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Kontron Wachstum sollte anhalten 13.04.2011
Warburg Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Malte Schaumann, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie von Kontron (ISIN DE0006053952 / WKN 605395) von "halten" auf "kaufen" hoch.
Gestern Mittag sei plötzlicher Verkaufsdruck aufgekommen, durch den die Aktie von Kontron um bis zu 7% auf das niedrigste Niveau seit Dezember 2010 gefallen sei (-10% seit Ende März). Weder vom Unternehmen noch von den Wettbewerbern seien Nachrichten veröffentlicht worden, die diese Entwicklung rechtfertigen würden, abgesehen von der Gewinnwarnung von Micrel (ISIN US5947931011 / WKN 893785) (US-Halbleiter Unternehmen im Markt für portable Konsumerprodukte) am Montag, die am Dienstag zu Verlusten bei den Technologie-Aktien geführt habe. Bislang sei nicht davon auszugehen, dass es bei Kontron aufgrund von Produktionsunterbrechungen in Japan zu Liefer-/Nachfrageproblemen komme.
Dies sei der zweite große Kursrückgang in 2011 gewesen, nachdem Kontron einen leicht enttäuschenden Ausblick für das laufende Geschäftsjahr im Januar veröffentlicht habe. Allerdings sei dies nun ausreichend im Aktienkurs des Unternehmens reflektiert. Viel wichtiger sei, dass Kontrons Wachstumspfad mehr als intakt bleibe und das Unternehmen bis zum kommenden Geschäftsjahr 2012 eine EBIT-Marge von ca. 10% erzielen dürfte. Damit sollten sich Investoren in den kommenden Monaten zunehmend auf das Ergebnispotenzial ab dem nächsten Jahr konzentrieren. Angesichts eines Kurspotenzials von knapp 25% zum unveränderten Kursziel von EUR 9,80 laute das neue Rating "kaufen".
Erst kürzlich habe Kontron ein Umsatzwachstum von bis zu EUR 550 Mio. im laufenden Geschäftsjahr in Aussicht gestellt (+8% yoy). Mit einem Auftragsbestand auf Rekordniveau (EUR 438 Mio. Anfang 2011) und der Erwartung von einem guten Auftragsniveau in Q1 sollte die Visibilität darauf recht hoch sein. In den Warburg Research-Schätzungen werde ein Anstieg des Auftragseingangs um mindestens 40% yoy auf mindestens EUR 150 Mio. unterstellt.
Kontron habe das Ziel einer zweistelligen EBIT-Marge bis 2012 bestätigt, für das Erlöse von über EUR 600 Mio. erforderlich seien. Dies indiziere eine abermals hohe einstellige Wachstumsrate. Dies werde untermauert durch die Erwartung eines weiter wachsenden Marktes für Embedded Computer, bedingt durch ein weiter steigendes Outsourcing etc. Als Marktführer für outgesourcte Embedded Computer (Marktanteil ca. 10%) mit einem Fokus auf eine Vielzahl von Zielmärkten (z.B. Telekommunikation, industrielle Automatisierung, öffentliche Kunden, Energie) sollte Kontron deutlich am erwarteten Marktwachstum partizipieren.
Die Rückkehr zu einer Bruttomarge von über 30% (Leverage der Produktionskosten, Fokus auf weitere Reduzierung der Materialkosten) und ein leicht höherer operativer Leverage seien die Haupttreiber der erwarteten Verbesserung der Ergebnisqualität. Kontron sollte das langfristige Ziel von mindestens zweistelligen EBIT-Margen ab dem Geschäftsjahr 2012 erreichen.
Die Vorlage der Q1-Zahlen sei für den 27. April angesetzt worden. Das Unternehmen habe bereits einen guten Jahresauftakt in Aussicht gestellt. Der Umsatz solle um 25% gegenüber dem Vorjahr zugelegt haben. Die Book-to-Bill-Ratio solle ein Niveau von 1 übertreffen. In 2011 könnte sich jederzeit eine positive Überraschung durch Einigungen im Betrugsfall in Malaysia ergeben, die nicht antizipiert würden.
Nach der schwachen Kursentwicklung sehe die Bewertung jetzt ansprechend aus. Kontron notiere mit einem EBIT 2012 von 7,3x, was einem deutlichen Abschlag zum langfristigen 1-Year-Forward EBIT-Multiplikator von 11,5 entspreche und sogar noch niedriger als das historische untere Ende sei (8,3x in 2010), das stark vom Betrugsfall in Malaysia beeinträchtigt worden sei. Es bestehe ein Kurspotenzial von knapp 25% zum Kursziel von EUR 9,80 (Basis DCF-Modell).
Damit lautet das neue Rating für die Kontron-Aktie "kaufen", so die Analysten von Warburg Research. (Analyse vom 13.04.2011) (13.04.2011/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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