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Nordex vom Winde verweht


01.06.2011
Montega AG

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Wais Samadzada, Analyst der Montega AG, stuft die Aktie von Nordex (ISIN DE000A0D6554 / WKN A0D655) unverändert mit "verkaufen" ein.

Das Vertrauen der Investoren in Bezug auf Investitionen in die Windenergiebranche sei zuletzt wieder gestiegen. Weltweite Diskussionen über den Umgang mit Atomkraft und einen eventuellen Ausstieg aus der Kernenergie würden diese Entwicklung stützen und viele Länder würden seitdem den Ausbau der Windenergie forcieren. Nordex habe so zuletzt besonders von einem positiven Geschäftsverlauf in den USA profitieren und den entsprechenden Umsatzanteil in Q1 2011 auf 15% steigern können (im Vorjahr 1%).

Der Plan der deutschen Bundesregierung, bis 2022 aus der Atomkraft auszusteigen, habe zuletzt unter anderem auch die Nordex-Aktie beflügelt. Diese Zuversicht dürfte jedoch kaum von Dauer sein. Die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in Deutschland (Verabschiedung für den Spätsommer 2011 erwartet) könnte das Sentiment für Nordex erheblich belasten.

Aktuell sehe der Entwurf vor, sowohl die Grundvergütung als auch die Anfangsvergütung für Strom aus Windenergieanlagen jeweils um 3% zu senken. Zusätzlich sollten die Vergütungen und Boni für Strom aus Onshore-Windkraftanlagen künftig jährlich um 2% (vorher 1%) sinken. Zusätzlich würden die Analysten erwarten, dass die anhaltend hohen Überkapazitäten im Windenergiemarkt auch in 2011 für erneuten Preis- und Margendruck bei Onshore-Windkraftanlagen sorgen würden.

Die Nordex SE habe Mitte Mai die Geschäftszahlen zu Q1 2011 vorgelegt. Wesentliche Eckpunkte dieser Periode seien gewesen:
- Umsatzwachstum ggü. Q1 2010 von 22% auf 183 Mio. Euro
- EBITDA-Anstieg um 32,6% auf 6,5 Mio. Euro/ EBITDA-Marge von 3,5%
- EBIT trotz Umsatzanstieg nur auf Vorjahresniveau (0,4 Mio. Euro) - Marge rückläufig
- Deutlich negativer Operating Cash Flow (-84,5 Mio. Euro)


Die Situation für Nordex stelle sich damit weiterhin als problematisch dar. Trotz der dynamischen Umsatzentwicklung (z.T. Basiseffekt) und des deutlich gestiegenen Auftragseingangs in Q1 gegenüber dem Vorjahr (mit 154,2 Mio. Euro mehr als verdoppelt), würden die Margen weiterhin auf niedrigem Niveau verharren. Für das Gesamtjahr würden die Analysten mit einer EBIT-Marge von 3,8% rechnen. Angesichts des zunehmenden Wettbewerbs bei vorhandenen Überkapazitäten und des damit verbundenen Preisdrucks innerhalb der Branche sei nach Erachten der Analysten in den kommenden Jahren nicht mit einer Margenerholung zu rechnen.

Des Weiteren sei bei Nordex in 2010 ein deutlicher Anstieg sowohl der Forderungen als auch der Vorräte zu beobachten gewesen, was zu einem erneuten Anstieg des Working Capital (WC) geführt habe. Die Working Capital-Quote sei damit von 18% in 2009 auf über 25% (244 Mio. Euro) in 2010 gestiegen. Zudem habe die gestiegene Investitionsquote den Cash Flow des Unternehmens erheblich belastet. Durch den gleichzeitig deutlichen Anstieg der Verbindlichkeiten habe dieser Effekt jedoch zum Teil kompensiert werden können.

Der Abbau von Verbindlichkeiten in Q1 2011 (finanziert durch die Kapitalerhöhung) und der erhebliche Rückgang erhaltener Anzahlungen hätten dann in Q1 jedoch zu einem stark negativen operativen Cash Flow geführt, da es Nordex nicht gelungen sei, gleichzeitig auch die Forderungen entsprechend zu reduzieren und/oder die Vorräte abzubauen. Das Working Capital sei damit allein in Q1 2011 um weitere fast 100 Mio. Euro auf 342 Mio. Euro gestiegen.

Zukünftig wolle das Unternehmen deshalb dem Forderungs- und Working Capital-Management insgesamt mehr Gewicht beimessen, um die WC-Quote mittelfristig wieder deutlich zu senken. Die Analysten würden erwarten, dass es Nordex durch eine Reduzierung der Forderungen und wieder ansteigende Verbindlichkeiten (ggü. Q1 2011) in Q2 bis Q4 2011 zwar gelingen könnte, das WC auf etwa 250 Mio. Euro zu senken und insgesamt für 2011 einen positiven operativen Cash Flow auszuweisen. Der Free Cash Flow dürfte jedoch auch in 2011 wieder ein klar negatives Vorzeichen haben.

Auf Basis der Annahmen der Analysten hinsichtlich der künftigen Umsatz- und Cash Flow-Entwicklung ergebe sich aus ihrem DCF-Modell für die Nordex-Aktie ein neues Kursziel von 3,80 Euro (vorher: 4,50 Euro).

Die Analysten der Montega AG bekräftigen damit ihr Rating "verkaufen" für die Nordex-Aktie. (Analyse vom 31.05.2011) (01.06.2011/ac/a/t)




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