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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000A0Z2ZZ5 A0Z2ZZ -   € -   €
 
 
 

freenet setzt auf Strom und Gas


29.11.2010
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" raten die Aktie von freenet (ISIN DE000A0Z2ZZ5 / WKN A0Z2ZZ) in Tranchen wieder zu kaufen.

Der Mobilfunkserviceprovider sei auf gutem Wege das Ertragsziel für das Jahr 2010 zu erreichen. "Wir erwarten ein um Sondereffekte bereinigtes EBITDA von 350 Millionen Euro". Das habe Vorstandschef Christoph Vilanek den Experten im Hintergrundgespräch gesagt. Nach den Berechnungen der Experten würde sich abzüglich Capex von circa 30 Millionen Euro, einer Zinsbelastung von rund 60 Millionen Euro sowie einer moderaten Steuerquote von zwölf Prozent aufgrund milliardenschwerer Verlustvorträge, für dieses Jahr ein Free Cashflow von circa 230 Millionen Euro ergeben.

Der freie Mittelzufluss ermögliche den Hamburgern eine üppige Ausschüttung von Dividenden. "Pro Aktie wollen wir zwischen 80 Cent und ein Euro ausschütten", so Vilanek. Die Dividende sei im Inland steuerfrei.

Einziges Haar im Zahlenwerk von freenet sei der massive Verlust von Kunden. Innerhalb eines Jahres habe sich die Anzahl auf 1,8 Millionen summiert. Auch für das Schlussquartal erwarte der CEO einen weiteren Kundenrückgang. "Das wird auch noch in 2011 so sein, allerdings wird sich der Schwund gegenüber diesem Jahr drastisch reduzieren, und wir werden auch Quartale sehen, die neutral sind". Allerdings sei der Rückgang im Wesentlichen auf wenig lukrative pre-paid-Verträge zurückzuführen.

Der Durchschnittserlös pro Kunde stabilisiere sich zusehends. "Im kommenden Jahr wird sich der ARPU weiter stabilisieren, wenn sich der Preiswettbewerb nicht weiter verschärft", betone Vilanek. Für das Jahr 2011 habe der diplomierte Betriebswirt allerdings noch keine Ertragsprognose abgeben wollen. Nach den Berechnungen der Experten sollte sich das EBITDA im kommenden Jahr zwischen 305 und 320 Millionen Euro stabilisieren. "Unter der Annahme eines unveränderten Capex und gleicher Steuerquote wird sich die Zinsbelastung aufgrund der Auflösung eines teuren SWAP-Vertrages zum Ende Juli dieses Jahres und einer erheblich geringeren Verschuldung weiter reduzieren", sage Vilanek. Sodann müsste sich der Gewinn je Aktie trotz reduziertem EBITDA leicht verbessern.

Der Free Cashflow sprudle weiter und sollte gemäß den Expertenerwartungen auch für das Jahr 2011 eine ähnlich hohe Ausschüttung wie für 2010 ermöglichen. Außerordentliche Abschreibungen auf Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte erwarte Vilanek stand heute nicht. Die hohen Kaufpreisallokationen auf debitel (ISIN DE0005408009 / WKN 540800) würden sich ab 2013 deutlich reduzieren und positiv im Ergebnis je Aktie wiederspiegeln.


Abgeschlossen sei inzwischen weitgehend die Restrukturierung und Integration von debitel. Die Migration aus zwei Abrechnungssystemen zu einer einheitlichen Lösung solle Ende Q2 des kommenden Jahres abgeschlossen werden. "Das schafft eine höhere Effizienz und Flexibilität". Die Einspareffekte wolle Vilanek allerdings nicht auf das EBITDA hochrechnen, da die Branche einem starken Wettbewerb ausgesetzt sei.

Telekommunikation sei kein Wachstumsmarkt und ein Markt mit beinhartem Preisdruck. Das klinge für Investoren auf den ersten Blick wenig attraktiv. Vilanek wolle sich indes nicht auf seinem sehr cashflow-starken Kerngeschäft ausruhen, sondern lote Wachstumschancen für das Unternehmen aus. Nach eigenen Angaben würden mehrere strategische Optionen geprüft. Die Anzahl von mehr als 15 Millionen Kunden inklusive einer starken Vertriebsmacht könne durch den Verkauf von anderen Produkten optimal monetarisiert werden.

Ganz oben auf der Prioritätsliste stehe der Strom- und Gasmarkt. "Das ist ein sehr spannendes Feld. Stromverträge passen ideal zu unserem Geschäft. Ziel ist Anfang 2011 nähere Details nennen zu können". Eine weitere Option sei die Vertriebsstärke auch einen Partner nutzen zu lassen. "Beispielsweise wäre ein Verkauf von Hardware-Zubehör über unsere Strukturen über einen Partner, der unsere Vertriebsflächen nutzt, denkbar", erkläre Vilanek.

Der Börsenwert von freenet betrage aktuell rund eine Milliarde Euro. Die Verschuldung sei angesichts der Cashflows mit dem zweifachen EBITDA moderat. Selbst bei einer Reduktion des EBITDA auf mehr als 300 Millionen Euro sei die Bewertung nicht teuer. Sexappeal habe die Aktie vor allem aufgrund der hohen, steuerfreien Dividendenrendite von mehr als zehn Prozent. Zudem könnte freenet früher oder später eigene Aktien zurückkaufen und diese dann einziehen.

Gar nicht einberechnet in die Bewertung sei der Einstieg in neue Geschäfte. Für die Aktie wäre dies der größte Treiber. Dann werde freenet wieder wachsen und nicht zu einer "langweiligen" Dividenden-Aktie mutieren.

Angesichts der günstigen Bewertung und der Super-Rendite raten die Experten von "TradeCentre.de" nach der Kurskorrektur wieder zum Kauf der freenet-Aktie in Tranchen. Bei weiterer Kursschwäche könne die Position ausgebaut werden. Im Hinblick auf die Ausschüttung in 2011 werde das Papier früher oder später eine Dividenden-Rally starten. (Analyse vom 29.11.2010) (29.11.2010/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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