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SolarWorld Herausforderungen für die Solarbranche bleiben bestehen


19.08.2011
Raiffeisen Centrobank

Wien (aktiencheck.de AG) - Magdalena Wasowicz und Helge Rechberger, Analysten der Raiffeisen Centrobank, stufen die Aktie von SolarWorld (ISIN DE0005108401 / WKN 510840) unverändert mit "halten" ein.

Der deutsche Solarmarkt habe sich im ersten Halbjahr 2011 schwächer als erwartet entwickelt und sei weit hinter der durch Vorzieheffekte geprägten starken ersten Jahreshälfte 2010 geblieben. So sei die neu installierte Leistung (von Januar bis Mai) mit 1.078 MW um 38% zurückgegangen. Aufgrund dieser Tendenzen sei es Anfang Juli nicht zu der angedachten Kürzung der Vergütungssysteme gekommen. Für das verbleibende Geschäftsjahr rechne SolarWorld mit einem unveränderten Nachfrageniveau und sehe die neu installierte Jahresleistung bei mehr als vier GW (nach 7,4 GW in 2010).

In Italien, dem zweitgrößten europäischen Markt, sei erst im Mai eine Neuregelung der Solarförderung beschlossen worden, die mit EUR 7 Mrd. gedeckelt sei. Allerdings sei eine Bevorzugung in Europa hergestellter Systeme vorgesehen. SolarWorld rechne nach der schwierigen ersten Jahreshälfte mit einer Nachfrageerholung in den verbleibenden Monaten und einer neu installierten Jahresleistung von etwa drei GW.


In den USA, deren Anteil am Konzernumsatz von sechs Prozent auf 21% gestiegen sei, habe sich die positive Marktdynamik im Berichtszeitraum verstärkt. Man erwarte für das Gesamtjahr 2011 eine neu installierte Leistung von zwei bis drei GW, nach 878 MW im Vorjahr.

SolarWorld habe die Anteile am südkoreanischen Joint Venture mit Ende Juni 2011 verkauft. Das Unternehmen setze nun vollständig auf Fertigung in Europa und den USA, die in Folge auch asiatische Märkte beliefern sollten. Demnach würden im laufenden Geschäftsjahr die Produktionskapazitäten in Deutschland um 33% im Bereich Wafer und um neun Prozent im Bereich Zellen erhöht, bei Modulen komme es zu einer Verdreifachung der Kapazitäten.

Trotz aktueller Diskussionen um die Zukunft der Energieversorgung (z.B. geplanter Atomausstieg in Deutschland) würden die Herausforderungen für die Solarbranche bestehen bleiben. Neben anhaltendem Preisdruck und einem starken Kapazitätsanstieg in Asien berge die Abhängigkeit von Subventionen Risiken bei drohenden Kürzungen der Staatsausgaben.

Die Analysten der Raiffeisen Centrobank bleiben bei ihrer Einschätzung "halten" für die SolarWorld-Aktie. (Analyse vom 18.08.2011) (19.08.2011/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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