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Nordex spürt Gegenwind


20.05.2011
Raiffeisen Centrobank

Wien (aktiencheck.de AG) - Magdalena Wasowicz und Helge Rechberger, Analysten der Raiffeisen Centrobank, stufen die Aktie von Nordex (ISIN DE000A0D6554 / WKN A0D655) nach wie vor mit "verkaufen" ein.

Im ersten Quartal 2011 habe Nordex den Umsatz um 22% auf EUR 183 Mio. steigern können. Die neu installierte Leistung habe sich auf 217,5 MW belaufen. Das Unternehmen habe in den USA am stärksten wachsen können, der Umsatzanteil dieser Region habe sich von einem Prozent auf 15% erhöht. Fünf Prozent der Umsätze seien in Asien erwirtschaftet worden, die restlichen 80% in Europa. Hier sei das Umsatzvolumen noch sehr verhalten geblieben.

Der Auftragseingang (EUR 154,2 Mio.) habe im Berichtszeitraum mehr als verdoppelt werden können. 74% der Aufträge würden aus Europa stammen, 26% seien in den USA generiert worden. Das Verhältnis von Aufträgen zum Umsatz sei somit von 0,5 auf 0,8 gestiegen. Allerdings berichte Nordex von einem anhaltend intensiven Wettbewerb und weiterhin starken Preisdruck. In der zweiten Jahreshälfte werde noch keine Entspannung dieser Marktsituation erwartet.

Das operative Ergebnis vor Abschreibungen sei um 33% auf EUR 6,5 Mio. gestiegen. Aufgrund höherer Abschreibungen habe sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern auf EUR 0,4 Mio. belaufen und sei unverändert zum Vorjahr geblieben.


Im ersten Quartal sei das Finanzergebnis mit EUR 3,1 Mio. negativ gewesen, was zu einem Verlust von EUR 1,8 Mio. auf Konzernebene geführt habe.

Nordex habe den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bestätigt. Der Auftragseingang solle bei stabilen Umsätzen um 20% auf EUR 1 Mrd. wachsen. Eine Verschlechterung des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern könne nicht ausgeschlossen werden.

Nach einem starken Geschäftseinbruch im Vorjahr belebe sich die Nachfrage wieder und sorge für gestiegene Auftragseingänge. Im laufenden Jahr werde von einem starken Wachstum in Amerika und Asien ausgegangen. Die Visibilität sei jedoch noch eingeschränkt, das Umfeld bleibe volatil. Intensiver Wettbewerb und anhaltender Preisdruck bei steigenden Rohstoffkosten würden große Herausforderungen für Windturbinenhersteller darstellen.

Aufgrund der hohen Bewertung von Nordex bleiben die Analysten der Raiffeisen Centrobank bei ihrer Einschätzung "verkaufen" für die Aktie von Nordex. (Analyse vom 19.05.2011) (20.05.2011/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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