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Software AG legte endgültige Q2-Zahlen vor


28.07.2011
Warburg Research

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Andreas Wolf, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie der Software AG (ISIN DE0003304002 / WKN 330400) unverändert mit dem Rating "kaufen" ein.

Software AG habe endgültige Q2-Zahlen vorgelegt. Im Vorfeld seien bereits Umsatz- und EBIT-Kennzahlen veröffentlicht worden, sodass die endgültigen Zahlen keine Überraschungen beinhaltet hätten. Die Guidance sei bestätigt worden: Der Umsatz solle währungsbereinigt um 5 bis 7% steigen und das Ergebnis um 10 bis 15%. Um 11:00 Uhr finde eine Telefonkonferenz statt.

Im Vergleich zu Q2 2010 sei der währungsbereinigte Umsatz nahezu unverändert gewesen. Die Top Line sei durch Währungseffekte i.H.v. EUR 10,8 Mio. belastet worden. Durch einen Natural Hedge und verbesserte Kostenstrukturen (Anzahl der Mitarbeiter ggü. dem Vorjahr um 5% auf 5.478 gesunken) habe das EBIT in etwa auf dem Vorjahresniveau von EUR 58,9 Mio. gehalten werden können. Zudem habe die umsatzbasierte Vergütung einen kostendämpfenden Effekt gehabt.

Der schwache Lizenzabsatz (-14% yoy auf EUR 57.7m) sei im Wesentlichen dem BPE-Segment geschuldet, wo die Lizenzumsätze um 19,9% yoy auf EUR 31,3 Mio. rückläufig gewesen seien. Daher sei das Prozessoptimierungsgeschäft der Software AG unverändert gegenüber dem Vorjahresniveau bei EUR 121,6 Mio. (+0,1% yoy; WRe: EUR 122,1 Mio.) gewesen. Der schwache Lizenzabsatz lasse sich vor allem auf die EMEA-Region zurückführen: Die öffentlichen Auftraggeber scheinen schwächer zu werden während - im Gegensatz zur vorherigen Annahme der Analysten von Warburg Research - der Finanzsektor mehr oder weniger stabil blieb.

Der Bereich ETS (Datenbanksoftware) habe bei EUR 89,7 Mio. (-6,9% yoy; WRe: EUR 90,4 Mio.) gelegen. Der Umsatzrückgang sei insbesondere auf einen schwachen Lizenzumsatz in Q2 zurückzuführen (-10,2% auf EUR 25,1 Mio.). Grund hierfür seien einige Verzögerungen bei Deals, die aber noch abgeschlossen werden sollten.


IDSC (vorwiegend SAP-Implementierung) habe sich auf EUR 45,8 Mio. (-7,5% yoy; WRe: EUR 46,2 Mio.) verringert, was angesichts der gestern veröffentlichten guten Zahlen von SAP (ISIN DE0007164600 / WKN 716460) eine Software AG-spezifische Entwicklung sei.

Der Newsflow dürfte durch die weitere operative Entwicklung der Software AG determiniert werden. Das Unternehmen habe Schritte zur Verbesserung der Vertriebsaktivitäten eingeleitet: Für die EMEA-Region (ohne Deutschland) sei ein neuer Manager eingesetzt worden. Darüber hinaus werde die Software AG industriespezifische Lösungen anbieten, um den Vertriebsprozess zu forcieren und die Bedürfnisse der Kunden deutlicher anzusprechen.

Die Pipeline für die zweite Jahreshälfte sei stark. Dies spiegele sich auch in der Guidance der Software AG für Q3 wider: Lizenzwachstum im BPE-Segment von deutlich mehr als 20% yoy. Dies vergleiche sich mit 14,9% in Q1 und -20% in Q2 2011.

Ein Blick auf die Halbjahreszahlen zeige, dass die Software AG angesichts eines währungsbereinigten Umsatzwachstums von 3% in H1 (trotz eines schwachen Q2) und dem Ergebniswachstum von 20% auf dem richtigen Weg sei.

Die Kaufempfehlung sowie das Kursziel von EUR 41,50 für die Aktie der Software AG werden von den Analysten von Warburg Research bestätigt. (Analyse vom 28.07.2011) (28.07.2011/ac/a/t)


Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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