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QIAGEN bei Schwäche zukaufen 28.06.2010
TradeCentre.de
Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen bei der QIAGEN-Aktie (ISIN NL0000240000 / WKN 901626) die Gewinne laufen zu lassen und bei Schwäche weiter zuzukaufen.
Der Anbieter von Probenvorbereitungs- und Testtechnologien könne in den nächsten Jahren organisch weiterhin stark wachsen. Ein Grund für den Optimismus sei für Finanzvorstand Roland Sackers das Wachstum im Bereich "Personalisierte Medizin". "Dieser Markt wird sich in den nächsten Jahren stark vergrößern und könnte unser Unternehmen aus eigener Kraft in neue Dimensionen wachsen lassen", so der diplomierte Kaufmann im Gespräch mit den Experten von "TradeCentre.de". Auf den Patienten abgestimmte Medikamente würden Behandlungsrisiken und Gesundheitskosten senken und sich inzwischen in den Entwicklungspipelines fast aller Pharmakonzerne finden.
Die personalisierte Medizin verspreche für jeden Menschen, passend zu seinen Erbanlagen, die optimale Therapie. Mithilfe von Tests lasse sich vorhersagen, ob und wie ein Patient auf bestimmte Medikamente reagieren werde. Viele Medikamente auf dem Markt würden nur bei einem Teil der Patienten wirken und bei anderer keinerlei Wirkung zeigen. Die Kombination aus Test und Medikament sei für QIAGEN ein lohnendes Geschäft. "Wir arbeiten in diesem Bereich mit rund 20 Pharma-Kunden zusammen. Die gesamte Forschungs- und Entwicklungsarbeit für solch einen Test wird hierbei von dem Kunden bezahlt, da der Test den Wert des Medikaments enorm steigert", stelle Sackers fest.
In diesem Jahr steuere die zum Segment "molekulare Diagnostik" zählende personalisierte Medizin circa 50 Mio. USD bei. Die Zuwächse in den kommenden Jahren seien laut dem CFO imposant, mit Bruttomargen von bis zu 80 Prozent. Das Schöne: Es gebe kaum Wettbewerb. Die wenigen Pharmafirmen, die eigene Tests entwickeln würden, würden Sackers nicht stören. "Es ist eher unwahrscheinlich, dass sich ein Pharmaunternehmen von einem Konkurrenten einen Test für sein neues Medikament entwickeln lässt." Das Marktpotenzial betrage allein für dieses Geschäft rund 13 Mrd. USD. "Unser Wachstum wird dadurch beschleunigt, unabhängig vom Marktanteil, den wir dabei letztlich für uns beanspruchen können", ergänze der Finanzvorstand.
Bis ins Jahr 2014 sei es das Ziel von QIAGEN, den Umsatz auf zwei Mrd. USD möglichst zu verdoppeln. Zum Erreichen dieses Niveaus sollten sowohl Zukäufe als auch organisches Wachstum beitragen. Dank der Aussichten für die personalisierte Medizin könnte dieses Umsatzlevel vielleicht sogar aus eigener Kraft erreicht werden. Die EBIT-Marge solle jährlich um bis zu 100 Basispunkte ansteigen und könne mittelfristig auf bis auf 35 Prozent klettern. In 2010 dürfte sich diese Marge auf circa 29 Prozent einpendeln. Man gehe davon aus, dass die Firma zumindest in einem Quartal in diesem Jahr eine EBIT-Marge von 30 Prozent ausweise. Unverändert arbeite das Management an Akquisitionen. "Ich bin zuversichtlich, dass wir in 2010 die eine oder andere Firma noch übernehmen werden."
Mit der Prognose für das Gesamtjahr fühle sich Sackers weiterhin wohl. Auf Basis der Wechselkurse von Ende Januar werde der Umsatz zwischen 1,12 und 1,17 Mrd. USD erwartet, bei einem bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 90 und 96 Cents. Die Einmaleffekte würden sich bisher auf sechs Mio. USD belaufen. Für Q2 habe die über 3.500 Mann starke Gesellschaft einen Umsatz zwischen 265 bis 280 Mio. USD in Aussicht gestellt und ein bereinigtes EPS von 21 bis 22 Cents. Der operative Cashflow habe in 2009 bei 217 Mio. USD gelegen und solle in 2010 um weitere 15 bis 20 Prozent steigen.
"Wir sind sehr gut ins Jahr gestartet." Traditionell erhöhe QIAGEN mit der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen die Prognose. Der CFO habe eine Anhebung der Prognose konkret nicht kommentieren wollen. Krise sei bei QIAGEN bisher Fehlanzeige gewesen. Beim Blick auf die Entwicklung der weltweiten Wirtschaft bremse Sackers die Euphorie. "Die Sparpläne der Regierungen können sich früher oder später auch auf uns auswirken. Wir denken, es wäre ein Fehler, an der Forschung zu sparen und bisher tendiert auch nichts in diese Richtung", so der Finanzchef.
Konkret beziehe sich diese Aussage auf Gelder von öffentlichen und privaten Forschungseinrichtungen, die derzeit rund 27 Prozent der Umsätze ausmachen würden. Summa summarum wären für QIAGEN vielleicht nur zehn bis 15 Prozent des Gesamtumsatzes von politischen Sparzwängen unmittelbar betroffen. Das sei derzeit eines der wenigen Risiken für das erfolgsverwöhnte Unternehmen, weshalb die Experten mindestens erwarten würden, dass Sackers die eigene Prognose erfüllen werde. Ihre mehrfachen Kaufempfehlungen für QIAGEN bei Kursen zwischen elf und 13 Euro hätten sich bezahlt gemacht. Aktuell notiere das Papier bei 17 Euro.
Die Experten von "TradeCentre.de" raten die Gewinne bei der QIAGEN-Aktie laufen zu lassen und bei Schwäche weiter zuzukaufen. (Analyse vom 28.06.2010) (28.06.2010/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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