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MorphoSys Profitmaximierung ab 2014? 14.02.2011
TradeCentre.de
Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten von "TradeCentre.de" ist die Aktie von MorphoSys (ISIN DE0006632003 / WKN 663200) weiterhin kaufenswert.
Das Geschäftsmodell der Biotechschmiede aus Martinsried entfalte sich immer mehr und mehr und gewinne zusehends an Visibilität. In den vergangenen Wochen habe das Unternehmen den Erhalt von zahlreichen Meilensteinen verkündet. Das sei auf eine breite Pipeline an Partnerprogrammen in den klinischen Phase I und II zurückzuführen. Insgesamt würden sich zehn Partnerprogramme in der klinischen Phase I und fünf Programme in Phase II befinden. Wie den Experten Firmenchef Simon Moroney im Hintergrundgespräch erläutere, werde sich Dynamik an Meilensteinzahlungen weiter fortsetzen. "Je breiter die Pipeline ist, desto stärker ist die Chance auf weitere Meilensteine", so Moroney. Zusätzlich würden sich weitere 19 Programme in der Präklinik und weitere 32 in der Wirkstoffsuche befinden.
Besonders spannend werde es, sobald einer der Kandidaten die klinische Phase III erreiche und später auf den Markt gelange. Das könnte im Jahr 2014 der Fall sein oder spätestens im Folgejahr. Dann erhalte MorphoSys Einnahmen aus Tantiemen. Bis zu diesem Zeitpunkt wolle der Firmenlenker die zusätzlichen Erträge aus Meilensteinzahlungen für die eigene Forschung und Entwicklung ausgeben. "Unser Fokus ist die Maximierung und Wertsteigerung unserer eigenen Pipeline. Sobald wir Tantiemen erhalten, bewegen sich unsere Gewinne automatisch in ganz andere Kategorien", erkläre Moroney. Tantiemen dürften sodann als neuer Zahlungsstrom eine komplett neue Gewinnlage einleiten.
Das Unternehmen erwarte eine jährlich stetige Umsatzsteigerung und trotz steigender Ausgaben für Forschung und Entwicklung profitable Geschäftsjahre. Eine erhebliche Ausweitung der Profite stelle der Firmenlenker ab 2014 oder 2015 in Aussicht. Bis dahin sollten Anleger den Fokus auf die Entwicklung der Pipeline von MorphoSys richten.
Nicht eingerechnet in diese Vorausschau sei natürlich eine potenzielle Auslizenzierung von möglichen Medikamenten in der eigenen Pipeline, die sich aufgrund von überdurchschnittlich hohen Upfront-Zahlungen auf die Gewinn- und Verlust Rechnung positiv auswirke. Ab 2012 sei eine Auslizenzierung möglich. Bei MOR 103 strebe Moroney eine entsprechende Partnerschaft nach Vorlage der Daten aus der Studie 1b/2a an, die Anfang 2012 veröffentlicht werden solle. Die Substanz werde in zwei Indikationen verfolgt. Rheumatoide Arthritis und Multiple Sklerose. MOR 208, ein gekauftes Produkt der amerikanischen Xencor, befinde sich in der Phase I und MOR 202 solle in der ersten Jahreshälfte 2011 in die klinische Phase I eintreten. Insgesamt würden sich, respektive kurz davor, in der eigenen Pipeline vier Projekte in der klinischen Erprobung befinden.
Die im Herbst für rund 19 Mio. Euro zugekaufte Technologie von Sloning Biotechnology habe sich bereits bezahlt gemacht. MorphoSys habe eine nicht-exklusive Lizenzvereinbarung zum Technologietransfer mit dem US-Pharmagigant Pfizer (ISIN US7170811035 / WKN 852009) abgeschlossen. "Der Abschluss dieser Allianz hat den Kaufpreis sehr gut abgedeckt", freue sich der CEO. Das Beste: MorphoSys habe sich durch einen umfassenden Vertrag an Novartis (ISIN CH0012005267 / WKN 904278) gebunden.
Die neue Technologie-Plattform von Sloning sei allerdings kein Bestandteil der Vereinbarung und somit sei MorphoSys wieder offen für neue Partnerschaften bei der Wirkstoffsuche. Nach eigenen Angaben habe das Unternehmen Novartis über die neue Technologie informiert. Gespräche über eine neue Vereinbarung würden parallel zu zahlreichen anderen Interessenten stattfinden, sage Moroney. "Wir sind zuversichtlich für diese Technologie neue Partner zu gewinnen."
Für das Geschäftsjahr 2011 habe die Gesellschaft einen Umsatz von mindestens 105 Mio. Euro in Aussicht gestellt sowie ein operatives Ergebnis von mindestens zehn Mio. Euro. Trotz der Umsatzsteigerung werde der Gewinn nicht überproportional steigen. Das zeige wie anfangs erläutert, dass MorphoSys die Gewinne nicht maximiere, sondern die Ausgaben für Forschung und Entwicklung erhöhe, um damit die eigene Produktpipeline zu stärken. Im vergangenen Geschäftsjahr sei ein Umsatz von 87 Mio. Euro erzielt worden und ein operatives Ergebnis von circa zehn Mio. Euro. Die Resultate würden von der Umsatz- und Ergebniserhöhung von Anfang Dezember nach unten abweichen.
Moroney habe die Prognose nach Rücksprache mit den Wirtschaftsprüfern aufgrund der Vereinbarung mit Pfizer nach oben gesetzt. Nunmehr habe sich die Ansicht der Prüfer dahingehend verändert, dass der Vertrag mit Pfizer auf die Laufzeit verrechnet werden müsse und nicht auf einen Stichtag. Das sei zwar ärgerlich, da Moroney damit seine erhöhten Ziele nicht erreicht habe, aber eben nicht zu ändern. Wo Menschen werkeln würden, würden Fehler passieren. Die Experten würden von einem einmaligen Ausrutscher ausgehen. An der Story selbst ändere sich dadurch natürlich gar nichts.
Mitte Oktober hätten die Experten die Aktie bei Kursen um 16 Euro erneut zum Kauf empfohlen. Zudem hätten sie prognostiziert, dass das Papier die Trading-Range zwischen 14 und 18 Euro bald nach oben auflösen werde. Gesagt, getan! Inzwischen würden die Anteilsscheine 20,20 Euro kosten. Angesichts einer milliardenschweren Pipeline der Partnerprogramme und auch eigenen Produktkandidaten sei der Börsenwert von 455 Mio. Euro noch längst nicht zu hoch.
Nach Meinung der Experten von "TradeCentre.de" ist die MorphoSys-Aktie weiter kaufenswert. (Analyse vom 14.02.2011) (14.02.2011/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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