Payment ersetze, scheitern.
Neben den fachbezogenen Themen hätten die Analysten ein 1-1 mit dem CFO. Es sei aus Sicht von Warburg Research davon auszugehen, dass Wirecard auch bei einer konjunkturellen Abschwächung durch geografische Expansion, Trend zum Online-Handel sowie weitere Produktinnovationen das Wachstumstempo halten könne.
Für 2012e werde ein Umsatzwachstum von +18,5% (WRe) erwartet (zum Vergleich: Im Krisenjahr 2009 habe Wirecard den Umsatz um +16,5% gesteigert). Die systemischen Risiken versuche Wirecard dadurch zu managen, dass Überschussliquidität nur bei Banken mit mindestens Single A-Rating angelegt werde, pro Bank nicht mehr als EUR 20 Mio. angelegt würden und nur Banken ausgewählt würden, die als systemrelevant anzusehen seien.
Das DCF-basierte Kursziel laute weiter EUR 13 (WACC: 10,56%, CAGR 14e-24e: 6,8%, steady state EBIT-Marge: 20%).
Das Rating der Analysten von Warburg Research für die Wirecard-Aktie wird unverändert auf "halten" belassen. (Analyse vom 30.09.2011) (30.09.2011/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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