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-0,0010 € |
-6,58 % |
20.04/16:50 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0007472060 |
747206 |
- € |
- € |
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Wirecard Segmentanalyse tritt in den Hintergrund 23.11.2010
Warburg Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Warburg Research, Jochen Reichert, rät weiterhin zum Halten der Wirecard-Aktie (ISIN DE0007472060 / WKN 747206).
Zwischen Q3/08 und Q1/10 sei der Anteil am Konzern-EBIT des Segments PPRM (Software und Technologie) von ~63% auf ~54% zurückgegangen. Gleichzeitig sei der Anteil des Segments AI (Bankdienstleistungen) von 36% auf 45% angestiegen. Im Betrachtungszeitraum sei damit das Banksegment der wesentliche Treiber des operativen Ergebnisses gewesen. Zwischen Q1/09 und Q1/10 habe das PPRM-Segment faktisch kein EBIT-Wachstum mehr erreicht (Q2/10: EUR 7,7 Mio.; Q1/09: EUR 7,2 Mio.).
In Q2/10 habe der Trend gedreht. Der Anteil des Segments PPRM am Konzern-EBIT sei deutlich auf 64% in Q2/10 und auf 69% in Q3/10 gestiegen.
Die Trendumkehr sei jedoch zumindest zu einem Teil auf eine geänderte Preispolitik von Wirecard zurückzuführen. Um mit Neukunden bereits zu Vertragsstart eine Kundenbeziehung über die gesamte Wertschöpfungskette Technologie bis Bankdienstleistungen (Schwerpunkt: Acquiring) anbieten zu können, seien die Preise für Acquiring-Dienstleistungen reduziert und Preiskomponenten für Technologiedienstleistungen höher angesetzt worden. Der Rückgang der EBIT-Marge des Segments AI zwischen Q3/08 und 1/10 von 39,4% auf 23,8% unterstreiche die geänderte Preispolitik.
Neben der geänderten Preispolitik spiele Wirecard’s strategischer Ansatz eine wichtige Rolle für die Trendumkehr der EBIT-Entwicklung in den Segmenten. Die Kundenbindung werde mit der Anzahl der nachgefragten Services ausgeprägter. Damit sei es für WDI wichtig, dem Kunden aus einer Hand möglichst viele Software-, Technologie- und Bankservices als Paket zu verkaufen. Entsprechend werde es schwieriger, (1) einen Service einem einzelnen Segment zuzuordnen und (2) eine Analyse der Segmente durchzuführen.
Darüber hinaus seien für die Trendumkehr auch Volumeneffekte bei der Bank verantwortlich. Das PPRM-Segment kaufe Bankservices (derzeit insbesondere Acquiring) beim Segment AI (Wirecard Bank) ein. Da das Einkaufsvolumen in den letzten Quartalen stark gestiegen sei, hätten sich aufgrund von Volumeneffekte die Einkaufskonditionen des Segments PPRM gegenüber dem Segment AI verbessert. Die verbesserten Einkaufskonditionen hätten positive Effekte auf das PPRM-Segment und negative EBIT-Effekte auf das AI-Segment.
Wirecard dürfte insgesamt die Zahl der Kunden, die mehrere Bank- und Technologiedienstleistungen beziehen würden, erheblich gesteigert haben. Das sei positiv zu werten, da es die Kundenbindung stärke. Hinsichtlich der Segment-Beiträge zum Konzern-EBIT und damit zur Qualität des EBIT sei eine Aussage aufgrund der oben diskutierten Punkte nur eingeschränkt möglich.
Das DCF-basierte Kursziel bleibe unverändert bei EUR 10,60. Mit einem FCFY 2012e von 9,1% sowie einem EV/EBITDA 2011e von 11,6 sei die Aktie fair bewertet.
Für die Analysten von Warburg Research bleibt die Wirecard-Aktie eine Halteposition. (Analyse vom 23.11.2010) (23.11.2010/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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