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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 27,56 € |
27,46 € |
+0,10 € |
+0,36 % |
21.04/11:17 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE000A0Z2ZZ5 |
A0Z2ZZ |
- € |
- € |
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freenet Dividendenrendite vs. negativer Kundentrend 10.11.2010
Warburg Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Warburg Research, Jochen Reichert, stuft die Aktie von freenet (ISIN DE000A0Z2ZZ5 / WKN A0Z2ZZ) unverändert mit dem Rating "kaufen" ein.
Die Zahlen für Q3/2010 hätten im Rahmen der Analystenerwartungen gelegen. Der Umsatzrückgang in Q3/2010 von -8,1% gegenüber Q3/2009 sei im Wesentlichen durch einen starken Rückgang von freenets Kundenbasis bedingt. Insgesamt habe sich die Kundenbasis von 17,62 Mio. in Q3/2009 auf 15,84 Mio. verringert (Warburg Research-Erwartungen: 16,05 Mio.). Viel wichtiger sei allerdings der Vertragskundenrückgang gegenüber dem Vorjahr um -10,5% auf 6,37 Mio. (Warburg Research-Erwartungen: 6,54 Mio.). Nach Q1/2010 und Q2/2010 habe freenet erneut rund 200 Tsd. Vertragskunden in einem einzigen Quartal verloren.
Das bereinigte EBITDA sei in Q3/2010 leicht besser als erwartet ausgefallen (EUR 95,7 Mio. vs. EUR 93,2 Mio.). Allerdings könnten die durch von freenets Restrukturierungsprogramm erzielten Synergien und Kosteneinsparungen den negativen Kundentrend und ein rückläufiges Umsatzniveau nicht kompensieren.
Das EPS habe sich deutlich von EUR 0,02 in Q3/2009 auf EUR 0,22 in Q3/2010 erhöht, was insbesondere auf niedrigere Zinsaufwendungen (EUR 11,7 Mio. vs. EUR 21,5 Mio.) und niedrigere Steuern (EUR 1,4 Mio. vs. EUR 25,8 Mio.) zurückzuführen sei.
Keine Katalysatoren in Sicht: Einerseits gebe es eine attraktive Dividendenrendite von ca. 10% (die zumindest für die nächsten drei Jahre stabil sein sollte). Andererseits sei kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen, wenn der negative Kundentrend nicht aufgehalten werden könne.
Zudem habe freenet nach Erachten der Analysten noch viele Punkte abzuarbeiten: Die Bruttomarge im Segment Mobile habe in Q3/2010 bei 19,8% gelegen. Hier scheine es durch die Optimierung der Kundengewinnungskosten und Zahlungen an Netzwerkbetreiber noch genug Spielraum für eine Erhöhung der Bruttomargen zu geben. Nach Erachten der Analysten müssten die Outlets in ein Internetvertriebssystem integriert werden, um den negativen Kundentrend aufzuhalten. Die Anzahl der Outlets müsse wahrscheinlich noch weiter angepasst werden.
Die Dividendenrendite und das Cashflowmuster würden weiter attraktiv aussehen. Zudem sei die Aktie auf Basis des EV/EBITDA (2011e: 4,8; 2012e: 4,2) günstig und die DCF-Bewertung deute ein Aufwärtspotenzial von 34% an. Solange jedoch nicht klar sei, wann der negative Kundentrend aufgehalten werden könne, fehle dem Investment Case ein klarer Katalysator.
Das DCF-basierte Kursziel von EUR 10,90 bleibe vorerst unverändert. Nach der Telefonkonferenz (heute um 14:00 Uhr) könnten die Schätzungen angepasst werden.
Die Analysten von Warburg Research bewerten die freenet-Aktie weiterhin mit "kaufen". (Analyse vom 10.11.2010) (10.11.2010/ac/a/t) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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