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JENOPTIK obere Bandbreite in Sicht 22.07.2010
TradeCentre.de
Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen die Aktie von JENOPTIK (ISIN DE0006229107 / WKN 622910) bei Kursen unter 4 Euro in Tranchen zu kaufen.
Frank Einhellinger, Finanzvorstand von JENOPTIK, zeige sich im Gespräch mit "TradeCentre.de" zuversichtlich, die Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen. Der Umsatz solle sich auf 475 bis 500 Millionen Euro belaufen. Das EBIT werde operativ bei 15 bis 25 Millionen Euro erwartet. Die Chancen, mehr als 15 Millionen Euro zu erreichen, stünden sehr gut. Nach den Erwartungen der Experten dürfte sogar die obere Bandbreite erreichbar sein. Netto solle das Ergebnis leicht positiv ausfallen.
"Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Davon profitieren wir", sage der CFO. Das Unternehmen habe 2009 die Kosten reduziert und mehr als 10 Millionen Euro eingespart. In diesem Jahr sollten weitere zehn Millionen Euro eingespart werden. Der überwiegende Teil der Sparmaßnahmen sei nachhaltig. Zudem seien Verlustthemen, wie zum Beispiel das Geschäft mit Mittelformatkameras, beendet worden.
Im ersten Quartal habe der Auftragseingang um 32,5 Prozent auf 145,6 Millionen Euro zugelegt. Der Auftragsbestand habe sich um 8,6 Prozent auf fast 370 Millionen Euro verbessert. Trotz eines leicht rückläufigen Umsatzes in Q1/2010 sei das EBIT leicht positiv ausgefallen. Die Kostensenkungsmaßnahmen hätten sich somit bereits ausgezahlt. JENOPTIK profitiere zudem von effizienteren Strukturen und einer geringeren Schuldenlast.
Von der Erholung der Halbleiterbranche habe das Segment Laser & Optische Systeme profitiert. Vor allem der Boom in der Elektronik-Industrie habe die Einheit beflügelt. Verschiedene Laser-Anwendungen für die Medizintechnik würden durch gute Nachfrage für weiteres Wachstum sorgen. Die Nachfrage aus dem Automotive-Bereich stabilisiere sich und es sei kein weiterer Rückgang zu erwarten. Ebenfalls besser sollte sich langfristig der Bereich Laser für die Photovoltaikindustrie entwickeln.
Insgesamt sei die Nachfrage nach diesen Laseranlagen aber derzeit volatil und die Visibilität nicht sehr hoch. Ziel des Segmentes sei es, das operative Ergebnis des Vorjahres von 1,4 Millionen Euro zu übertreffen. In diesem Segment habe die EBIT-Marge in Q1 bei mehr als acht Prozent gelegen. Mittelfristig erwarte Einhellinger hier EBIT-Margen von mehr als zehn Prozent. Das Segment profitiere bei steigenden Umsätzen stark von Skaleneffekten.
Das Segment Messtechnik hänge zum Teil an der Automobilindustrie. Die Sparte Industrielle Messtechnik, die nicht direkt an PKW-Absatzzahlen gekoppelt sei, leide unter der Zurückhaltung bei Investitionsprogrammen in dieser Branche. Große Projekte seien verschoben worden. Diese sollten jedoch im Zuge der Erholung der Autoindustrie aufgearbeitet werden, sobald Ausrüster wieder stärker investieren würden. Das Geschäft sei spätzyklisch und ziehe nunmehr langsam wieder an. Trotz eines Umsatzes unter Vorjahr in dieser Sparte solle zum Jahresende auf Monatsbasis die Gewinnschwelle erreicht werden.
In der ebenfalls zum Segment gehörigen Sparte Verkehrssicherheit habe es 2009 keinen Umsatzrückgang gegeben. Für 2010 werde auf Basis eines bereits erhaltenen Großauftrages mit einer Umsatz- und Ergebnissteigerung fest gerechnet. Vor allem aus dem Ausland erhoffe sich der Finanzchef für die Verkehrssicherheit weitere größere Aufträge. In Summe werde das Segment Messtechnik 2010 deutlich höhere, positive Erträge ausweisen.
Stabile Verhältnisse weis4 das Segment Verteidigung & Zivile Systeme aus. "Das ist der stabile Anker unseres Unternehmens". Für die Einheit werde 2010 ein Geschäftsverlauf wie 2009 erwartet.
JENOPTIK habe in der Vergangenheit vor allem unter einer hohen Verschuldung gelitten, was sich entsprechend negativ im Finanzergebnis niedergeschlagen habe. Aktuell liege die Nettoverschuldung bei knapp 150 Millionen Euro und könnte zum Jahresende unter dem Wert des Vorjahres liegen. Um die Verschuldung weiter zu reduzieren, könnten auch nicht betriebsnotwendige Immobilien verkauft werden, die derzeit mit rund 20 Millionen Euro in den Büchern stünden. Die Zinslast der Schulden liege unter sieben Prozent.
Steuern bezahle der Konzern aufgrund von Verlustvorträgen von 450 Millionen Euro nur geringfügig. Laut Einhellinger sei ein positiver Jahresüberschuss für das Jahr eins nach der Krise zufriedenstellend, müsse aber in Zukunft höher ausfallen. Somit müsse es das Ziel sein, das EBIT deutlich zu steigern. Auf Konzern-Basis strebe JENOPTIK mittelfristig eine EBIT-Marge zwischen neun und zehn Prozent an. "Diesem Niveau wollen wir uns schrittweise nähern". In der Summe benötige der Konzern ein EBIT von 30 bis 50 Millionen Euro, um auch netto solide Ergebnisse auszuweisen. 2011 dürfte ein großer Schritt in diese Richtung gelingen.
Die Aussichten für JENOPTIK seien gut. Das Unternehmen profitiere von mehreren Megatrends in der Zukunft. Beispielsweise in der Medizintechnik, aber auch in der Photovoltaik. Auch im Militärbereich seien in Zukunft intelligente Systeme und Aufklärung wichtige Treiber. Im Rahmen der Emissionsreduzierung dürfte die Industrielle Messtechnik einen wichtigen Beitrag leisten, wofür der Konzern entsprechende Produkte auf dem Markt und in der Pipeline habe.
JENOPTIK stehe so gut da wie niemals zuvor. Das Unternehmen sei auf einem guten Weg.
Die Experten von "TradeCentre.de" raten die JENOPTIK-Aktie bei Kursen unter 4 Euro in Tranchen zu kaufen. (Analyse vom 22.07.2010) (22.07.2010/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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