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SolarWorld breite Abdeckung der Wertschöpfungskette ermöglicht vertikale Skaleneffekte 03.06.2011
National-Bank AG
Essen (aktiencheck.de AG) - Manfred Jaisfeld, Analyst der National-Bank AG, stuft die Aktie von SolarWorld (ISIN DE0005108401 / WKN 510840) mit dem Rating "kaufen" ein.
Die Weltkonjunktur erhole sich seit zwei Jahren in erfreulichem Ausmaß von den vorangegangenen Schockwellen der Finanzmarktkrise. Habe während zurückliegender Konjunkturzyklen bislang mit fortschreitender Festigung der Erholung regelmäßig ein Anstieg der Übernahmeaktivitäten beobachtet werden können, so sei dies auch diesmal der Fall.
Im Unternehmenssektor in den USA sei schon seit dem Jahr 2009 ein deutliches Anziehen der Übernahmeaktivität, vor allem im Mittelstand, zu verzeichnen, sowohl nach Anzahl als auch nach Gegenwert der vollzogenen bzw. gemeldeten Transaktionen. Mittlerweile erreiche dieser Trend (mit der nahezu "üblichen" zeitlichen Verzögerung) auch die europäische Unternehmenslandschaft.
Dabei würden stagnierende und oftmals sinkende Unternehmensbewertungskennzahlen in vielen Branchen diesen Trend begünstigen, steige doch dadurch die Anzahl attraktiver potenzieller Übernahmekandidaten an.
Auf Seiten der Käufer wirke sich deren im Aufschwung stark gestiegene Liquidität ("gut gefüllte Kriegskassen") positiv aus, erleichtere sich doch damit die Finanzierung geplanter Übernahmevorhaben.
Auch bleibe bislang das Kapitalmarktzinsniveau weltweit noch immer anhaltend niedrig. Da die meisten Unternehmensübernahmen in beachtlichem Maße fremdfinanziert seien, sei dies als eine Schlüsselbedingung für ein "rotierendes Übernahmekarussell" anzusehen.
Ein gegenüber früheren Zyklen zusätzlich begünstigend wirkender Umstand liege im zunehmenden Anlagebedarf aus den Regionen Nahost und China. Zunehmende Überschüsse aus dem Geschäft mit Primärenergieträgern und erhebliche Leistungsbilanzüberschüsse würden nach Anlage auf den globalen Finanzmärkten drängen. Zur verbesserten Risikostreuung würden dabei neben den bislang dominierenden US-Staatsanleihen zunehmend (Euro-)Aktien ins Blickfeld rücken.
Deutsche Konzerne könnten sich in diesem Zusammenhang als besonders attraktive Zielgesellschaften erweisen. Deutschland als größte Volkswirtschaft Europas genieße derzeit eine Sonderstellung, die sich auf ein weit überdurchschnittlich hohes Wirtschaftswachstum gründe. Die lange als unzureichend beschriebene Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen habe während der vergangenen Jahre eine erhebliche Stärkung erfahren und erweise sich als ein wesentlicher Wachstumstreiber.
Schließlich stünden nach Einschätzung der Analysten einer Unternehmensübernahme in Deutschland vergleichsweise weniger regulatorische und politische Hemmnisse im Wege als beispielsweise in den Ländern Südeuropas.
Mögliches Ziel großer Energiekonzerne, die in Erneuerbare Energien investieren und sich einen "grünen Anstrich" geben möchten sowie eine gute Positionierung entlang der Wertschöpfungskette würden zu den Faktoren gehören, die eine Übernahme begünstigen würden. Außerdem besitze der SolarWorld-Konzern eine starke Marke auf dem weltgrößten Photovoltaik-Markt Deutschland
Breite Abdeckung der Wertschöpfungskette ermögliche vertikale Skaleneffekte. Das Wachstumspotenzial liege in den USA. Der Anteil von Photovoltaik am globalen Energiemix sei immer noch sehr gering. Es bestehe großer Nachholbedarf.
Die Abhängigkeit der Branche von politisch motivierten Subventionen sei hoch. Man erwarte weiter sinkende Einspeisevergütungen. Ein Contra-Argument sei auf mittlere Sicht weltweit drohende Überkapazitäten sowie fallende Modulpreise.
Unabhängig von der aktuellen Atomdiskussion in Deutschland würden die Analysten SolarWorld als einen möglichen Übernahmekandidaten für große Energiekonzerne sehen, die sich mit Investitionen in Erneuerbare Energien profilieren möchten. Unterstützt werde ihre Auswahl durch die Tatsache, dass SolarWorld die bekannteste "Solar-Marke" in Europa besitze. Die hohe Bindung von Konzernchef und Großaktionär Frank Asbeck würde jedoch eine gr0ße Übernahmeprämie erfordern.
Die Analysten bewerten die SolarWorld-Aktie mit "kaufen". Das Kursziel sehe man bei 10,50 EUR. (Analyse vom 03.06.2011) (03.06.2011/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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