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JENOPTIK Roadshow bestätigte Investment Case


08.07.2011
Warburg Research

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Malte Schaumann, Analyst von Warburg Research, stuft die JENOPTIK-Aktie (ISIN DE0006229107 / WKN 622910) weiterhin mit "kaufen" ein.

Die Roadshow mit CFO Frank Einhellinger und IR Sabine Barnekow in Zürich habe den Investment Case bestätigt. Regionen außerhalb Europas würden Wachstumstreiber bleiben: Ein Umsatzanteil von 70% in 2010 (bisher mehr als 75%) verdeutliche, dass JENOPTIKs Geschäft über viele Jahre stark auf Kunden aus Deutschland und anderen europäischen Ländern fokussiert gewesen sei. Die eingeleitete Verstärkung der Aktivitäten in Nordamerika und Asien (bspw. Eröffnung eines Laser-Applikationszentrums in Korea im März 2010) habe sich 2010 auszuzahlen begonnen. In diesen Regionen hätten sich die Umsatzbeiträge um knapp 20% erhöht, neben einem Wachstum von 150% in übrigen Ländern (z. B. Afrika, Mittlerer Osten), das im Wesentlichen auf ein großes Verkehrstechnikprojekt zurückzuführen gewesen sei.

Auch in den kommenden Jahren sei in den nicht-europäischen Märkten ein überproportionales Wachstum zu erwarten, das den Umsatzanteil dieser Regionen innerhalb der nächsten Jahre auf mehr als 40% ausweiten sollte und ein wesentlicher Wachstumstreiber für JENOPTIK sei. Der heutige Großauftrag in Höhe von USD 6,5 Mio. im Segment Industrielle Messtechnik belege diesen Trend.

Trotz der erfolgreichen Restrukturierung des Bereichs Industrielle Messtechnik verfüge JENOPTIK noch über Spielraum für eine weitere Verbesserung der Ergebnisqualität: Ein höherer operativer Leverage sollte der Haupttreiber für eine Verbesserung der Margen sein. Die Rückkehr auf ein Vorkrisenumsatzniveau im Bereich Industrielle Messtechnik (bis 2013/14) sollte zu höheren Margen insbesondere gegenüber den Vorjahren führen. Darüber hinaus liefere das Lasergeschäft heute aufgrund eines noch zu geringen Geschäftsvolumens nur relativ geringe Ergebnisbeiträge. Eine weitere Expansion der Laserumsätze sollte sich so überproportional auf das EBIT auswirken.


Ein leicht steigender Umsatzanteil mit zivilen Kunden und der Fokus des Managements auf eine Verbesserung der Kostenstrukturen sollte auch im Segment Verteidigung + Zivile Systeme (ca. 35% vom Konzernumsatz) Spielraum für eine Verbesserung der Ergebnisqualität liefern (mittelfristig um ca. 2PP).

Insgesamt würden sich somit bei JENOPTIK Fortschritte beim Erreichen des mittelfristigen Margenziels von 9 bis 10% auf EBIT-Ebene erkennen lassen. Dieses Ziel könnte bereits 2013 in Reichweite kommen, insbesondere wenn die Märkte außerhalb Europas auch weiterhin vergleichbare Wachstumsraten aufweisen würden. Beides werde zurzeit nicht antizipiert und liefere weiteren Spielraum. JENOPTIK profitiere unverändert von den umfassenden steuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von EUR 470 Mio., durch die sich die liquiditätswirksame Steuerquote auf ca. 15% reduziere.

Die Schätzungen 2011 würden leicht angepasst aufgrund eines leicht niedriger erwarteten Umsatzes im Segment Verteidigung + Zivile Systeme, kompensiert durch einen besseren Produktmix (höherer Halbleiterumsatz). Der Newsflow dürfte positiv bleiben. Eine Normalisierung der gegenwärtig starken Nachfrage von Halbleiterkunden (insb. ASML) werde bereits in der Unternehmensguidance reflektiert (EBIT EUR 40 Mio.). Es sei zu erwarten, dass JENOPTIK dieses Ziel übertreffe.

Die Kaufempfehlung und das Kursziel von EUR 7,20 für die JENOPTIK-Aktie bleiben unverändert, so die Analysten von Warburg Research. (Analyse vom 08.07.2011) (08.07.2011/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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