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0,015 € |
-0,0010 € |
-6,58 % |
20.04/16:50 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0007472060 |
747206 |
- € |
- € |
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Wirecard Vorstellung neuer Produkte im B2C-Geschäft 05.10.2010
Warburg Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Warburg Research, Jochen Reichert, stuft die Wirecard-Aktie (ISIN DE0007472060 / WKN 747206) weiterhin mit "halten" ein.
Wirecard habe bereits im Mai 2010 in dem Bereich elektronische Mitnehm- und Geschenkkarten (auch cobranded cards) auf Basis von Prepaid-Karten mit Lekkerland die erste Vertriebskooperation abschließen können. Die Karten (Basis MasterCard oder Visa) sollten zukünftig primär über stationäre Verkaufstellen vertrieben werden. Wirecard verfolge dabei vornehmlich die Strategie, keinen eigenen Endkundenvertrieb aufzubauen, sondern vielmehr Technologie und Abwicklung bereitzustellen und für den Vertrieb Kooperationen mit Einzelhändlern oder großen Lieferantenorganisationen einzugehen.
Der Vorteil für Kunden sei, dass die Karten auf einfache Weise in Outlets, ohne Identitätskontrolle und ohne Bonitätsprüfung erworben werden könnten. Damit würden Verbraucher Zugang zu Kartennetzwerken erhalten, die aufgrund ihrer Bonität bisher keine Möglichkeit zum Erwerb von Karten der MasterCard (ISIN US57636Q1040 / WKN A0F602)- und Visa (ISIN US92826C8394 / WKN A0NC7B) Organisationen gehabt hätten.
Wirecard habe hier im Wesentlichen drei unterschiedliche Produkte: Eine Karte, bei der der Erwerber anonym bleibe, wenn einmalig die Karte mit bis zu EUR 150 aufgeladen werde, eine Karte mit einem jährlichen Volumen von bis zu EUR 2.500 (nur Online-Registrierung), sowie eine Karte, die personalisiert und voll einsetzbar sei (PostIdent-Verfahren).
Wenn es Wirecard schaffe, große Einzelhandelsketten in Deutschland als Partner zu gewinnen, könne daraus ein hohes Umsatzpotenzial resultieren, da Wirecard einer Vielzahl von Konsumenten mit dem Produkt Zugang zu den Kartennetzwerken gewähre, die sonst keinen Zugang hätten. Neben der Vereinnahmung der Interchange-Gebühr erhebe Wirecard eine einmalige Gebühr, Auflade- sowie Transaktionsgebühren.
Das derzeitige Kursziel von EUR 9,20 basiere auf einem DCF-Modell. Die drei wesentlichen Annahmen seien: Durch verstärkten Wettbewerb und damit einhergehender Preiseffekte sollte sich das Topline-Wachstum abschwächen (Warburg Research-Erwartungen: CAGR 2012e bis 2020e: 7,3%). Die EBIT-Marge sollte aufgrund der Preisrisiken von derzeit rund 25% bis 2014e auf 23% und bis 2019e auf 19% zurückgehen. Die Risiken im Acquring (Warburg Research-Erwartungen) würden mit einem WACC von 10,6% berücksichtigt.
Würde die Risikokomponente unberücksichtigt bleiben (BETA = 1,2 vs. BETA = 1,45), ergebe sich ein fairer Wert von EUR 10,70. Würde zusätzlich die EBIT-Marge im Modell bis 2019e konstant bei 25% bleiben, würde der faire Wert bei EUR 11,30 liegen.
Bis zum heutigen Zeitpunkt sei es im Acquiring gerade einmal zu einem nennenswerten Ausfall bzw. Betrugsfall in Höhe von ca. EUR 2 Mio. gekommen, der nicht durch Gebührenkomponenten und Sicherheitsleistungen habe abgedeckt werden können. Jedoch sollten die Acquiring-Risiken aus Warburg Research-Sicht mit zunehmenden Acquiring-Volumen steigen.
Das Kursziel von EUR 9,20 (DCF) und das Rating "halten" für die Wirecard-Aktie bleiben unverändert, so die Analysten von Warburg Research. (Analyse vom 05.10.2010) (05.10.2010/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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