|
 |
|
| |
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| - |
- |
0 |
0 % |
/ |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
|
|
- |
- |
| |
|
|
| |
|
|
| |
Software AG niemals wieder Wachstum? 19.07.2011
Warburg Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Andreas Wolf, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie der Software AG (ISIN DE0003304002 / WKN 330400) von "halten" auf "kaufen" herauf.
Letzte Woche habe die Software AG vorläufige Eckdaten für Q2 vorgelegt, die Bottom Line ca. 11% unter den EBIT-Schätzungen des Konsens gelegen hätten (Konsens: EUR 64,9 Mio., Unternehmen erwarte ca. EUR 57,6-59,3 Mio.). Das Verfehlen der Schätzungen lasse sich im Wesentlichen auf eine Zahl von Lizenzdeals in den Segmenten ETS und BPE zurückführen, die für Q2 antizipiere, aber nicht abgeschlossen worden seien. Software AG habe die Guidance für 2011 (währungsbereinigtes Umsatzwachstum 5-7%, Gewinnwachstum von 10-15%) bestätigt und habe auf eine starke Pipeline für H2 verwiesen. Seit der Veröffentlichung der Zahlen wäre der Aktienkurs um ca. 32% zurückgegangen.
Mit der Veröffentlichung der Q2-Eckdaten habe die Software AG keine konkreten ergänzenden Informationen bereitgestellt (z.B. welche Industrie oder welche Regionen zu der Verzögerung der Lizenzdeals geführt hätten). Ein Blick auf Temenos, einen Softwareanbieter von Banklösungen, der letzte Woche sein Tradingupdate veröffentlicht habe, verdeutliche, dass die Unsicherheit der Banken insbesondere in Europa gegenüberstehen würden, ihre Entscheidungen hinsichtlich großer Projekte beeinflusse. Dies führe zu längeren Absatzzyklen.
Da etwa 20% vom Umsatz der Software AG auf den Finanzdienstleistungssektor entfielen, würden sich die damit verbundenen Risiken in reduzierten Schätzungen widerspiegeln und könnten zudem die Verzögerung der Deals zum Ende von Q2 erklären. Der schwache USD dürfte das ausgewiesene Umsatzwachstum in H2 beeinträchtigen. Vor diesem Hintergrund würden die Schätzungen gesenkt. Die Prognose für den Jahresüberschuss von EUR 194 Mio. werde durch das untere Ende der Management Guidance gestützt.
Der aktuelle Kurs der Software AG von EUR 32 werde durch den adjustierten FCF-Yield 2010 gestützt. Dieses Bewertungsniveau signalisiere zugleich, dass das adj. FCF-Niveau 2010 in die Zukunft fortgeschrieben und damit künftig kein Wachstum gegenüber 2010 unterstellt werde. Zudem werde gepreist, dass das Segment IDSC (vorwiegend SAP-Implementierung und -Beratung) niemals profitabel werde und zugleich die Restrukturierungsaufwendungen von EUR 20 Mio. vernachlässige, durch die die Bottom Line in 2010 belastet worden sei.
Zwar sollte sich das Wachstum in diesem Jahr verlangsamen, aber das strukturelle Wachstum des von der Software AG adressierten Prozessoptimierungsmarktes bilde die Grundlage für künftige Umsatzsteigerungen (so habe US-Wettbewerber TIBCO (ISIN US88632Q1031 / WKN 924325) z.B. das schnellste Q2-Wachstum seit mehr als 5 Jahren berichtet und habe auf sehr gute mittelfristige Aussichten gedeutet; IBM (ISIN US4592001014 / WKN 851399) habe gestern ein solides währungsbereinigtes Wachstum von 14% für Middleware-Produkte berichtet).
Der kurzfristige Newsflow dürfte durch die endgültigen Q2-Zahlen bestimmt werden, die nächste Woche Donnerstag veröffentlicht würden. Die Analysten würden erwarten, dass das Management Einblicke in die Deal-Pipeline der Software AG für die zweite Jahreshälfte gebe, was das Vertrauen des Marktes stärken sollte.
Durch die reduzierten Schätzungen werde das Kursziel der Analysten (Basis DCF) von EUR 44 auf EUR 41,50 gesenkt.
Die Analysten von Warburg Research erhöhen das Rating für die Aktie der Software AG aufgrund des Kurspotenzials von 30% von "halten" auf "kaufen". (Analyse vom 19.07.2011) (19.07.2011/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|