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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0006916604 691660 -   € -   €
 
 
 

Pfeiffer Vacuum kaufen


24.11.2009
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Gordon Schönell, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von Pfeiffer Vacuum (ISIN DE0006916604 / WKN 691660) von "halten" auf "kaufen" herauf.

Am 17.11.2009 seien die Analysten mit dem CEO Manfred Bender auf Roadshow in Düsseldorf und Köln gewesen.

Der Umsatz sei deutlich schwächer als in den beiden Vorquartalen gefallen, da in Q3 der Bereich Systeme, der die Umsätze aus dem Großprojekt mit Q-Cells bzw. Solibro ausweise, deutlich rückläufig gewesen sei. Während in den ersten beiden Quartalen mit den Systemen jeweils etwa 12,5 Mio. EUR hätten erzielt werden können, seien es in Q3 nur noch 2,0 Mio. EUR gewesen. Der Auftrag sei damit größtenteils abgearbeitet.

Auch die EBIT-Marge sei schwach gewesen. Dies habe an der niedrigeren Auslastung (der August sei sehr schwach gewesen), an den Aufwendungen im Zusammenhang mit der Reorganisation der Turbopumpenfertigung sowie dem Ausbau des Standortes und an wenigen Bestellungen von kleineren Kunden mit tendenziell höheren Preisen gelegen.

Der Vorstand sei zuversichtlich, zum Jahresende eine EBIT-Marge von 20% erreichen zu können. Dafür müsste diese in Q4 wieder bei 19,5% liegen. Da keine Aufwendungen mehr für den Umbau anfallen würden, die Fertigung der Pumpen nach der Umstellung des Montageprozesses von Tag zu Tag effizienter werde und die Nachfrage seit September wieder anziehe, seien die Analysten verhalten optimistisch, dass wieder ein gutes Q4 erreicht werden könne. Zuletzt sei die Zahl der Schichten wieder erhöht und Leiharbeiter eingestellt worden.


Durch den Ausbau der Kapazitäten wäre nun ein Peak-Jahresumsatz von 300 Mio. EUR (vorher etwa: 200 Mio. EUR) möglich. Damit habe Pfeiffer Vacuum ungewollt antizyklisch investiert. Die Pläne hierfür würden noch aus 2006 stammen und hätten auch nicht mehr verworfen werden können bzw. sollen.

Die Chance, Anschlussprojekte an die Systeme zur Dünnschichtzellenproduktion von Q-Cells zu bekommen, beziffere der CEO auf 50:50. Bei Q-Cells seien die bisherigen Kapazitäten in diesem Bereich gut ausgelastet. Die Maschinen seien exklusiv für Q-Cells entwickelt worden. An andere Interessenten könnten sie so nicht verkauft werden. Allerdings möchte Pfeiffer Vacuum mit den Anlagen auch nicht in Konkurrenz zu den etablierten Herstellern treten, da diese wiederum auch Kunden von Pfeiffer Vacuum seien. Pfeiffer Vacuum habe das Projekt damals bekommen bzw. angenommen, weil die Kapazitäten bei den eigentlichen Equipmentherstellern voll ausgelastet gewesen seien.

Da zum jetzigen Zeitpunkt die Ergebnisbeiträge eines vergleichbaren Projektes in 2010 nicht in Sicht seien, müsse davon ausgegangen werden, dass der Umsatz in 2010 rückläufig sein werde. Zwar würden die Analysten denken, dass die Umsätze der anderen Produkte steigen würden, doch nicht in dem Maße, um den Umsatz aus 2009 halten zu können. Trotz Erhöhung der Kapazitäten bei gleichzeitig rückläufigen Umsätzen würden sie eine Marge von über 20% auch in 2010 für möglich halten (Bankhaus Lampe-Erwartungen: 20,6%). Eine Marge von 27,5% wie in 2007 würden die Analysten für eine Peak-Marge halten, die sie in näherer Zukunft nicht wieder erwarten würden.

Die hohe Liquidität der Gesellschaft werde nach Erachten der Analysten eine weiterhin attraktive Dividende mit sich bringen. Darüber hinaus könnten sie sich Zukäufe im Bereich der Vorpumpen und Messgeräte vorstellen.

Zur Bewertung der Aktie würden die Analysten auf ihr Drei-Phasen-DCF-Modell zurückgreifen. Unter der Annahme eines WACC von 7,5% sowie eines nur moderaten Wachstums im Terminal Value von 0,5% würden sie zu einem fairen Wert der Aktie von 60 EUR gelangen.

Entsprechend dem damit verbundenen Kurspotenzial stufen die Analysten vom Bankhaus Lampe die Pfeiffer Vacuum-Aktie mit der Anlageempfehlung "kaufen" ein. Das Kursziel werde von 55 EUR 60 EUR erhöht. Neben der fundamentalen Bewertung würden die Analysten noch folgende Punkte sehen, die die Aktie zu einem interessanten Investment machen würden: Die Verwendung der Liquidität für Akquisitionen sei möglich, die Ausschüttung einer attraktiven Dividende und solide Bilanzstrukturen. (Analyse vom 24.11.2009) (24.11.2009/ac/a/t)




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