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Datum/Zeit |
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44,98 € |
-0,36 € |
-0,80 % |
22.04/11:12 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE000A0D6554 |
A0D655 |
- € |
- € |
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Nordex profitiert von Energiewende 22.03.2011
FOCUS-MONEY
München (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "FOCUS-MONEY" sehen für die Nordex-Aktie (ISIN DE000A0D6554 / WKN A0D655) ein Kursziel von 10 Euro.
Volker Kadauer, der Vorsitzende der CDU-Bundestagsfraktion, habe am Wochenende das Energiekonzept der Bundesregierung verteidigt, dessen Ausgestaltung er maßgeblich im Sinn der Energieversorger beeinflusst habe. Doch dann habe Kadauer davon gesprochen, dass die Atomenergie "eine Übergangslösung bis zur vollen Einführung regenerativer Energien" sei. Wichtig seien jetzt "der beschleunigte Ausbau der Windenergie" und der dafür nötige Aufbau der Leitungsnetze.
Windaktien hätten weltweit zugelegt, wenn auch nicht so stark wie die Kollegen aus der Solarbranche. Immerhin hätten Windradbauer zwei schwere Jahre hinter sich. Nach dem Rekordhoch im Jahr 2008 sei die Nachfrage in Folge der Finanzkrise dramatisch eingebrochen.
Doch nun rücke die Windkraft wieder in den Fokus. Die sich abzeichnende Energiewende werde der Branche vor allem in Europa und in den USA, aber auch in Asien die Orderbücher füllen. Zudem würden die Strompreise an den Energiebörsen steigen, seit klar sei, dass Kernkraftwerke abgeschaltet oder aufwändig nachgerüstet werden müssten, was die Windräder wettbewerbsfähiger mache.
Höhere Strompreise würden auch Aufwind für die Projektierer von Solarparks bedeuten, da sich ihre Businesspläne dann schlagartig wieder rechnen würden. Gleichwohl habe die Windkraft gegenüber anderen erneuerbaren Energiequellen Vorteile: Sie sei ausgereift, erprobt und liefere, gemessen an den Investitionskosten pro Watt, den meisten Strom. Zudem hätten Versorger wie E.ON (ISIN DE000ENAG999 / WKN ENAG99), RWE (ISIN DE0007037129 / WKN 703712) oder EDF (ISIN FR0010242511 / WKN A0HG6A) schon Erfahrungen damit gesammelt und zum Teil eigene Windsparten gegründet.
Während Energieversorger der Solartechnik skeptisch gegenüberstünden, da deren Anbieter eine dezentrale, autonome Stromversorgung propagieren würden, die ihr Oligopol in Frage stellen könnte, würden Windfarmen wesentlich besser ins Denkschema der Energiebarone passen. Seit Jahren schon würden sich auch amerikanische Stromkonzerne für die Windenergie begeistern und ausgerechnet der Ölstaat Texas sei 2008 der größte Windmarkt der Welt.
Die Milliarden würden die deutschen Versorger in einer erhöhten Einspeisevergütung für Strom aus Offshore-Windparks vermuten, die sie der Bundesregierung abtrotzen wollten.
Es sei noch nicht klar, welche Form der Windenergie der größte Profiteur der Energiewende sein werde. Offshore-Parks auf hoher See, deren Finanzierung nur von Großkonzernen wie Siemens (ISIN DE0007236101 / WKN 723610), General Electric (ISIN US3696041033 / WKN 851144) oder Vestas (ISIN DK0010268606 / WKN 913769) stemmen könnten, oder kleinere, verstreute Windparks an Land - womöglich auch in Japan wo nun rasch Ersatz für die siechen Kernkraftwerke beschafft werden müsse.
Prompt seien am Montag Nordex-Aktien am Montag um 15% gestiegen und am Dienstag hätten sie schon 35% an Wert zugelegt. Nordex dürfte gemeinsam mit REpower (ISIN DE0006177033 / WKN 617703) am stärksten von der deutschen Energiewende profitieren. Zudem gelte Nordex als Übernahmekandidat.
Die Experten von "FOCUS-MONEY" sehen für die Aktie von Nordex ein Kursziel von 10 Euro. Ein Stoppkurs werde bei 5,70 Euro empfohlen. (Ausgabe 13) (22.03.2011/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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