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Software AG wird abgestraft


15.07.2011
Frankfurter Tagesdienst

Detmold (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" empfehlen die Aktie der Software AG (ISIN DE0003304002 / WKN 330400) nach wie vor zu meiden.

Ein Kursverlust im zweistelligen Prozentbereich sei die Quittung, die das Unternehmen für den vorläufigen Quartalsbericht bekomme, den die Unternehmensführung vorgelegt habe und der deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei. Anstatt der erwünschten Umsatzsteigerung habe der Konzern einen Rückgang von 267,3 Mio. Euro auf 256 bis 258 Mio. Euro gemeldet. Die Konsensschätzung, die bei 280 Mio. Euro angesiedelt gewesen sei, sei damit klar verfehlt worden. Das operative Ergebnis habe ebenfalls nicht zu überzeugen vermocht. 64 Mio. Euro seien erwartet worden, das Unternehmen habe 58,9 Mio. Euro mitgeteilt. Einen Lichtblick habe die Marge geliefert, die von 22 auf 22,5 bis 23% habe ausgeweitet werden können.

Als Ursache für die schwache Geschäftsentwicklung habe die Unternehmensführung die geringer als erwartet ausgefallene Nachfrage nach der Implementierung von SAP (ISIN DE0007164600 / WKN 716460)-Software angeführt. Das Wertpapier des Walldorfer Wettbewerbers stehe ebenfalls kräftig unter Druck.


Den Optimismus habe das Management des Unternehmens allerdings noch nicht verloren. Ungeachtet des unbefriedigenden Verlaufs im zweiten Quartal halte es an den Prognosen für das Gesamtjahr fest. Der Umsatz solle demzufolge um fünf bis sieben Prozent erhöht werden, den Gewinn möchte man um 10 bis 15% in die Höhe treiben. Die Anleger scheinen den Beteuerungen des Managements allerdings keinen Glauben zu schenken, so die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst".

Der Abverkauf bei dem Wertpapier habe bereits in der letzten Woche begonnen. Innerhalb einer Woche hätten sich die Aktien um 15% verbilligt. Der Aufwärtstrend sei nach unten durchbrochen worden, weitere Abschläge seien zu erwarten. Das Chance/Risiko-Verhältnis spreche nicht für einen Kauf. Die Experten würden davon ausgehen, dass es im Laufe der nächsten Monate zu einer Korrektur der Jahresprognose kommen werde.

Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" raten entsprechend weiterhin, die Aktie der Software AG zu meiden. (Ausgabe 107 vom 14.07.2011) (15.07.2011/ac/a/t)


Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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